Info-Abend „Adipositas“ im Kreiskrankenhaus

Dr. Alfred Cassebaum, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Kreiskrankenhaus und  Udo Schäfer, der Vorsitzende der Adipositas-Selbsthilfegruppe. Foto:Kreiskrankenhaus Frankenberg/nh

Frankenberg(nh). In Deutschland leiden mehr als 30 Prozent der Menschen an krankhaftem Übergewicht. Viele ergeben sich in ihr Schicksal. „Das muss aber nicht so sein, denn es gibt wirksame Behandlungen“, sagt Dr. Alfred Cassebaum, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Kreiskrankenhaus in Frankenberg. Gemeinsam mit der 2014 gegründeten Adipositas-Selbsthilfegruppe lädt der Chefarzt zu einem Info-Abend am Dienstag, 31. Januar 2017, ab 19 Uhr in der Personalcafeteria des Kreiskrankenhauses (1. Untergeschoss) ein. Dr. Cassebaum referiert über neue Erkenntnisse in der Behandlung von krankhaftem Übergewicht. Die Selbsthilfegruppe stellt sich vor und einzelne Mitglieder schildern ihre Erfahrungen im Umgang mit ihrer Krankheit und berichten über den Weg zu einem leichteren Leben. Der Chefarzt hat 2014 ein ganzheitliches Adipositas-Behandlungskonzept im Kreiskrankenhaus etabliert. Im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) im Kreiskrankenhaus bietet er mit seinem Team jeden Mittwoch von 16 Uhr bis 19 Uhr eine Sprechstunde an. Am Anfang des gemeinsamen Weges von Patient und Behandlungsteam steht ein Checkup. An welchen Begleiterkrankungen leidet der übergewichtige Patient? Im zweiten Schritt folgt grundsätzlich eine Ernährungsberatung. Denn durch Verhaltensänderung, Umstellung der Ernährung und Bewegung gelingt es vielen Menschen, das Übergewicht erheblich zu reduzieren. „Individuell muss dann die Frage beantwortet werden, ob ein operativer Eingriff ein Teil der Therapie sein kann“, sagt Dr. Alfred Cassebaum. Im Kreiskrankenhaus werden als Operationen zur Gewichtsreduktion die Schlauchmagenoperation und der Magenbypass angeboten. Voraussetzung dafür ist das Durchlaufen eines multimodalen Konzepts (MMK). Denn die Operation ist nicht der einzige Ansatzpunkt zur Gewichtsreduktion. Wesentliche Bedeutung kommt neben der Ernährungstherapie auch der Bewegungs- und Verhaltenstherapie zu. Auch eine psychiatrische Untersuchung ist Bestandteil des Konzepts. Fest eingebunden in diese ganzheitliche Therapie ist die Adipositas-Selbsthilfegruppe, die sich am Kreiskrankenhaus gegründet und mittlerweile Vereinsstatus erteilt bekommen hat. Die Mitglieder treffen sich jeden letzten Dienstag im Monat um 19 Uhr in der Personalcafeteria, um sich auszutauschen und gegenseitig Mut zu machen. Fragen beantwortet der Vorstand per E-Mail unter  adipositas-shgfrankenberg@web.de 

Spendenaufruf der Stadt Bad Arolsen 

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