Korbach. Der „Tag des Geotops“ findet in diesem Jahr am 20. September statt. Initiator des Geotoptages war die Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologien e. V., ehemals Akademie der Geowissenschaften zu Hannover. Im Mittelpunkt stehen geologische Sachverhalte sowie die Bedeutung der Geotope und des Geotopschutzes; Schirmherr des „Tags des Geotops“ ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die UNESCO unterstützt die Veranstaltung. Auch der Nationale Geopark GrenzWelten beteiligt sich mit mehreren besonderen Veranstaltungen in seinem 20. Jubiläumsjahr wieder am „Tag des Geotops“. Auf dem Programm steht u. a. die Veleda-Höhle Bestwig, mit der seit Frühjahr 2026 eine Kooperation der GrenzWelten besteht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Geoparks freuen sich auf hoffentlich zahlreiche Gäste bei den Sonderführungen, denen sie die Faszination unserer Erdgeschichte durch einen genaueren Blick auf die Geotope vermitteln können.
Veranstaltungen „Tag des Geotops“ 2026:
Sonderführungen in der Veleda-Höhle Bestwig
Es erwartet Sie eine spannende geologisch–archäologische Zeitreise durch die Veleda-Höhle. Gemeinsam mit dem Höhlenführer Stephan Nüse erkunden Sie in einer Kleingruppe von sechs Personen im Rahmen einer Sonderführung die Höhle im devonischen Sparganophyllumkalk. Eine Anmeldung ist erforderlich und bis zum Tag vor der Veranstaltung möglich. Hinweise: Eine kurze Wegstrecke wird in leichter Kletterei begangen. Für die Höhlenführung sind warme, bequeme und schmutzunempfindliche Kleidung sowie Handschuhe und festes Schuhwerk in jedem Fall erforderlich. Bitte beachten Sie, dass es in der Höhle dunkel, kalt und schmutzig ist. Bei einer Luftfeuchtigkeit von > 95 % liegen die Temperaturen bei ca. 8 Grad. Helm & Geleucht (Taschenlampen) werden gestellt.
Treffpunkt: Halbeswiger Straße in Bestwig-Velmede der Beschilderung zur Höhle folgen
Start: 9.30 Uhr/ 11:30 Uhr/ 13:30 Uhr; Dauer: 1,5 Stunden
Anmeldung/Auskunft: Höhlenführer Stephan Nüse, E-Mail sonderfuehrung@veleda-hoehle.de; weitere Infos www.veleda-hoehle.de/ maximal 6 Personen/ ab 14 Jahre
Kosten: 15 €/Person
Marsberg – Die Via Regia im Spiegel der Zeit
Diese Exkursion führt zunächst bergauf entlang der bedeutenden mittelalterlichen Handelsstraße „Via-Regia“. Dort sind in einem geschützten Naturdenkmal in großer Zahl die Arnsberger Schichten des Oberkarbons hervorragend aufgeschlossen. Deutlich sind die Sortierung der Sedimente, Fließstrukturen und die spätere Faltung zu sehen. Die interessanten Zusammenhänge zwischen dem geologischen Untergrund und der darauf stockenden, artenarmen Vegetation werden eingehend erklärt. Auf dem Rückweg geht es über den „Marsberger Balkon“ mit großartigen Aussichten in das Diemeltal und das Schiefergebirge sowie eindrucksvollen Einblicken in die Entwicklung des Flusssystems Diemel in den letzten ca. 5 Millionen Jahren. Treffpunkt: Kleiner Parkplatz in der Nähe der Kreuzung B7 (Westheimer Str.) / L549 (Richtung Essentho) in Marsberg
Start: 14 Uhr; Dauer: 3 Stunden
Anmeldung über Stadtmarketing Marsberg, Tel. 02992 3388, E-Mail info@stadtmarketing-marsberg.de.
Kosten: kostenlos
Steine in der Stadt in Brilon
Jede Region in der Stadt wird durch das im Umfeld anstehende Gestein geprägt. Es beeinflusst entscheidend die Morphologie und die daraus entstandene Kulturlandschaft. Stadtbilder sind eindrucksvolle und charakteristische Zeugnisse der Gesteine der Region. Daneben sind es die Rohstoffe, die der Erde entnommen werden, die das Entstehen wichtiger Industriezweige ermöglicht haben. In einem ca. anderthalbstündigem Stadtrundgang werden die wichtigsten historischen Bauten der Stadt Brilon besucht und die für das Stadtbild charakteristischen Bausteine erklärt.Denn Menschen und Umwelt sind verbunden durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Geschichte der Stadt Brilon und der 16 Dörfer ist auch eine Erzählung der Geologie. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind erforderlich. Der Veranstalter übernimmt keinerlei Haftung für Schäden und organisatorische Änderungen bei der Wanderung, die Teilnehmer sind privatrechtlich versichert.
Treffpunkt: Museum Haus Hövener, Am Markt 14
Start: 11 Uhr; Dauer: 1,5 Stunden
Anmeldung/Auskunft: Museum Haus Hövener, Am Markt 14, Brilon, Tel. 02961 9639901
Kosten: kostenlos
Die Bruchhauser Steine – Eine Reise durch Jahrmillionen
Vulkane, Wasser, Wind und Wetter haben die Bruchhauser Steine in fast 400 Jahrmillionen geformt. Ihre Entstehungsgeschichte zeigt, welche Kräfte und Prinzipien für einen kaum spürbaren, aber stetigen Wandel unserer Umwelt sorgen. Alles begann vor über 385 Millionen Jahren: Das zukünftige Sauerland lag zu großen Teilen unter dem Meer. Meeresströmungen schwemmten Sand und Schlamm an, die sich Schicht für Schicht ablagerten und auf eine Dicke von mehreren 100 m anwuchsen. Gewaltiger Druck presste die Sedimente im Laufe der Jahrmillionen zu festem Stein, die spätere Faltung tat ihr Übriges dazu. Vor ca. 300 Millionen Jahren wuchs das Rheinische Schiefergebirge mit dem Sauerland empor. Wind und Wetter trugen im Laufe der Jahrmillionen das
weichere Gestein aus Sand- und Tonstein ab, die harten Vulkanschlote aus Quarz-Porphyr blieben bestehen. Sie bildeten die Bruchhauser Steine. Anfahrt: Zugang über Infocenter Bruchhauser Steine. Auf der B 480 bis Olsberg-Assinghausen, von Ortsmitte über die K 47 nach Bruchhausen. Von der B 480 in Olsberg-Ortsmitte über die L 743 bis nach Bruchhausen. Der Parkplatz Infocenter liegt an der Zufahrt zum Bodendenkmal Bruchhauser Steine (Ausschilderung im Ort).
Uhrzeit: 10 – 18 Uhr geöffnet
Anmeldung/Auskunft: Stiftung Bruchhauser Steine, Schlosshof 1, 59939 Olsberg-Bruchhausen, Tel. 0160 750 64 58, E-Mail: fuerstenberg@gaubreben.de, www.bruchhauser-steine.de
Kosten: Besuch kostenlos, Parken am Infocenter 3,50 €/ Parken & Auffahrt 5 €
Auf den Spuren des Korbacher Dackels – Führung an der Korbacher Spalte und im GeoFoyer Kalkturm Korbach. Erleben Sie die älteste Fossilspalte Europas und das GeoFoyer Kalkturm Korbach. Tauchen Sie ein in die Erdgeschichte – in eine Zeit vor 250 Millionen Jahren, als die Hansestadt Korbach noch am Meer lag. Lernen Sie die ältesten Vorfahren der Säugetiere und Dinosaurier
kennen, darunter auch Procynosuchus, den „Korbacher Dackel“. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Treffpunkt: Infopavillon Korbacher Spalte, Frankenberger Landstraße 24,
34497 Korbach
Start: 11:15 Uhr; Dauer: ca. 1,5 Stunden
Auskunft: Wolfgang-Bonhage-MUSEUM, Kirchplatz 2, Korbach, Tel. 05631 53289, www.korbacher-spalte.de
Kosten: kostenlos
Projektbüro Nationaler Geopark GrenzWelten
Auf Lülingskreuz 60
34497 Korbach
Tel. 05631 954-1512
E-Mail geopark@lkwafkb.de.















