RP Kassel stellt Informationen zum Biber auf Website bereit
Kassel. Nachdem der Biber in NordOstHessen nahezu ausgestorben war, siedelt sich die Art seit einigen Jahren wieder an den Gewässern in der Region an. An den Bächen und Flüssen zeigen sich vermehrt Biberdämme und -burgen sowie gefällte Bäume. Immer wieder kommen betroffene Gewässeranrainer, Kommunen, Wasserverbände sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger auf das Regierungspräsidium (RP) Kassel als Obere Naturschutzbehörde zu. Das RP Kassel veröffentlicht daher ein FAQ mit häufig gestellten Fragen zur aktuellen Lage und dem Umgang mit Bibern und Biberschäden auf seiner Website. Behandelt werden Fragen zum Verbreitungsstand, zum Artenschutz, zu Kompensationsmaßnahmen und behördlichen Zuständigkeiten. Betroffene, Landwirtinnen und Landwirte, Kommen und Wasserverbände sowie Bürgerinnen und Bürger finden in den ausgearbeiteten FAQ (Frequently Asked Questions – Häufig gestellte Fragen) erste Antworten zum Thema unter: https://rp-kassel.hessen.de/natur/artenschutz/biber.
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Der Biber im Spannungsfeld
Der Biber gilt nach dem Bundesnaturschutzgesetz und der Flora-Fauna-Habitat- Richtlinie als besonders und streng geschützt. Indem er Gewässer aufstaut, sorgt er für eine Diversifizierung der Gewässerstruktur und trägt so vielerorts zur ökologischen Aufwertung bei. Durch das Aufstauen von Gewässern können angrenzende Flächen vernässt oder überflutet werden, was zu Nutzungskonflikten mit der Landwirtschaft führen oder auch Verkehrswege betreffen kann.
Ziel des behördlichen Bibermanagements ist es, ein möglichst konfliktarmes Nebeneinander von Bibern und Landwirtschaft sowie Eigentümern von angrenzenden Grundstücken zu ermöglichen. Die Obere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Kassel koordiniert das Bibermanagement in NordOstHessen. Lokal und regional arbeitet sie mit den Funktionsbeschäftigten Naturschutz von HessenForst zusammen, die Reviere kontrollieren, Betroffene beraten und dabei mithelfen, Konflikte aufzulösen.




