Weltverbrauchertag: Auch hessischen Behörden haben die Produktsicherheit im Blick

Kassel. Der Welttag der Verbraucherrechte der Organisation Consumers International steht am 15. März 2026 unter dem Thema: „Safe Products, confident Customers“. In Hessen engagieren sich unter anderem die Marktüberwachungsbehörden dafür, dass unsichere Produkte möglichst nicht in den Handel gelangen. Hierauf weist das Regierungspräsidium (RP) Kassel anlässlich des
Weltverbrauchertags hin. Von technischen Produkten, Spielzeug und Arbeitsmitteln dürfen keine Gefahren für die Gesundheit der Verwenderinnen und Verwender bzw. von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ausgehen. Leider gibt es immer wieder Unfälle und Gesundheitsschäden im Zusammenhang mit unsicheren Produkten. Die für die Marktüberwachung im Bereich der Produktsicherheit zuständigen Dezernate der drei hessischen Regierungspräsidien tragen dafür Sorge, dass unsichere Produkte identifiziert und aus dem Markt entfernt werden. Eine besondere Rolle kommt dabei der HessischenGeräteuntersuchungsstelle (GUS) beim Fachzentrum für Produktsicherheit und Gefahrstoffe beim RP Kassel zu. Die GUS unterstützt die Vollzugsdezernate bei tiefergreifenden technischen Sachverhalten und ist in der Lage, im Labor in Kassel eigene Produktprüfungen in einer Vielzahl von Bereichen durchzuführen.


Basierend auf Erkenntnissen von Einzelprüfungen und Verbraucherbeschwerden sowie von Unfällen und anderen Informationen werden in Hessen fortlaufend Schwerpunktprojekte der Marktüberwachung in Hessen durchgeführt. In diesen Projekten wird ermittelt, ob es sich bei Sicherheitsmängeln um Einzelfälle handelt oder grundlegendere Probleme in den Produktbereichen bestehen. Die GUS erstellt für jedes im Labor überprüfte Produkt einen Prüfbericht, damit bei festgestellten Sicherheitsmängeln die Vollzugsdezernate handeln können und Produkte bei schwerwiegenden Mängeln aus dem Markt zurückgerufen werden können. Eine Sammlung von zurückliegenden Ergebnissen veröffentlicht die GUS auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Kassel: Hessische Geräteuntersuchungsstelle | rp-kassel.hessen.de.


Im Falle, dass sich Sicherheitsprobleme in einzelnen Produktbereichen häufen, stößt die Hessische Geräteuntersuchungsstelle beim Gesetzund Verordnungsgeber auch Veränderungen und Verbesserungen in den Produktnormen an. Im Rahmen der Arbeit der Hessischen Geräteuntersuchungsstelle wurden bereits eine erhebliche Anzahl von sicherheitsrelevanten Mängeln in Produktnormen festgestellt. Indem die Erkenntnisse aus der Arbeit der Geräteuntersuchungsstelle in den Fachdiskurs eingebracht werden, können somit wirksame Verbesserungen der Normen auf europäischer Ebene erzielt werden. Dies verbessert im Ergebnis die Sicherheit ganzer Produktkategorien auf dem gemeinsamen europäischen Binnenmarkt und kommt Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Herstellern gleichermaßen zugute.


Wo kann ich mich über aktuelle Produktrückrufe und gefährliche Produkte informieren? Über die Webseite www.rueckrufe.de können Informationen zu aktuellen und zurückliegenden Produktrückrufen eingesehen werden.
Wo kann ich ein gefährliches Produkt melden? Verbraucherinnen und Verbraucher können Meldungen zu unsicheren oder gefährlichen Produkten auf der Webseite der EU-Kommission zum
„Consumer Safety Gateway“ melden. Dort können die erkannten oder vermuteten Sicherheitsprobleme oder Unfallbeschreibungen mit ergänzenden Informationen, Fotos und weiteren verfügbaren und relevanten Hinweisen eingegeben werden. Die Meldungen werden anschließend direkt den zuständigen Marktüberwachungsbehörden zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet. Auch die für Produktsicherheit zuständigen Dezernate der hessischen Regierungspräsidien nehmen Hinweise direkt entgegen: https://arbeitswelt.hessen.de/arbeitsschutz/arbeitsschutz-undproduktsicherheit-hessen/.