Frankenberg(pm). Die Stadtverordnetenversammlung Frankenberg hatte aufgrund eines SPD-Antrages beschlossen, dass der Magistrat im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Digitales umfassend über den Stand der Entwicklung und Umsetzung des Smart-City-Projekts „Frankenberg – smart, vernetzt, nachhaltig“ berichten wird. Das Projekt war 2023 gestartet und wird vom Land Hessen im Rahmen des Programms „Starke Heimat Hessen“ mit 1,8 Millionen Euro gefördert. Die SPD Frankenberg begrüßt diesen Schritt ausdrücklich. Ziel des Projekts ist es, mit Hilfe digitaler Technologien Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Lebensqualität in Frankenberg effizient miteinander zu verbinden. „Es ist gut und richtig, dass die Verwaltung diese Wege geht und den Einsatz moderner Smart-City-Technologien konsequent vorantreibt“, betont die stellvertretende Vorsitzende der SPD Frankenberg und Ausschussvorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Digitales, Dr. Daniela Sommer. „Digitale Lösungen können ganz konkret dabei helfen, Energie zu sparen, Abläufe effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Wichtig ist uns dabei Transparenz: Die Stadtverordneten sollen nachvollziehen können, was bereits erreicht wurde und wo noch Potenziale liegen.“
Im Zentrum des Projekts steht eine offene urbane Datenplattform, die unterschiedliche Daten bündelt und für vielfältige Anwendungen nutzbar macht. Dazu zählen unter anderem: ein Pegelstand- und Niederschlagsmonitoring mehrerer Flüsse rund um Frankenberg mithilfe von Prognose-Software, um frühzeitig auf Hochwasser- oder Starkregenereignisse reagieren zu können, ein Energie-Management-System für städtische Liegenschaften, das Energieverbräuche nahezu in Echtzeit sichtbar macht und gezielte Einsparmaßnahmen ermöglicht, eine Smart-Parking-Anwendung, die Parkplatzsuchende über freie und belegte Stellplätze informiert und so Verkehr und Emissionen reduziert. Besonders positiv bewertet die SPD Frankenberg die Erfahrungen mit intelligenten Straßenlaternen auf stark frequentierten Fuß- und Radwegen. Diese Leuchten schalten sich nur dann auf volle Helligkeit, wenn tatsächlich Personen oder Fahrzeuge unterwegs sind.
„Gerade bei der intelligenten Straßenbeleuchtung zeigen neueste Erkenntnisse, dass erhebliche Einsparungen bei Stromkosten und CO₂-Emissionen möglich sind“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der SPD Frankenberg, Dr. Hendrik Sommer. „Gleichzeitig wird die Lichtverschmutzung reduziert und die Tierwelt geschont – ohne Abstriche bei der Sicherheit. Solche Lösungen zeigen, dass Klimaschutz und Lebensqualität keine Gegensätze sind. Gerade in Zeiten angespannter Haushalte und steigender Energiepreise ist es unsere Verantwortung, mit öffentlichen Mitteln sorgsam umzugehen. Energiesparen ist dabei kein Selbstzweck, sondern aktiver Klima- und Ressourcenschutz. Die Smart-City-Projekte zeigen, dass durch intelligente Steuerung und Digitalisierung dauerhaft Kosten gesenkt werden können – etwa bei Strom und Wartung – und gleichzeitig Umwelt und Klima profitieren. Das ist nachhaltig, wirtschaftlich sinnvoll und kommt am Ende allen Bürgerinnen und Bürgern zugute.“ Darüber hinaus sieht das Smart-City-Projekt weitere Bausteine vor: ein Smart Waste Management zur bedarfsgerechten Leerung von Mülleimern in Grünanlagen und auf Wanderwegen sowie ein digitales City-Info-System mit Informationsstelen im Stadtraum. Ergänzend sollen smarte Bänke auf beliebten Wegen die Aufenthaltsqualität erhöhen.
„Für uns als SPD ist entscheidend, dass digitale Innovationen den Menschen dienen und den Alltag spürbar verbessern“, so Dr. Daniela Sommer abschließend. „Der Bericht im Ausschuss war eine gute Gelegenheit, Bilanz zu ziehen, aus bisherigen Erfahrungen zu lernen und Frankenberg weiterhin zukunftsfest aufzustellen. In Zeiten knapper kommunaler Kassen und wachsender sozialer Herausforderungen ist es besonders wichtig, verantwortungsvoll mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger umzugehen. Jeder eingesparte Euro bei Energie- und Betriebskosten entlastet langfristig den städtischen Haushalt und schafft Spielräume für soziale Aufgaben – etwa für Bildung, Betreuung, Kultur oder die Unterstützung von Familien und älteren Menschen. Energiesparen durch intelligente, digitale Lösungen ist deshalb nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ein aktiver Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit und einer handlungsfähigen Kommune!“
Die SPD Frankenberg wird den weiteren Verlauf des Projekts konstruktiv begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Chancen der Digitalisierung verantwortungsvoll und sozial ausgewogen genutzt werden.

