Berufsschulstandort Korbach bleibt gesichert – Handwerk zeigt Zusammenhalt

Zwölf neue Friseur-Auszubildende sichern die Fachklassen

Korbach(pm). Dank des großen Engagements der Friseurbetriebe im Landkreis Waldeck-Frankenberg bleibt der Berufsschulstandort Korbach weiterhin erhalten. Zum Stichtag am 1. November konnten zwölf neue Ausbildungsverträge im Friseurhandwerk abgeschlossen werden – damit ist die erforderliche Zahl erreicht, um die Fachklasse im ersten Lehrjahr zu sichern. Hintergrund ist das landesweite Projekt „Zukunftsfähige Berufsschule“ des Hessischen Kultusministeriums. Ziel ist es, die duale Ausbildung auch in ländlichen Regionen zu stärken und eine betriebsnahe Beschulung zu ermöglichen. Laut den aktuellen Vorgaben gilt: Eine Berufsschulklasse soll in der Grundstufe mindestens zwölf Auszubildende umfassen, in den höheren Lehrjahren acht bis neun. Diese Richtwerte entscheiden darüber, ob ein Standort bestehen bleibt oder zusammengelegt werden muss. Gerade im Flächenlandkreis Waldeck-Frankenberg ist der wohnortnahe Unterricht ein entscheidender Faktor, um jungen Menschen eine praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen und Betriebe im regionalen Wettbewerb zu entlasten.

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Maria Krasnikov, Obermeisterin der Friseur-Innung Waldeck-Frankenberg, betont: „Wir sind stolz, dass wir die nötige Zahl erreicht haben. Das zeigt, wie stark unser Handwerk im Landkreis zusammenhält und wie wichtig regionale Verantwortung ist.“ Kai Bremmer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, ergänzt: „Das Engagement der Betriebe ist ein starkes Signal für die Zukunft des Handwerks. Jeder einzelne Ausbildungsplatz zählt – für die jungen Menschen, für die Wirtschaft und für unseren Schulstandort Korbach.“ Damit der Standort auch künftig gesichert bleibt, müssen die Ausbildungszahlen – auch in anderen Gewerken – in den kommenden Jahren stabil bleiben. Betriebe, die bereits Auszubildende beschäftigen oder neue suchen, können sich direkt an die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg wenden. „Wir unterstützen gern bei der Vermittlung – damit das Handwerk im Landkreis weiter stark bleibt“, so Bremmer.

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