Wenn uns jemand Steine in den Weg legt bauen wir ein Haus draus

Kick-off 2026 der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg im AROCampus

Bad Arolsen(pm). Unter dem Leitgedanken „Wenn uns jemand Steine in den Weg legt, bauen wir ein Haus draus“ ist die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg am 11. Februar 2026 im AROCampus in das neue Jahr gestartet. Bei der Kick-off-Veranstaltung der Obermeister standen konkrete Ziele, messbare Bildungsarbeit und strategische Weiterentwicklung im Mittelpunkt. Zu Gast war auch der 1. Stadtrat der Stadt Bad Arolsen, Marc van Biene. In seinem Grußwort machte er die Bedeutung des regionalen Handwerks für die kommunale Entwicklung deutlich: „Ohne Handwerk gibt es weder Zukunft noch Wachstum noch Stadtentwicklung. Ob Kita, Schule, Sporthalle oder Infrastruktur – alles beginnt mit handwerklicher Umsetzung. Unsere Stadtentwicklung ist direkt auf leistungsfähige Betriebe vor Ort angewiesen.“ Ein besonderer Moment des Abends war die offizielle Übergabe der Ehrenurkunde an Jörg Engelhard. Die Ernennung zum Ehrenkreishandwerksmeister war bereits im vergangenen Jahr auf der Jahreshauptversammlung beschlossen worden; da Engelhard damals verhindert war, wurde die Auszeichnung nun im feierlichen Rahmen durch Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze und Geschäftsführer Kai Bremmer überreicht.

Ehrung mit besonderer Anerkennung: Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze (links) und Geschäftsführer Kai Bremmer (rechts) überreichten Jörg Engelhard die Ehrenurkunde zum Ehrenkreishandwerksmeister. Foto: Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg

Im Anschluss stellten Mütze und Bremmer die Schwerpunkte für 2026 vor und gaben zugleich einen Rückblick auf die zahlreichen Aktivitäten des Jahres 2025. Die Kreishandwerkerschaft und die angeschlossenen Bildungsträger verstehen sich als aktiver Bildungspartner der Region – in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, dem Landkreis, dem Jobcenter, den Ministerien und europäischen Förderprogrammen. Die Arbeit basiert auf vier zentralen Säulen: Berufsorientierung und Berufsvorbereitung junger Menschen, berufliche Orientierung für Erwachsene, Ausbildung und Umschulung sowie Weiterbildung und Nachqualifizierung. Programme wie „Zukunft Handwerk“, „Deutsch4U“ und die Übungswerkstätten ermöglichen praxisnahe Qualifizierung in Holz, Metall, Elektro, Kfz, Maler, Friseur, SHK und Bau. Hinzu kommen Berufsvorbereitung, Reha-Maßnahmen und das Projekt „Durchstarter“, die gezielt Perspektiven eröffnen und Übergänge in Ausbildung und Beschäftigung schaffen.

Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze betonte: „Fachkräftesicherung entscheidet sich nicht in Positionspapieren, sondern in Werkstätten und Betrieben. Wir qualifizieren gezielt, begleiten individuell und führen Menschen in Ausbildung und Beschäftigung. Gleichzeitig unterstützen wir unsere Innungsbetriebe aktiv bei Ausbildung, Personalentwicklung und Unternehmensnachfolge. Das ist konkrete Wirtschaftsstärkung vor Ort.“ Geschäftsführer Kai Bremmer ergänzte: „Wir investieren bewusst in Qualität und Zukunftsfähigkeit. Moderne Werkstattausstattung, digitale Lernformate und die Umstellung auf Photovoltaik sind klare Schritte. Parallel prüfen wir Unternehmens- und Personalstrukturen, bauen Netzwerke aus und entwickeln Projekte weiter. Unser Anspruch ist Umsetzung – nicht Ankündigung.“ Mit 2.108 Handwerksbetrieben, rund 11.000 Erwerbstätigen und einem Jahresumsatz von etwa 1,5 Milliarden Euro ist das Handwerk ein zentraler Wirtschaftsfaktor im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Die Kreishandwerkerschaft versteht sich dabei als verbindende und stärkende Organisation dieser wirtschaftlichen Kraft – mit klarer Ausrichtung auf Qualifizierung, Modernisierung und nachhaltige Entwicklung. Kontakt: Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg · Tel. 05631 9535100,
E-Mail: info@khkb.de.