Arbeitslosenzahl sinkt – Quote unverändert

Herbstbelebung mit wenig Schwung

Korbach(pm). Zum dritten Mal in Folge ist im Agenturbezirk Korbach die Arbeitslosenzahl gesunken – um 129 auf 8280. Das entspricht einem Rückgang um 1,5 Prozent, die Arbeitslosenquote liegt jedoch weiterhin bei 4,4 Prozent. Gegenüber November 2024 sind in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder 223 Arbeitslose mehr gemeldet (plus 2,8 Prozent), die Quote betrug vor einem Jahr 4,3 Prozent. „Ein Rückgang der Arbeitslosenzahl im November ist saisonal bedingt. Dieser fällt 2025 zwar minimal stärker aus als im Vorjahr, reicht aber nicht, um die Arbeitslosenquote zu senken“, so der Korbacher Agenturleiter Volker Breustedt. „Insgesamt zeigt sich die Herbstbelebung in diesem Jahr also mit recht wenig Schwung.“ Vor dem Hintergrund der unsicheren wirtschaftlichen Gesamtsituation in Deutschland zeige der heimische Arbeitsmarkt jedoch eine gewisse Resilienz: Der Stellenbestand sei bei leicht gesunkener Arbeitslosigkeit stabil. Je nach Branche würden Fachkräfte weiterhin gesucht, beispielsweise im verarbeitenden Gewerbe, im Handel, in der Logistik und im Gesundheits- und Sozialwesen. Anlässlich der deutschlandweiten Woche der Menschen mit Behinderung (28. November bis 5. Dezember) ruft der Agenturleiter dazu auf, bei der Suche nach Beschäftigten auch von dieser Personengruppe zu profitieren. Von steigender Arbeitslosigkeit sind Menschen mit Behinderung überproportional betroffen. So waren im November im Agenturbezirk 722 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, das entspricht einem Zuwachs von 16,6 Prozent innerhalb eines Jahres. Im gleichen Zeitraum ist die Arbeitslosigkeit insgesamt nur um 2,8 Prozent gestiegen. Breustedt: „Die Agentur für Arbeit setzt sich daher mit Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und Angeboten der beruflichen Rehabilitation dafür ein, dass jede und jeder die Chance bekommt, Fähigkeiten einzubringen und berufliche Ziele zu verwirklichen. Wir können aktiv die Beschäftigung, Ausbildung und Weiterqualifizierung unterstützen.“

In allen Personengruppen, außer bei den Jüngeren bis 25 Jahren, ging die Arbeitslosenzahl im November zurück. Dies zeigte sich am deutlichsten bei den Frauen (minus 90, minus 2,4 Prozent), gefolgt von den Ausländern (minus 62, minus 2,2 Prozent), den Langzeitarbeitslosen (minus 42, minus 1,8 Prozent) den Älteren ab 50 Jahren (minus 48, minus 1,6 Prozent) und den Männern (minus 39, minus 0,8 Prozent). Bei den Jüngern waren im November 25 Arbeitslose mehr zu verzeichnen (plus 2,8 Prozent). Im Vergleich mit dem November 2024 ist hingegen nur bei den Jüngeren und den Ausländern ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu beobachten, bei allen anderen Personengruppen ist sie gestiegen. In beiden Rechtskreisen ist die Arbeitslosenzahl im November um jeweils 1,5 Prozent zurückgegangen: Bei der Agentur für Arbeit (Rechtskreis Sozialgesetzbuch III) waren 3501 Arbeitslose gemeldet, 55 weniger als im Oktober, bei den beiden Jobcentern im Agenturbezirk (Rechtskreis Sozialgesetzbuch II) waren es 4779 Arbeitslose, 74 weniger als im Oktober. Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt erneut einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Arbeitsagenturen: um 252 Personen (plus 7,8 Prozent). Bei den Jobcentern sind aktuell 29 Arbeitslose weniger gemeldet als vor einem Jahr (minus 0,6 Prozent).

2640 offene Stellen waren zum Stichtag im Agenturbezirk gemeldet, 1 mehr als im Oktober und 184 mehr als im November 2024 (plus 7,5 Prozent). Im Agenturbezirk haben bis zum 24. November 9 Betriebe neu Kurzarbeit angezeigt, von der maximal 61 Beschäftigte betroffen sein können. Vor einem Jahr waren es 18 Betriebe mit bis zu 422 betroffenen Mitarbeitenden.

Die Arbeitsmarktzahlen in den Landkreisen

Landkreis Waldeck-Frankenberg: Im Landkreis Waldeck-Frankenberg waren im November 3909 Menschen arbeitslos gemeldet, 43 weniger als im Oktober (minus 1,1 Prozent) und 31 mehr als vor einem Jahr (plus 0,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt wie im Vormonat und im Vorjahr bei 4,4 Prozent. Der Bestand an offenen Stellen hat sich seit Oktober um 57 auf 1604 erhöht, das sind 232 mehr als vor einem Jahr.

Korbach mit Bad Wildungen: 1682 Personen ohne Arbeit waren im November in Korbach und Bad Wildungen gemeldet, 38 weniger als im Oktober (minus 2,2 Prozent) und 11 mehr als vor einem Jahr (plus 0,7 Prozent). Die Quote liegt bei 4,0 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als im Oktober und ist der gleiche Wert wie vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Frankenberg: 1390 Arbeitslose verzeichnete die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat, ein Zuwachs von 5 Personen seit Oktober (plus 0,4 Prozent) und ein Anstieg um 17 gegenüber dem Vorjahreswert (plus 1,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote in Frankenberg stagniert bei 4,8 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im November 2024.

Geschäftsstelle Bad Arolsen: In der Geschäftsstelle Bad Arolsen ist die Zahl der Arbeitslosen um 10 auf 837 zurückgegangen (minus 1,2 Prozent), das ist ein Anstieg um 3 gegenüber 2024 (plus 0,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,7 Prozent. Vor einem Monat hatte sie 4,8 Prozent betragen, vor einem Jahr ebenfalls 4,7 Prozent.

Landkreis Schwalm-Eder: 4371 Arbeitslose waren im November im Schwalm-Eder-Kreis registriert, 86 weniger als im Oktober (minus 1,9 Prozent) und 192 mehr als im Vorjahresmonat (plus 4,6 Prozent). Die Quote beträgt wie im Oktober 4,4 Prozent, das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahresmonat. 1036 offene Stellen waren im Landkreis gemeldet, 56 weniger als im Oktober und 48 weniger als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg: 2123 Arbeitslose waren in der Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg erfasst, 26 weniger als im Oktober (minus 1,2 Prozent) und 189 mehr als vor einem Jahr (plus 9,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote sinkt gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 4,1 Prozent gelegen.

Geschäftsstelle Melsungen: In der Geschäftsstelle Melsungen waren im November 1218 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 28 weniger als im Oktober (minus 2,2 Prozent) und 41 mehr im Jahresvergleich (plus 3,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt 4,7 Prozent und liegt damit jeweils 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Oktober und im November 2024.

Geschäftsstelle Schwalmstadt: 1030 Menschen auf Jobsuche zeigt die November-Statistik für die Geschäftsstelle Schwalmstadt, 32 weniger als im Oktober (minus 3,0 Prozent) und 38 weniger als im November des Vorjahres (minus 3,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,8 Prozent, im Oktober hatte sie 3,9 Prozent und vor einem Jahr 4,0 Prozent betragen.