Moderate Herbstbelebung: Arbeitslosenzahl im Agenturbezirk Korbach sinkt um 4,3 Prozent

Korbach(pm). Mit einer niedrigeren Arbeitslosigkeit ist der Agenturbezirk Korbach in den Herbst gestartet. In den beiden Landkreisen im Agenturbezirk – Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder – waren 8717 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 392 weniger als im August (minus 4,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,6 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte niedriger als im August. Wie in den vergangenen Monaten zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr aber einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit, aktuell um 430 Personen (plus 5,2 Prozent). Die Quote lag vor einem Jahr bei 4,4 Prozent. „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist natürlich erfreulich und entspricht der saisonüblichen Entwicklung“, kommentiert der Korbacher Agenturleiter Volker Breustedt. „Die Betriebe stellen nach der Sommerpause verstärkt ein, außerdem haben junge Menschen eine Ausbildung aufgenommen oder nach dem Ende der Ausbildung eine Anschlussbeschäftigung gefunden.“ So sei im Vergleich der einzelnen Personengruppen der Rückgang der Arbeitslosigkeit seit August bei den jungen Menschen unter 25 Jahren besonders ausgeprägt. Gleichwohl zeige sich die weiter schwächelnde Konjunktur auch in den aktuellen Zahlen. Breustedt: „Die Abnahme der Arbeitslosenzahl allein bei der Arbeitsagentur – also im Bereich des Sozialgesetzbuches III – fällt im September geringer aus als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Das ist ein deutlicher Hinweis auf die Auswirkungen der anhaltenden Unsicherheit bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – ebenso wie der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich.“ In allen Personengruppen war die Arbeitslosenzahl im September rückläufig, am deutlichsten bei den Jüngeren unter 25 Jahren (minus 187, minus 15,5 Prozent), gefolgt von den Ausländern (minus 180, minus 5,7 Prozent), den Frauen (minus 193, minus 4,9 Prozent), den Männern (minus 199, minus 3,9 Prozent) und den Älteren ab 50 Jahren (minus 43, minus 1,4 Prozent). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging um 27 auf 2396 zurück (minus 1,1 Prozent). Im September hat sich die Arbeitslosigkeit in beiden Rechtskreisen verringert: Bei der Agentur für Arbeit (Rechtskreis Sozialgesetzbuch III) waren 3633 Arbeitslose gemeldet, 184 weniger als im August (minus 4,8 Prozent), bei den beiden Jobcentern im Agenturbezirk (Rechtskreis Sozialgesetzbuch II) waren es 5084 Arbeitslose, 208 weniger als im August (minus 3,9 Prozent). Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt erneut einen deutlicheren Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Arbeitsagenturen: um 346 Personen (plus 10,5 Prozent), wohingegen es bei den Jobcentern 84 Personen waren (plus 1,7 Prozent). 2633 offene Stellen waren zum Stichtag im Agenturbezirk gemeldet, 51 weniger als im August (minus 1,9 Prozent) und 230 mehr als im September 2024 (plus 9,6 Prozent). Im Agenturbezirk haben bis zum 25. September 5 Betriebe neu Kurzarbeit angezeigt, von der maximal 81 Beschäftigte betroffen sein können. Vor einem Jahr waren es 13 Betriebe mit bis zu 393 betroffenen Mitarbeitenden.

Die Arbeitsmarktzahlen in den Landkreisen

Landkreis Waldeck-Frankenberg: Im Landkreis Waldeck-Frankenberg waren im September 4091 Menschen arbeitslos gemeldet, 163 weniger als im August (minus 3,8 Prozent) und 172 mehr als vor einem Jahr (plus 4,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,2 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 4,4 Prozent gelegen. Der Bestand an offenen Stellen hat sich seit August um 43 auf 1618 verringert, das sind dennoch 297 mehr als vor einem Jahr.

Korbach mit Bad Wildungen: 1757 Personen ohne Arbeit waren im September in Korbach und Bad Wildungen gemeldet, 72 weniger als im August (minus 3,9 Prozent) und 3 weniger als vor einem Jahr (minus 0,2 Prozent). Die Quote liegt bei 4,2 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als im August und ist der gleiche Wert wie vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Frankenberg: 1453 Arbeitslose verzeichnete die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat, ein Rückgang von 84 seit August (minus 5,5 Prozent) und ein Anstieg um 152 gegenüber dem Vorjahreswert (plus 11,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote in Frankenberg reduziert sich von 5,3 auf 5,0 Prozent, das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als im September 2024.

Geschäftsstelle Bad Arolsen: In der Geschäftsstelle Bad Arolsen ist die Zahl der Arbeitslosen um 7 auf 881 zurückgegangen (minus 0,8 Prozent), das ist ein Zuwachs von 23 gegenüber 2024 (plus 2,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 5,0 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 4,8 Prozent betragen.

Landkreis Schwalm-Eder: 4626 Arbeitslose waren im September im Schwalm-Eder-Kreis registriert, 229 weniger als im August (minus 4,7 Prozent) und 258 mehr als im Vorjahresmonat (plus 5,9 Prozent). Die Quote beträgt 4,6 Prozent, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als im August und 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahresmonat. 1015 offene Stellen waren im Landkreis gemeldet, 8 weniger als im August und 67 weniger als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg: 2243 Arbeitslose waren in der Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg erfasst, 1118 weniger als im August (minus 5,0 Prozent) und 181 mehr als vor einem Jahr (plus 8,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote sinkt gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 4,3 Prozent gelegen.

Geschäftsstelle Melsungen: In der Geschäftsstelle Melsungen waren im September 1277 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 68 weniger als im August (minus 5,1 Prozent) und 74 mehr im Jahresvergleich (plus 6,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt 5,0 Prozent, das ist 0,2 Prozentpunkte niedriger als im August und 0,3 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Schwalmstadt: 1106 Menschen auf Jobsuche zeigt die September-Statistik für die Geschäftsstelle Schwalmstadt, 43 weniger als im August (minus 3,7 Prozent) und 3 mehr als im September des Vorjahres (plus 0,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,1 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte niedriger als im August und auf dem gleichen Wert wie vor einem Jahr.