Abbrucharbeiten an der Freizeitanlage Heloponte in vollem Gange

Bad Wildungen(pm). Nach Ostern hat eine in Baunatal ansässige Fachfirma mit den Abbrucharbeiten an der Freizeitanlage Heloponte begonnen. Kurz nach dem erfolgreichen und zügigen Baustart mussten die Arbeiten jedoch für einen Monat unterbrochen werden. Grund hierfür war ein gerichtlich angeordneter Baustopp aufgrund eines Verwaltungsverfahrens, welches wegen umstrittener Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung ins Rollen gebrachte wurde. Die Bautätigkeiten konnten zunächst schwer von außen wahrgenommen werden – lediglich der Bauzaun sowie die Baustellencontainer waren auf der ehemaligen Eisbahn sichtbar. Dies lag daran, dass zunächst eine Schadstoffsanierung im Gebäude vorgenommen wurde, insbesondere der Schwimm- und Eisbahntechnik. Dabei wurden Schadstoffe, wie Mineralwolle, die überwiegend als Dämmung für Rohrleitungen eingesetzt war sowie asbesthaltige Dichtungen vorsichtig ausgebaut. Die Materialien wurden händisch unter Schutzkleidung ausgebaut und im Gebäude in speziell dafür vorgesehene Säcke verpackt. Diese Säcke wurden auf der Eisbahnfläche zwischengelagert und für den Transport vorbereitet. Die Schadstoffsanierungsarbeiten im Gebäude sind mittlerweile größtenteils abgeschlossen. Nun erfolgen von der Fachfirma – ebenfalls in handwerklicher Kleinarbeit – der Ausbau verschiedenster Bauelemente/Materialien, wie zum Beispiel Elektroinstallationen, Akustikdecken und Glaselemente. Die Materialien werden getrennt ausgebaut, aus dem Gebäude geschafft und fachgerecht entsorgt.

Selbstverständlich erfolgen die Arbeiten im Gebäude unter höchsten Sicherheitsaspekten: In der einsturzgefährdeten Schwimmhalle wurden Gerüsttürme aufgebaut, um das Risiko eines plötzlichen Einsturzes der Holzkonstruktion zu minimieren bzw. zeitlich zu verzögern. Seit zwei Wochen arbeiten zudem zwei Großbaustellen-Bagger im Freibad daran, das Schwimmbecken aus den 1970er-Jahren auszubauen, welches in das Beckenbauwerk aus den frühen 1920er-Jahren gesetzt wurde. Zudem werden die Betonteile, die mit einem schadstoffhaltigen Anstrich versehen sind, der als Abdichtung fungierte, getrennt und fachgerecht entsorgt. Wenn dann die Außenbecken zurückgebaut und die Becken mit Füllboden verfüllt sind, rückt der nächste Schritt näher: Die einsturzgefährdete Halle wird so vorbereitet, dass sie dann mit entsprechend großen Geräten unter Berücksichtigung der für den Rückbau erstellten statischen Berechnungen nach und nach mit dem gesamten Gebäude zurückgebaut wird. Es ist geplant, dass das Gelände im Spätherbst bauteilfrei ist, in Teilbereichen mit Boden aufgefüllt wird, die Verrohrung bzw. der Durchlass der „Sonder“ als Vorbereitung der nachfolgenden Renaturierung entfernt wird und die gesamte Freifläche eingeebnet und modelliert werden kann.

Ziel der Maßnahme ist eine sichere, ordnungsgemäße Freimachung des Geländes, sodass die Fläche zeitnah für die Errichtung einer neuen attraktiven Schwimm- und Erholungseinrichtung, dem „Heloponte II“, genutzt werden kann. Die Verantwortlichen betonen, dass alle Arbeiten unter strengen Sicherheits- und Umweltauflagen erfolgen. Für weitere Informationen, Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte direkt an das Stadtbauamt unter der Telefonnummer 05621 701-412.