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Montag, 16 April 2018 15:08

Fleischerinnung Waldeck-Frankenberg: Regionalität und Transparenz in heimischen Betrieben

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Der Obermeister der Fleischerinnung Waldeck-Frankenberg Hans-Georg Schneider Der Obermeister der Fleischerinnung Waldeck-Frankenberg Hans-Georg Schneider Foto:EDR/od

Bottendorf(od/nh). Nachdem die DLG eine Geflügelwurst, die den Namen Wurst nicht verdient mit einer Silbermedaille ausgezeichnet hatte, wollte EDR wissen, wie es im heimischen Fleischerhandwerk um die Qualität und Transparenz bestellt ist. Der Obermeister der Fleischerinnung Waldeck-Frankenberg üffnete sein Betrieb in Bottendorf für EDR und stand Rede und Antwort:

EDR: Herr Schneider, wie wichtig ist den heimischen Fleischereien Regionalität und Transparenz?

Hans-Georg Schneider: Das ist den heimischen Betrieben ganz wichtig. Angefangen bei den Erzeugern bis hin zu erstklassigen Rohstoffen. Wir setzen auf ein geschlossenes System zusammen mit den Erzeugern. Alle Tiere kommen aus dem Landkreis, aus Haltungen die der Fleischer kennt und in dem die Tiere artgerecht gehalten werden. In meinem eignen Betrieb zum Beispiel bleiben die Tiere für zwei oder drei Tage in einem Stall, werden gefüttert und gehen dann vollkommen stressfrei durch einen kurzen Gang zur Schlachtung.

EDR: In Deutschland gibt es mit Brot- und Backwaren und Fleisch- und Wursterzeugnissen eine Vielfalt wie kaum auf der Welt. Diese Vielfalt fordert auch einen hohen Einsatz von den Betrieben.

Hans Georg Schneider: Ein Fleischermeister steht hinter seinen Produkten und geht auf Kundentrends ein. Aber immer mehr Betriebe reduzieren ihre Produktpalette. Hauptgrund dafür ist der Mangel an Fachpersonal. Zur Zeit sind im Bereich der Innung, bei 35 Mitgliedsbetrieben 50 offene Stellen verzeichnet. Dazu kommen noch die Ausbildungsplätze zum Fleischer und zur Fleischerei-Fachverkäuferin.

EDR: Wie hoch ist die Belastung der Betriebe durch Vorschriften und Verordnungen?

Hans-Georg Schneider: Vorschriften und Verordnungen zum Beispiel Lebensmittel-Hygiene sind durchaus sinnvoll. Allerdings nimmt der bürokratische Aufwand, grade für die kleineren Handwerksbetrieb schon deutlich zu. Auch die Kosten steigen, nicht nur durch die amtliche Fleischbeschau, auch die Kosten für Energie/Wasser sind hoch und werden auf das Produkt umgelegt.

EDR: Was raten Sie den Verbrauchern?

Hans-Georg Schneider: Fragen Sie als Verbraucher den Fleischer Ihres Vertrauens ruhig nach Herkunft seiner Tiere und seinen Rohstoffen sowie, soweit nicht sowie gekennzeichnet, nach Inhaltsstoffen. Ein heimischer Fleischer wird die Auskünfte gerne erteilen. In einem Mitgliedsbetrieb unser Innung kann der Verbraucher sicher sein, Qualität aus Meisterhand zu bekommen.

EDR: Vielen Dank Herr Schneider

Ein Beispiel aus der Fleischerei Schneider Schlachtvieh-Lieferanten:


Piemonteser Rind, Weidehaltung – Schneider, Bottendorf

Schweine: Möller, Löhlbach, Söhnel, Rodenbach, Cramer,Bottendorf

Jungbulle: Roth, Roda

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