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Montag, 13 November 2017 10:33

„Projekte professionell planen und kontrollieren“

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Vorn links Dozent Volkwart Schmid mit den Auszubildenden. Vorn links Dozent Volkwart Schmid mit den Auszubildenden. Foto: Kreishanderkerschaft/nh

Korbach(nh). Zu einem Seminar mit dem Prozessberater und Coach, Volkwart Schmid, aus Frankfurt hat der Topas-Arbeitskreis Auszubildende eingeladen.Aufträge als Projekte abzuarbeiten haben erheblich zugenommen und nehmen weiterhin zu. Mehr als 30% der deutschen Wirtschaftskraft werden gegenwärtig mittels Projektarbeit erarbeitet. In dem Topas Seminar haben die Auszubildende gelernt wie Projekte geplant, kontrolliert und durchgeführt werden. An einem praktischen Beispiel: Planung eines „Bühnenaufbaus für ein Rockkonzert“ wurden alle wichtigen Schritte der Projektplanung und Ergebnislieferung durchlaufen. Die Projekterarbeitung erfolgte mit einem Bluesheet. Ein Bluesheet repräsentiert eine Anleitung für eine Projektbeschreibung. Damit wird die Visualisierung auf einem großen Poster mit 13 unterschiedlich projektrelevanten Themenfelder möglich. Neben der Visualisierung des Projektrahmens wird mit dieser Methode ein hohes Maß an Synergieeffekten durch Gruppenarbeit erreicht. Außerdem wird die Kooperation innerhalb eines Projektteams gestärkt und die Identifikation mit dem Projekt gefördert. Feld 1, ist der Projekthintergrund. Warum soll das Projekt durchgeführt werden? Feld 2, warum ist das Projekt gerade jetzt wichtig. Feld 3, was hat das Projekt für einen Nutzen? Feld 4, wer ist der Auftraggeber? Feld 5, wer sind die Kunden oder Anwender, die von dem Ergebnis beeinflusst sind oder mit dem Ergebnis arbeiten sollen? Feld 6, ist das Ziel, das zum Ende des Projektes erreicht werden soll. Feld 7, hier wird das Ergebnis präziser beschrieben. Feld 8, hier befinden wir uns bereits mitten im Projekt selbst. Frage, was für Vorgaben bestehen bereits, ist eine Deadline vorhanden, wie hoch ist das Budget, gibt es Schnittstellen? In diesem Feld werden alle Vorgaben, die schon da sind aufgenommen. Feld 9, ist der eigentliche Inhalt des Projektauftrages. Hier werden alle Arbeitspakete und –blöcke festgelegt. In diesem Feld wird mit Post-Its gearbeitet. Vorteil, die Projektteilnehmer können zusammen mit ihrem Team Inhalte ändern, austauschen, neuschreiben und so lange daran arbeiten, bis das Endergebnis steht. Feld 10, welche Personen, Ressourcen und welche Firmen werden als Lieferanten benötigt, damit die Inhalte erstellt werden können? Hier stehen die Parteien fest, die an dem Projekt beteiligt sind. Feld 11, ist der Name des Projektmanagers. Feld 12, steht für Projektrisiken – was kann den Erfolg gefährden? Feld 13, wie viel Geld wird für das Projekt geplant, welcher Zeitrahmen und welcher Aufwand werden benötigt. Damit ist das Bluesheet komplett. Hiermit hatten die Azubis eine gute Grundlage für eine Projektbeschreibung geschaffen. In Einzelarbeit oder in einer reinen Diskussionsrunde hätten die Azubis das Ergebnis in dieser Qualität nicht zustande gebracht. Aber mit der Verwendung eines Posters, das eine Struktur vorgibt und mit Post-Its, die die Ergebnisse festhalten, haben alle immer den aktuellen Arbeitsstand vor Augen. So kann jeder Seminarteilnehmer ergänzen, Beziehungen herstellen oder Ergebnisse hinterfragen. Die Komplexität der Aufgabenstellung wird greifbar und Schritt für Schritt entsteht ein neues Projekt. Der Arbeitskreis Topas plant im kommenden Jahr, dieses Seminar auch für Ausbilder und Betriebsinhaber anzubieten.

TOPAS ist ein freiwilliger Zusammenschluss engagierter Handwerksbetriebe der Region, die motivierten Jugendlichen eine besonders attraktive und zukunftsfähige Ausbildung ermöglichen und somit das Image der Ausbildung im Handwerk grundsätzlich verbessern wollen. Neue Mitgliedsbetriebe sind jederzeit willkommen – Informationen gibt es bei der Kreishandwerkerschaft Waldeck- Frankenberg, Projektbüro TOPAS, Kerstin Herold 05631/ 9535 185 und auf facebook.com/TopAs.WaFkb.

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