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223.000 Hessen arbeiten befristet - Besonders Berufseinsteiger betroffen

Waldeck-Frankenberg(pm). Ausbildungsvertrag in der Hand, aber was kommt danach? Im Landkreis Waldeck-Frankenberg können sich derzeit rund 760 Neu-Azubis über eine Lehrstelle freuen. So viele versorgte Bewerber zählte die Arbeitsagentur zum Start des Ausbildungsjahres. Damit die Karriere auch nach der Abschlussprüfung weitergeht, fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nun bessere Job-Perspektiven für Berufseinsteiger. Eine große Hürde nach der Ausbildung, so die NGG, ist jedoch der Trend zum Job auf Zeit – zur Befristung. Solche „Arbeitsplätze mit Verfallsdatum“ sind nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in der Nahrungs- und Genussmittelbranche besonders verbreitet. Hier sind bundesweit knapp 54 Prozent aller Übernahmen befristet. Ähnlich sieht es bei den Neueinstellungen aus: Hier zählt die Branche mit einer Befristungsquote von 73 Prozent zu den Spitzenreitern. Auch in Hotels und Gaststätten sind diese Arbeitsverträge zum Berufsstart gang und gäbe. Dort sind laut IAB 35 Prozent aller Übernahmen befristet.

Andreas Kampmann, Geschäftsführer der NGG-Region Nord-Mittelhessen, spricht von einer „Unternehmer-Unsitte“: Es könne nicht sein, dass Betriebe trotz Hochkonjunktur in vielen Branchen so stark auf Befristungen setzten. „Wer als Job-Starter eine Familie gründen oder einen Kredit für die Wohnungseinrichtung bekommen will, der braucht einen sicheren Arbeitsplatz und keinen Zitter-Vertrag“, so Kampmann. Dass Berufseinsteiger besonders betroffen sind, zeigt auch die amtliche Statistik. So waren in Hessen im vergangenen Jahr 17 Prozent der 20- bis 30-Jährigen befristet beschäftigt – Azubis nicht mitgerechnet. Das geht aus dem aktuellen Mikrozensus hervor. Danach hatten insgesamt 223.000 Hessen lediglich einen befristeten Arbeitsvertrag – das ist immerhin jeder dreizehnte Beschäftigte. Auf Unternehmer, die darüber klagen, dass sie im Gastgewerbe oder in der Ernährungswirtschaft kaum noch Fachkräfte finden, reagiert Kampmann mit einem Kopfschütteln: „Wer nach der Ausbildung nur einen Vertrag auf Zeit anbietet, der muss sich nicht wundern, dass sich Schulabgänger woanders umsehen.“ Spezialisten von morgen gewinne man nur mit guten Löhnen, attraktiven Arbeitsbedingungen und klaren Karriereperspektiven, so der Gewerkschafter. Befristungen sollten die Ausnahme und nicht die Regel sein. Zu den wirklich zwingenden Gründen einer Befristung gehörten etwa eine Probezeit oder Schwangerschaftsvertretung. „In den Betrieben haben wir es aber immer häufiger mit Befristungen nach dem 08/15-Prinzip zu tun. Jobs auf Zeit werden zur gängigen Praxis“, betont Kampmann. Das Bundesarbeitsministerium plane zwar, solche Arbeitsverhältnisse einzudämmen. Befristungen ohne Sachgrund sollen danach auf 18 Monate begrenzt werden und maximal 2,5 Prozent der Belegschaft betreffen. Allerdings wären nach aktuellem Stand Betriebe mit weniger als 75 Beschäftigten vom Gesetz ausgenommen. „Ein Großteil der Beschäftigten im Gastgewerbe und im Lebensmittelhandwerk hätte davon praktisch nichts“, kritisiert die Gewerkschaft und fordert daher ein vollständiges Verbot der sachgrundlosen Befristung. Dieses soll unabhängig von der Betriebsgröße gelten. Darüber hinaus fordert die NGG eine Aufwertung der Berufsausbildung. „Es sollte auch mit dem Gesellenbrief möglich sein, an der Hochschule zu studieren“, sagt Kampmann. Bisher gibt es die Hochschulreife nur mit dem Abitur. „Viele Branchen wandeln sich mit der Digitalisierung rasant. Das bringt ganz neue Anforderungen an Fachkräfte. Ein Studium nach der Lehre kann enorm helfen, sich für die Wirtschaft 4.0 zu wappnen“, so der Gewerkschafter.

Veröffentlicht in Nachrichten
Donnerstag, 16 August 2018 11:53

FDP Kreisverband wählt einen neuen Vorstand

Korbach(pm). Turnusgemäß wählt der FDP Kreisverband Waldeck-Frankenberg einen neuen Vorstand. Gleichzeitig werden für zwei Jahre auch die Delegierten zu Bezirks- und Landesparteitagen gewählt. Die Veranstaltung findet am Freitag, den 17.8.2018 um 19:00 Uhr im Hotel Touric in Korbach statt. Der Kreisverband zeigt Kontinuität und wird wahrscheinlich auf vielen Positionen seinen bisherigen Vorstand wiederwählen. Auch Kreisvorsitzender Dieter Schütz tritt wieder an. Den Gastvortrag bei diesem von Wahlen geprägten Abend wird der neu in den Bundestag eingezogene MdB Alexander Müller (Rheingau-Taunus) halten.

Tagesordnung

Veröffentlicht in Lokalpolitik
Mittwoch, 15 August 2018 15:14

JULis lehnen Dienstpflicht ab

Waldeck-Frankenberg(pm). Die Jungen Liberalen (JuLis) Waldeck-Frankenberg lehnen die Forderung nach der Einführung einer „Dienstpflicht“ oder einem „verpflichtenden Gesellschaftsjahr“, das alle Schulabgänger entweder bei der Bundeswehr oder in einer sozialen Einrichtung zu absolvieren haben, entschieden ab.

Lukas Stede, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen, erklärt dazu: „Die Dienstpflicht ist kein geeignetes Instrument den Personalnotstand in der Pflege oder die strukturellen Probleme der Bundeswehr zu beheben.“ Ein derartiger Eingriff in die individuellen Freiheitsrechte, so Stede weiter, sei keinesfalls hinnehmbar. Der stellvertretende Kreisvorsitzende, Tobias Schmidt, ergänzt: „Das ist der Versuch, jahrelang verschlafene Reformen auf den Rücken junger Menschen abzuwälzen. Zwang ist hier, wie so oft, nicht der richtige Weg.“ „Laut Zahlen des BMFSFJ engagiert sich mehr als die Hälfte der 14-21 jährigen Jugendlichen ehrenamtlich und das völlig freiwillig und ohne staatliches Zwangskorsett. Besonders bei uns im ländlichen Raum sind viele jugendliche ohnehin ehrenamtlich engagiert, sei es in der Feuerwehr, der Landjugend oder im Sportverein. Man sollte dieses Engagement mehr wertschätzen und fördern, anstatt junge Menschen per Gesetz zum Dienst zu verpflichten”, so Stede abschließend.

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Waldeck-Frankenberg(pm). Wie schon in anderen Regionen geschehen, ist nun auch der Landkreis Waldeck-Frankenberg in Gestalt seiner Unteren Wasserbehörde gezwungen, ein Wasserentnahmeverbot aus Flüssen, Bächen und Seen auszusprechen. Die kurzen Regenfälle der letzten Tage haben nicht ausgereicht, die Auswirkungen der anhaltenden Trockenheit im Landkreis auszugleichen. Längere und ausdauerndere Regenfälle sind nicht in Sicht, so dass die Untere Wasserbehörde nun das Verbot der Wasserentnahme ausspricht.

Erster Kreisbeigeordneter und zuständiger Dezernent Karl-Friedrich Frese erläutert: „Die Gewässer im Landkreis Waldeck-Frankenberg haben sich durch extrem niedrige Wasserstände und geringe Abflussmengen stark aufgeheizt.“ Vor allem in kleineren Gewässern seien die Abflussmengen bedenklich. Als besonders kritisch erachtet die Untere Wasserbehörde die Situation im Oberlauf der Eder; so ist der mittlere Niedrigwasserabfluss am Pegel Auhammer bereits weit unterschritten. Es herrschen lebensbedrohende Zustände für Fische und Wasserorganismen, die durch Wasserentnahmen und sinkende Pegelstände weiter verschlechtert werden. Das soll durch das Entnahmeverbot vermieden werden. Der Landkreis mit seiner Unteren Wasserbehörde weist darauf hin, dass das Verbot auch bei zuvor ausgesprochenen Genehmigungen zur Wasserentnahme greift. Diese Genehmigungen sind mit der Verfügung des Verbots der Wasserentnahme aus Flüssen, Bächen und Seen ausgesetzt. Wer das Verbot nicht einhält, verstößt gegen das Wasserhaushaltsgesetz und begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit hohen Geldbußen geahndet werden kann. Zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt und um ökologische Schäden zu verhindern, sollten alle Bürgerinnen und Bürger sorgsam mit der Ressource Wasser umgehen und sich verantwortungsbewusst verhalten.

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Korbach(ots). Im Jahr 2017 ereigneten sich Hessen rund 150.000 Verkehrsunfälle (3.963 in Waldeck-Frankenberg). Eine der Hauptunfallursachen ist "nicht angepasste Geschwindigkeit". 9.880 Verkehrsunfälle wurden in Hessen auf diese Unfallursache zurückgeführt. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg waren es immerhin 271. Gibt es auch Unfallursachen die zu mehr Verkehrsunfällen führen, wie mangelnder Abstand oder Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren, sind die schwerwiegenden Folgen bei Verkehrsunfällen mit nicht angepasster Geschwindigkeit ungleich höher. Bei den 271 Verkehrsunfällen mit dieser Unfallursache sind im Landkreis Waldeck-Frankenberg 131 Personen verletzt worden, drei getötet.Ziel polizeilicher Arbeit ist, die Unfallzahlen zu senken und die schwerwiegenden Folgen zu verringern. Verkehrskontrollen sind dabei ein probates Mittel.

Hessenweit werden deshalb im Rahmen der Kampagne "Verkehrssicher in Hessen" vermehrt Verkehrskontrollen an Unfallschwerpunkten, an Strecken, die für hohe Geschwindigkeiten bekannt sind oder aber in Bereichen von Schulen und Kindergärten durchgeführt. Daran beteiligen sich auch alle Polizeistationen und der Regionale Verkehrsdienst in Waldeck-Frankenberg. Eine der ersten Kontrollen in dieser Kampagne hat der Regionale Verkehrsdienst gestern Nachmittag an der Ederseerandstraße im Bereich der Taucherbucht durchgeführt. Mit der Radarpistole wurde Geschwindigkeitssünder erfasst und unmittelbar angehalten. Während der 3-stündigen Kontrollzeit herrschte mäßiger Verkehr. 131 Fahrzeuge passierten die Kontrollstelle in Richtung Waldeck-West. 16 davon waren zu schnell. Andre König vom Verkehrsdienst zeigte sich über das Ergebnis zufrieden. "Die Beanstandungsquote ist mit 12,2 % hoch, andererseits war kein besonders schwerer Verstoß dabei. 15 Verkehrsteilnehmer (1 Motorrad und 14 PKW) mussten an Ort und Stelle ein Verwarnungsgeld entrichten. Ein Motorradfahrer aus Weinheim in Baden Württemberg muss mit einer Bußgeldanzeige rechnen. Er war mit 73 km/h statt der erlaubten 50 km/h unterwegs. Er muss mit einem Bußgeld von 70 Euro  und einem Punkt in der Flensburger Kartei rechnen". Andreas Reichart ergänzt: "In den nächsten Wochen werden wir vermehrt auch in der Nähe von Schulen und Kindergärten präsent sein".

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Waldeck-Frankenberg(pm). Aus Sicht der GRÜNEN in Waldeck-Frankenberg ist es ein riesiger Schritt für die Familienfreundlichkeit, dass viele Familien vom 1. August 2018 für die Betreuung ihrer Kinder im Kindergarten für sechs Stunden täglich keine Beiträge mehr bezahlen müssen. „Das Land Hessen ermöglicht es unseren Kommunen durch die Landesförderung, Familien mit Kindergartenkindern finanziell zu entlasten“, erklärt Jürgen Frömmrich, Landtagsabgeordneter aus Frankenberg. „Die Gebühren legen die Kommunen selber fest, daher hängt die konkrete Ersparnis für Eltern von den Gebührensätzen in der jeweiligen Gemeinde ab. In Hessen kann die Entlastung für Eltern rund 5000 Euro über die gesamte Kindergartenzeit betragen. Die Entlastung nutzt allen Familien, weil die Eltern so Beruf und Familie noch besser vereinbaren können und die Kinder eine Betreuung erhalten, die ihnen gute und gerechte Entwicklungschancen garantiert.“



Das Land Hessen bezahlt jeder Gemeinde und Stadt, die sechs Stunden beitragsfreie Kita-Betreuung anbietet, einen Zuschuss von 136 Euro pro Kind, das dort lebt. Hessenweit beteiligen sich bereits jetzt mehr als drei Viertel aller Kommunen an der beitragsfreien Betreuung; die Anmeldefrist für das Angebot des Landes läuft noch. „Wir sind sicher, dass weitere Kommunen von dem Angebot der Landesregierung Gebrauch machen und die Landesförderung beantragen werden. Insgesamt fließen in den nächsten beiden Jahren über 1,5 Milliarden Euro in die Kinderbetreuung – so viel Geld hat noch keine Landesregierung in die Zukunft unserer Kinder investiert“, erklärt Jürgen Frömmrich. Frömmrich weist darauf hin, dass zusätzlich zur Beitragsbefreiung auch die Qualität der Kinderbetreuung weiter verbessert wird. „Für uns GRÜNE ist die Qualität der Betreuung ebenso zentral. Deshalb begrüßen wir es, dass die Landesregierung die entsprechende Qualitätspauschale ebenso erhöht hat und die Kommunen, die nach dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan arbeiten, bis 2020 bis zu 300 Euro pro Kind bekommen.“

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Waldeck-Frankenberg(pm). Die GRÜNEN im Landkreis Waldeck-Frankenberg freuen sich über die Förderung des Landes Hessen für eine bessere Nahmobilität im Landkreis. „Mehr und bessere Rad- und Gehwege sind Voraussetzung für eine erfolgreiche umweltfreundlich Verkehrswende und mehr Klimaschutz. Mit den 2017 vom Land erhaltenen Zuschüssen in Höhe von 773.800 Euro konnten im Landkreis Waldeck-Frankenberg wichtige Projekte angeschoben werden“, erklärte Daniel May als ein für Waldeck-Frankenberg zuständiger Abgeordneter. „Mehr als die Hälfte aller Wege, die wir täglich zurücklegen, sind kürzer als fünf Kilometer – dafür braucht man kein Auto. Radfahren ist gut für Umwelt und Gesundheit. Menschen, die sich viel bewegen, sind gesünder und leben länger.“

Mit den Fördermitteln wurden die Herstellung eines Rad-Gehweges an der L 3382 zw. Battenberg-Kröge und Allendorf-Battenfeld, K 98,der Ausbau der Gehwege in der OD Bottendorf und der Neubau einer Fuß- und Radwegebrücke, "Walkegraben" finanziert. „Unser Ziel ist, Radfahren und zu Fuß gehen sicherer und attraktiver zu machen. Darum werden wir Grüne uns auch zukünftig für den Ausbau von Rad- und Gehwegen einsetzen“, so Daniel May.

Hintergrund
Bis zum Jahr 2022 werden über 60 Radmaßnahmen an Landesstraßen aus der Sanierungsoffensive 2016-2022 der Landesregierung finanziert. Zusätzlich stehen den Landkreisen und Kommunen jährlich sieben Millionen Euro für Rad- und Fußverkehr zur Verfügung. Im Integrierten Klimaschutzplan 2025 des Hessischen Umweltministeriums sind weitere Mittel für den Radwegebau enthalten. Mit der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität und der Nahmobilitätsstrategie des Landes Hessen ist ein Kompetenznetzwerk für Rad- und Fußverkehr entstanden, das drei Jahre nach Gründung bereits mehr als 200 Mitglieder hat.

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Mehr Zeit zum Lernen und für Förderung

Wiesbaden/Waldeck-Frankenberg(pm/nh). „Zum kommenden Schuljahr kommt der Ausbau von Ganztagsschulen in Hessen ein großes Stück voran. Landesweit stehen hierfür 450 zusätzliche Stellen zur Verfügung. Davon profitiert auch der Landkreis Waldeck-Frankenberg", erläutern die GRÜNEN Landtagsabgeordneten Daniel May und Jürgen Frömmich. Für die GRÜNEN sei dabei wichtig, dass die Schulgemeinden gemeinsam mit dem Schulträger vor Ort entscheiden, welche Form von Ganztagsschulen richtig ist sowie zu den Schülerinnen und Schülern und den Wünschen der Eltern passt. „Hier gibt es in Hessen ein breites Spektrum. Von Bildungs- und Betreuungsangeboten bis 14.30 Uhr (Profil 1) oder 17.00 Uhr (Pakt für den Nachmittag) bis hin zu einer rhythmisiert arbeitenden Ganztagsschulen (Profil 3), die auch den Unterricht anders über den Tag verteilt. Die eine Lösung, die für alle passt, gibt es eben nicht. So vielfältig wie die Schülerinnen und Schüler sind, müssen auch die schulischen Angebote sein.“

„Ganztagsschulen bieten mehr Zeit zum Lernen und für die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler. Sie tragen damit wesentlich zu mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen unabhängig vom sozialen Hintergrund oder der Herkunft der Eltern bei. Auch erleichtern Ganztagsschulen für Mütter und Väter die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Daher haben wir seit Beginn der Legislaturperiode des Landtags das Tempo beim Ausbau des Ganztagsschulprogramms verdoppelt und erhöhen zum kommenden Schuljahr die Geschwindigkeit nochmals.“ Wichtig sei den GRÜNEN allerdings, dass alle Formen von Ganztagsschulen auch tatsächlich vom Land gleichberechtigt gefördert werden. „Vor unserer Regierungsbeteiligung gab es Vorbehalte gegen rhythmisierte Ganztagsschulen, an denen der Schulbesuch bis in den Nachmittag hinein verbindlich ist. Mittlerweile werden alle Anträge der Schulträger auf Einrichtung einer solchen Ganztagsschulen vom Land genehmigt. Das ist eine wichtige neue Weichenstellung in der Schulpolitik.“

Schulträger Waldeck-Frankenberg
„In Waldeck Frankenberg profitieren insgesamt 13 Schulen von der Ausweitung des Ganztagsschulprogramms

Gesamtschule Battenberg
Ortenbergschule Frankenberg
Conrelia-Funke-Schule Gemünden
Ederseeschule Herzhausen
Kaulbachschule, Bad Arolsen
MPS Sachsenhausen
Uplandschule Willingen
Burgwaldschuel Frankenberg
Christian-Rauch-Schule, Bad Arolsen
Gustav-Stresemann-Gymnasium Bad Wildungen
Alte Landesschule Korbach

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Landkreis Waldeck-Frankenberg stellt Untersuchung der Universität Siegen vor

Korbach(od). Seite 2009 gilt die UN Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Der erste Kreisbeigeordnte Karl-Friedrich Frese sagte dazu:"Der Landkreis ist verpflichtet, die Behindertenrechtskonvention umzusetzten. Darüber hinaus ist es dem Landkreis ein besonderes Anliegen die Rahmenbedingungen für Menschen mit Beeinträchtigungen zu prüfen und deutlich zu verbessern, denn seit 2014 ist Waldeck-Frankenberg bereits Modellregion Inklusion/Barrierefreiheit." Um dieses Ziel zu ereichen haben Lena Bertelmann und Prof. Dr. Albrecht Rohrmann von der Universität Siegen in einer mehr als zwei Jahre Untersuchung die Inklusion im Landkreis beleuchtet. Der mer als 200 Seiten umfassende Bericht zeigt aktuellen Zustand im Landkreis und macht deutlich, wo es noch Nachholbedarf gibt.

 

Als Grundlage für den Bericht dienten Teilhabeforen, Fragebögen und Sozialraumerkundungen. Mobilität, Bewusstsein und Sensibilität sowie die Infrastruktur sind die Themen, die für die Teilhabe von besonderer Bedeutung sind. Eine sehr hohe Rücklaufquote gab es bei den Frageböge: 18 von 22 Kommunen im Kreis hatten die Fragebögen der Uni beantwortet. Es zeigte sich nach Auswertung der Bögen, dass es lediglich zwei Behindertenbeiräte gibt. In den anderen Kommunen vertreten die Seniorenbeiräte die Interressen der Behinderten. „Eine flächendeckende politische Partizipation der Personengruppe ist somit nicht gegeben“, lautet ein Ergebnis des Berichts. Behinderte Menschen werden oft nur rudimentär an Planungen beteiligt. Oft werden bauliche Veränderungen mit Barriere-Freiht gleich gesetzt. „Aber Barriere-Freiheit stellt noch lange keine Teilhabe her,“ so Prof.Dr. Albrecht Rohrmann.

Mehr Infos und den Bericht der Uni Siegen zum Download gibt unter www.waldecker-land-grenzenlos.de

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Waldeck-Frankenberg(pm/nh). Es gibt einen neuen digitalen Service der GDI Waldeck-Frankenberg: 1.165 Bebauungspläne der Städte und Gemeinden des Landkreises Waldeck-Frankenberg stehen ab sofort zum Download im Internet zur Verfügung. 196 Flächennutzungspläne werden in Kürze folgen. Dies ist das erste und bislang wichtigste Projekt der GDI Waldeck-Frankenberg, einem Zusammenschluss aller 22 Städte und Gemeinden sowie des Landkreises Waldeck-Frankenberg, unterstützt vom Amt für Bodenmanagement Korbach. Bisher haben Städte und Gemeinden die Bauleitpläne in Handarbeit den daran Interessierten zukommen lassen. Planer und Bürger hatten keine Möglichkeit, per Internet auf die Bauleitpläne zuzugreifen.Kommunen haben deshalb bei Nachfragen die Pläne immer kopieren müssen und dann per Post verschickt. Informationen schnell und einfach zur Verfügung zu stellen, ist inzwischen eine der Anforderungen, die an eine moderne Verwaltung gestellt werden. Mit der jetzt installierten Kartenanwendung zu Bebauungsplänen im Internet kommen die Kommunen anderen Verwaltungen, Planern und Architekten, und nicht zuletzt ihren Bürgerinnen und Bürgern entgegen.

Auf dem fünften Kooperationstreffen der GDI Waldeck-Frankenberg Amt für Bodenmanagement Korbach wurde der neue Kartenviewer, der auf der Webseite des Landkreises unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.defrankenberg.de  zu finden ist, den 22 Mitgliedskommunen im Detail vorgestellt. Das Besondere an dieser Anwendung ist, dass neben den Bebauungsplänen auch alle zugehörigen rechtsverbindlichen Informationen gesucht und angezeigt werden. Jede Kommune des Landkreises kann mit dem benutzerfreundlichen Kartenviewer ihre Bebauungspläne auf der eigenen Homepage für jedermann bereitstellen. Die ersten Städte und Gemeinden bieten diesen Service schon bald an. Der Kartenviewer der Kreisverwaltung ist der breiten Öffentlichkeit bereits am 29. Mai 2018 auf dem Hessentag präsentiert worden. Ziel der GDI Waldeck-Frankenberg ist es, in naher Zukunft sämtliche aktuellen Bebauungspläne digital im Internet vorzuhalten. Ein entsprechendes Konzept zur laufenden Aktualisierung hat die GDI Waldeck-Frankenberg gemeinsam mit der GDI Nordosthessen, einem Zusammenschluss der Landkreise Schwalm-Eder, Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg, bereits erarbeitet. Damit wird sichergestellt, dass auch neu beschlossene Bebauungspläne zeitnah im Internet abrufbar sind. Mit der Online-Bereitstellung der Bebauungspläne ist ein wichtiger Meilenstein erreicht worden. In mehreren Arbeitsgruppen arbeitet die GDI Waldeck-Frankenberg bereits an den nächsten Projekten, um räumlich verteilt liegende Daten zu den Themen Infrastruktur, Tourismus oder Mobilität verfügbar zu machen. Der nächste große Schritt ist der Aufbau eines nordhessischen Geoportals, gemeinsam mit der GDI Nordosthessen. Damit werden die Geodaten im Internet an einer Stelle gebündelt und zugänglich gemacht. „Die kommunalen Verwaltungen haben ein ausgesprochen vielfältiges Aufgabenspektrum. Wir sind immer auf der Suche danach, unsere Aufgaben gleichzeitig effizient und bürgerfreundlich zu gestalten“, erklären Landrat Dr. Reinhard Kubat und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese gemeinsam. Das Amt für Bodenmanagement Korbach habe den Vorschlag gemacht, eine eigene regionale Geodateninfrastruktur aufzubauen, um den steigenden Anforderungen an eine Verwaltung auch in einer digitalen Zukunft gerecht zu werden. Diese Idee habe alle 22 Kommunen und die Kreisverwaltung überzeugt. Die GDI spare Zeit und Geld, erklärt Baudezernent Frese. Zeit, da die Daten von einer Stelle aktuell gehalten werden und jederzeit verfügbar seien. Die Sachbearbeitung werde dadurch beschleunigt, Vertretungen könnten ohne Informationsverluste sichergestellt werden. Geld, da Doppelarbeit vermieden werde und durch gemeinsame Ausschreibungen deutlich bessere Preise erzielt werden könnten. Außerdem werde die Qualität der zur Verfügung gestellten Daten deutlich gesteigert: alle Daten sind von den Kommunen und den Fachleuten des AfB Korbach auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft, die Bereitstellung der Daten auf dem Geoserver wird von einer am Markt ausgewiesenen Spitzenfirma, der brainSCC aus Merseburg bei Leipzig, sichergestellt. „Damit sind wir alle Gewinner der Geodateninfrastruktur“, so Frese weiter.

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