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Bad Wildungen(pm). Der 3. August war ein besonderer Tag für Nationalpark-Ranger Friedhelm Kümmel. Nationalparkleiter Manfred Bauer überreichte dem fünfundfünfzigjährigen Frankenauer die Urkunde zum 40-jährigen Dienstjubiläum und dankte ihm für sein langjähriges Engagement. 40 Jahre Zugehörigkeit zu einem Arbeitgeber, das ist dieser Tage etwas Besonderes. Nationalparkleiter Manfred Bauer würdigte diese Zeit, aber vor allem die tatkräftige Mithilfe in der Aufbauphase des einzigen hessischen Nationalparks: „Friedhelm Kümmel ist schon seit über 13 Jahren Nationalpark-Mitarbeiter und gehört damit zu den Männern der ersten Stunde. Ich bedanke mich bei ihm recht herzlich für seinen unermüdlichen Einsatz“.

Friedhelm Kümmel ist ein echtes Kind der Region. Am 27. März 1963 in Frankenau geboren, besuchte er dort auch die Schule. Er hatte von jeher Freude, sich in der Natur aufzuhalten. Mit fünfzehn Jahren beschloss er deshalb, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und ebenfalls Forstwirt zu werden. Seine dreijährige Ausbildung begann Friedhelm Kümmel am 1. August 1978 im damaligen Forstamt Edertal, die er Ende Mai 1981 erfolgreich abschloss. Vom 3. Oktober 1983 bis zum 31. Dezember 1984 folgte der Wehrdienst. Friedhelm Kümmel, der auch Frankenauer Platt schwatzen kann, blieb der Region verbunden und leistete seine Zeit in der Heeresfliegerstaffel 365 in Fritzlar ab. Nach dem Wehrdienst kehrte er ins Forstamt Edertal zurück. Zum 1. März 2005 wurde Friedhelm Kümmel zum Nationalpark Kellerwald-Edersee versetzt. Dass Buchengroßschutzgebiet war erst vor Kurzem, zum 1.04.2004 ausgewiesen worden, und steckte sozusagen noch in den Kinderschuhen. Ranger Friedhelm Kümmel gehört damit zu denjenigen Nationalpark-MitarbeiterInnen, die die Aufbauphase einer Nationalparkverwaltung und Schutzgebietsentwicklung hautnah miterlebt und vor allem praktisch tatkräftig mitgestaltet haben, beispielsweise bei der Ausschilderung von Rad- und Wanderwegen, die Nationalparkbesuchern auch ohne Karte eine Orientierung im Nationalpark sowie ein abwechslungsreiches Naturerleben ermöglicht. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt lag auf dem Abbau des sog. Umfanggatters, das im Jahr 1894 zur Wildschadensabwehr errichtet worden war. Außerdem wurden zahlreiche weitere Spuren menschlicher Nutzung des ehemaligen Wildschutzgebietes wie z.B. Innengatter oder Heuschuppen mit dem Ziel beseitigt, der Natur in den ausgewiesenen Entwicklungszonen aktiv unter die Arme zu greifen und sie später in die sog. Prozessschutzfläche überführen zu können, in die der Mensch nicht mehr eingreift und sich die Natur ganz im Sinne der Nationalpark-Philosophie frei entwickeln kann. Unterstützt wurden die Ranger bei diesen Arbeiten durch regelmäßige Arbeitseinsätze freiwilliger Helfer aus der Umgebung, beispielsweise der Kegelbergschule oder der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg, aber auch durch überregional tätige Gruppen wie dem Bergwaldprojekt. Insbesondere diese Tätigkeiten bereiteten Friedhelm Kümmel immer große Freude – spannende Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen und mit diesen gemeinsam praktische Arbeiten im Wald, in der Natur durchzuführen. Der Kontakt zu den Menschen, gleich ob Einheimischer oder Urlaubsgast, gefiel ihm auch beim Ranging, wenn sich die Ranger – zu Fuß oder auf dem Fahrrad im Schutzgebiet unterwegs sind, um Nationalparkbesucher mit Rat und Tat zur Seite zu stehen oder sie z.B. auf das Wegegebot im Nationalpark hinzuweisen.

Big Green Weekend 2011

 

Bei einem Sturm fielen zahlreiche Fichten aus dem benachbarten Wald auf die Freifläche des Fahrentrieschs. Diese geworfenen Fichten am Rande der alten Hutefläche sollten entfernt werden, damit die Schafbeweidung wieder aufgenommen werden und die charakteristische Landschaft des Fahrentriesch erhalten werden konnte. Dabei wurden Ranger Friedhelm Kümmel und Ralf Finke mit seinen Rückepferden tatkräftig von Freiwilligen der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg unterstützt. Friedhelm Kümmel links im Bild. Foto: Nationalpark Kellerwald-Edersee

Für Friedhelm Kümmel ist es immer interessant, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen – auch wenn sie vielleicht Kritik äußern-, den seiner Erfahrung nach ist ein offener Austausch enorm wichtig: nicht nur als Aufklärung, sondern insbesondere auch für das gegenseitige Verständnis, um ggf. den Anstoß für Veränderungen zu geben. Obwohl Friedhelm Kümmel gerne mit Menschen in einen Dialog tritt, hat er an Tätigkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit, wie z.B. die Betreuung eines Infostandes auf der Kasseler Frühjahrsmesse, nicht sein Herz verloren. Er bevorzugt praktische, tatkräftige Managementtätigkeiten im Schutzgebiet selbst. Dabei kam ihm auch die Fortbildung zum Geprüften Natur- und Landschaftspfleger zugute, die er 1999 erfolgreich abschloss. Eine weitere Zusatzqualifikation ist die Ausbildung zum Hilfspolizeibeamten, die er am 21.03.2013 ebenfalls erfolgreich absolvierte.

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Dienstag, 14 August 2018 16:05

Vielfältige Touren in den Nationalpark

 In die Jagdreviere der Fledermäuse – Familienradtour – Mit dem Rolli zum Hagenstein – Baumarten im Nationalpark entdecken

 Bad Wildungen(pm). Der Nationalpark Kellerwald-Edersee lädt mit vielfältigen Angeboten in das Reich der urigen Buchen ein. Ob eine Exkursion zu den Fledermäusen, eine Familienradtour, eine barrierefreie Führung zum Hagenstein oder eine Themenwanderung zu den verschiedenen Baumarten im einzigen Nationalpark Hessens – das Großschutzgebiet lockt zu abwechslungsreichen Aktivitäten in die werdende Wildnis.

 Jäger der Nacht

Vöhl-Schmittlotheim. Am Donnerstag, 23. August, können große und kleine Abenteurer Nationalpark-Ranger Volker Nagel ab 20:30 Uhr auf eine zweieinhalbstündige Exkursion zu den Fledermäusen und ihren Jagdrevieren ins Reich der urigen Buchen begleiten. Treffpunkt ist der Nationalpark-Eingang Elsebach in Schmittlotheim. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Vöhl-Schmittlotheim, Elsebach aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Die kostenfreie Führung ist auch für Rollstuhlfahrer und Kinder geeignet. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist führend in der Fledermausforschung. Seine alten und höhlenreichen Laubbaumbestände mit entsprechend hohem Totholzanteil bieten ideale Lebensbedingungen für Fledermäuse. Ranger Volker Nagel wird die nachtaktiven kleinen Säuger mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern seiner Tour beobachten und über die vielfältigen Strukturen des Fledermauslebensraums im Buchengroßschutzgebiet informieren.

 Familienradtour in den Nationalpark

Frankenau. Auf zwei Rädern in den Nationalpark: Am Samstag, 25. August, lädt Nationalpark-Ranger Alexander Backhaus zu einer dreistündigen Fahrradtour in das Reich der urigen Buchen ein. Treffpunkt ist um 15:00 Uhr der Nationalpark-Eingang KellerwaldUhr bei Frankenau. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle KellerwaldUhr aus. Die Strecke weist leichte Steigungen auf, ist aber für Kinder ab acht Jahren geeignet. Für die Teilnehmer gilt Helmpflicht. Mitzubringen sind neben dem eigenen Rad auch Rucksackverpflegung sowie Erfrischungsgetränke. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme kostenfrei.

Mit Rolli und Kinderwagen zum Hagenstein

Vöhl-Herzhausen. Barrierefreie Tour in den Nationalpark: Am Sonntag, 26. August, lädt Nationalpark-Führer Hermann Sonderhüsken zu einer spannenden Exkursion in den Nationalpark ein. Der aktive Rollstuhlfahrer wird während der zweistündigen, kostenfreien Tour, die ausdrücklich für aktive Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen geeignet ist, die Geschichte des Hagensteins thematisieren. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr das NationalparkZentrum Kellerwald, Weg zur Wildnis 1, in Herzhausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen NationalparkZentrum aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Eine Anmeldung ist bis Donnerstag, 23. August, telefonisch unter 05621-75249-0 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erforderlich. Teilnehmer denken bitte an wetterangepasste Kleidung sowie Erfrischungsgetränke. Wanderparkplatz am Nationalpark-Eingang Himmelsbreite oberhalb des NationalparkZentrums Kellerwald wird speziell für Rollstuhlfahrer vorgehalten. Ausgehend von dort führt ein rollitauglicher Weg zum rund 1,2 Kilometer entfernten Aussichtspunkt am Hagenstein, der sogenannten Loreley des Edertals. Eine naturnah gestaltete Aussichtsplattform ermöglicht auch Rollifahrern und Familien mit Kinderwagen den grandiosen Blick ins Edertal. Zurück im NationalparkZentrum Kellerwald ist eine Einkehr im hauseigenen Restaurant und Nationalpark-Partner GastRaum oder ein Einkauf im NationalparkShop möglich. In der multimedialen Erlebnisausstellung des NationalparkZentrums Kellerwald gibt es weitere Schätze des Nationalparks spielerisch zu entdecken.

Baumarten im Nationalpark

Edertal-Hemfurth. Zu einer Themenwanderung unter dem Titel „Baumarten im Nationalpark“ lädt Nationalpark-Führer Hans-Dieter Heun am Sonntag, 26. August, von 10:00 bis 14:00 Uhr ein. Treffpunkt zu der vierstündigen, kostenfreien Tour ist der Nationalpark-Eingang Peterskopf in Hemfurth. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Edertal Dornröschenhöh aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Eine Anmeldung zu dieser Führung ist nicht erforderlich, sodass sich auch Kurzentschlossene spontan anschließen können. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung, Erfrischungsgetränke und Rucksackverpflegung für kleine Pausen unterwegs. Die Wälder im Nationalpark Kellerwald-Edersee gehören zu den ausgedehntesten bodensauren Buchenwäldern des Mittelgebirges über Schiefer und Grauwacke. Sie zeichnen sich durch ihre Naturnähe sowie einen überdurchschnittlich hohen Altholzanteil mit Urwaldrelikten aus. Neben der Buche gibt es jedoch auch zahlreiche weitere Baumarten in Hessens einzigem Nationalpark zu entdecken. Welche? Dieser Frage spürt Hans-Dieter Heun gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern seiner botanischen Wanderung nach.

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Mittwoch, 08 August 2018 11:29

Fledermauserlebnisabend mit der NAJU

Diashow im NationalparkZentrum – Exkursion in die Jagdreviere der Fledermäuse

 

Bad Wildungen/ Vöhl-Herzhausen(pm). Alle Fledermausfans aufgepasst: am Freitag, den 17. August, veranstaltet das Team des NationalparkZentrums Kellerwald gemeinsam mit der Naturschutzjugend (NAJU) Frankenberg von 19:30 bis 21:30 Uhr einen spannenden Fledermauserlebnisabend. Treffpunkt ist das NationalparkZentrum Kellerwald, Weg zur Wildnis 1 in Vöhl-Herzhausen. An eine einleitende Diashow schließen sich Erlebnisspiele sowie eine Exkursion in die Jagdreviere der Fledermäuse an. Es ist weder ein Mindestalter noch eine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme kostenfrei. Die Veranstaltung ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

Fast unsichtbar fliegen sie durch Dämmerung und Nacht, nur aus dem Augenwinkel sieht man ihren Schatten: Fledermäuse. Seit jeher faszinieren sie die Menschen. Wer die Flugsäuger einmal live erleben und mehr über sie erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, sich schon jetzt Freitag, den 17. August, im Kalender vormerken und den gemeinsamen Fledermauserlebnisabend von NationalparkZentrum Kellerwald und NAJU Frankenberg zu besuchen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen NationalparkZentrum aus und folgend der Beschilderung zum Treffpunkt. Frank Seumer, 1. Vorsitzender der NAJU Frankenberg, gestaltet gemeinsam mit seinem Team die abwechslungsreiche Abendveranstaltung, die neben einer einführenden Diashow auch Mitmachaktionen sowie eine Exkursion in die Jagdreviere der Fledermäuse am nahgelegenen Teichmannsee beinhaltet. Der ca. 60-minütige Bildvortrag stellt die Fledermausarten im Landkreis Waldeck-Frankenberg vor. Welche Arten gibt es und wie sehen die Lebensräume aus? Fressen Fledermäuse auch Beeren oder ernähren sie sich ausschließlich von Insekten? Wie funktioniert die Orientierung mithilfe von Ultraschallwellen? Spannende Fragen, die die Experten des NAJU-Teams gerne auflösen werden. Außerdem werden sie den Bereich der Mythologie streifen und erklären, warum die harmlosen und friedfertigen Säugetiere im Mittelalter als Dämonen verteufelt wurden. Bei den darauffolgenden Mitmachaktionen können sich sowohl junge als auch erwachsene Fledermausfans gleichermaßen in die faszinierenden Flugakrobaten versetzen und in die Welt der Fledermäuse eintauchen. Anhand von Fledermauspräparaten können sie die verschiedenen Arten aus nächster Nähe betrachten und lernen, sie aufgrund von Erkennungsmerkmalen voneinander zu unterscheiden. Anschließend geht es gemeinsam zum nahgelegenen Teichmannsee, um dort mit Schweinwerfern, Ultraschalldetektoren und etwas Glück Wasserfledermäuse zu beobachten.

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Mittwoch, 08 August 2018 09:29

Weltnaturerbe, urige Pfade, Ruhe

Niederländische Welterbe-Tour – Auf historischer Spurensuche – Einsamkeit in alten Buchenwäldern

 Bad Wildungen(pm). Weltnaturerbe, urige Pfade, Ruhe: Die drei Besonderheiten im Großschutzgebiet zu entdecken, dazu lädt der Nationalpark Kellerwald-Edersee Mitte August herzlich ein. Die Führung zum UNESCO-Weltnaturerbe mit Muttersprachler Peter Jan Viseee findet in niederländischer Sprache statt. Nationalpark-Führer Hans-Jürgen Matznohr zeigt mit den Hügelgräbern kulturhistorische Spuren im Reich der urigen Buchen auf. Und Ranger Hermann Bieber nimmt Interessierte mit auf einsame und ruhige Wanderwege rund um den Dicken Kopf.

 Führung in niederländischer Sprache: UNESCO-Wereldnatuurerfgoed

Asel-Süd. Peter Jan Visee lädt am Dienstag, den 14. August, zu einer Exkursion in das faszinierende Weltnaturerbegebiet des Nationalparks ein. Der zertifizierte Natur- und Landschaftsführer begibt sich mit Wildnisliebhabern auf eine dreieinhalbstündige Entdeckungstour zum Thema UNESCO-Weltnaturerbe. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme kostenfrei. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr der Nationalpark-Eingang Asel-Süd. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Vöhl-Asel, Süd aus. Für die Wanderung ist festes Schuhwerk erforderlich. Teilnehmer denken bitte auch an Erfrischungsgetränke. Dieses Angebot richtet sich besonders an niederländische Feriengäste. Es ist jedoch jeder Interessierte herzlich eingeladen, sich der Führung anzuschließen. Buchenwälder erscheinen Einwohner Deutschlands und besonders Bewohnern des waldreichen Hessens als etwas ganz Alltägliches. Vor sieben Jahren wurden fünf Buchenwaldgebiete in Deutschland als UNESCO-Weltnaturerbe geadelt – auch Teilbereiche des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Die bisherige Weltnaturerbe-Stätte mit Teilgebieten in der Ukraine, Slowakei und Deutschland wurde im Juli 2017 in Krakau durch die Entscheidung des UNESCO-Welterbekomitees um 63 Teilgebiete in zehn Ländern erweitert. Diese Gebiete befinden sich in Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Slowenien, Spanien und der Ukraine. Somit ist das erweiterte UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ die größte serielle, transnationale Weltnaturerbe-Stätte, die international seinesgleichen sucht. Was ist aber das Besondere an diesen Buchenwäldern, sodass die ganze Welt auf sie schaut? Von Asel-Süd aus begeben sich die Teilnehmer zu den Steilhängen des Ringelsbergs, bei deren Anblick die Besucher ahnen, was Urwald in Deutschland bedeutet. Anhand der verschiedenen Standortbedingungen entlang der Strecke zeigt Peter Jan Visee auf, welche ökologische Potenz die Buche besitzt und wo sie ihre Grenzen erreicht. Welche Rolle spielte die Rotbuche in der Geschichte Mitteleuropas? Was unterscheidet den Kellerwald von den Wäldern der anderen Welterbegebiete? Diese und zahlreiche weitere spannende Fragen beantwortet der zertifizierte Natur- und Landschaftsführer Peter Jan Visee während der Führung.

Hügelgräber im Nationalpark – eine Spurensuche

Vöhl-Harbshausen. Am Samstag, den 18. August, nimmt Nationalpark-Führer Hans-Jürgen Matznohr die Teilnehmer seiner kulturhistorischen Wanderung mit auf eine spannende Spurensuche zu den Hügelgräbern im Großschutzgebiet. Treffpunkt zur kostenfreien, vierstündigen Führung ist um 10:00 Uhr der Nationalpark-Eingang Himmelsbreite in Vöhl-Harbshausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Harbshausen aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Die Tour führt vom Nationalpark-Eingang Himmelsbreite über den Brückengrundsteig zur Hagenstein-Aussicht und weiter zur Wannewiese. Von dort geht es auf der Ringelsberg-Route hinein ins das UNESCO-Weltnaturerbe. Auf diesem Wegeabschnitt wird Nationalpark-Führer Hans-Jürgen Matznohr die Teilnehmer zu einem prähistorischen Hügelgrab führen, das aus der Übergangszeit von der Bronze- zur Eisenzeit stammt. Es ist ein Stück Geschichte im Nationalpark und lädt dazu ein, aus der werdenden Wildnis in längst vergangene Zeiten zurückzublicken und Spannendes aus diesen zu erfahren. Die Wanderung eignet sich auch für Kurzentschlossene, da keine Anmeldung erforderlich ist. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung, Erfrischungsgetränke sowie Rucksackverpflegung für kleine Pausen zwischendurch.

 Rangerwanderung – Die Wanderwege, -pfade, -steige des Nationalparks

Edertal-Kleinern. Sommerwanderung auf der Dicker Kopf-Route: Dazu lädt Nationalpark-Ranger Hermann Bieber am Sonntag, den 19. August, ein. Treffpunkt zur dreieinhalbstündigen Tour ist um 10:00 Uhr der Nationalpark-Eingang Trifthütte in Kleinern. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Edertal-Kleinern, Wesetalstraße aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Die Wanderwege, -pfade und -steige des Nationalparks Kellerwald-Edersee werden Thema der kostenfreien Führung sein. Die Strecke führt ausgehend vom Treffpunkt ein Stück durch das kleinersche Feld und über den Lingertannenweg zum Tannendriesch. Von dort geht es hinauf zum Hochspeicherbecken, vorbei an der Friedrichshütte und über das Heimbachtal hinunter zurück zum Ausgangspunkt. Dabei wird das Hochplateau des 607 Meter hohen Dicken Kopfs umrundet. Die Tour besticht vor allem durch ihre besondere Ruhe und Einsamkeit, die Wanderfreunde hier in großen Teilen finden. Zudem sind zahlreiche Aspekte der alten Buchenwälder zu sehen, auf die Ranger Hermann Bieber aufmerksam machen wird. Teilnehmer denken bitte an wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk und Erfrischungsgetränke für kleine Pausen unterwegs.

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Führung in niederländischer Sprache und für 50 plus-Wanderer – Fledermaustour und Übernachtung in der Wildnis

Bad Wildungen(pm). Tagsüber im Nationalpark auf Entdeckungstour gehen oder aber das nächtliche Treiben im Reich der urigen Buchen erleben: Beides ist in der zweiten Augustwoche möglich – während einer niederländischen Führung auf den Spuren der Wildkatze, einer abendlichen Fledermaus-Exkursion, einer Wildnisnacht im Nationalpark oder einer 50 plus Wanderung.

Führung in niederländischer Sprache: Het spoor van de wilde kat volgen

Vöhl-Herzhausen. Unter dem Motto „Den Spuren der Wildkatze folgen“ bietet Nationalpark-Führerin Rita Wilhelmi am Dienstag, 7. August, eine spannende Exkursion für die ganze Familie mit Aktionen und Spielen in niederländischer Sprache an. Treffpunkt ist um 13:30 Uhr das NationalparkZentrum Kellerwald, Weg zur Wildnis 1, in 34516 Vöhl-Herzhausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen, NationalparkZentrum aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme kostenfrei. Die dreieinhalbstündige Tour im Nationalpark Kellerwald-Edersee führt über urige Pfade. Mitzubringen sind festes Schuhwerk sowie Erfrischungsgetränke. Dieses Angebot richtet sich vor allem an niederländische Feriengäste. Jeder Interessierte ist jedoch herzlich eingeladen, sich der Gruppe anzuschließen. Die Wanderung ist für jede Altersgruppe geeignet. Die Tour steht ganz im Zeichen der Wildkatze, die in der Kellerwald-Region als ausgestorben galt und nach über 60 Jahren auf leisen Pfoten zurückgekehrt ist. Nationalpark-Führerin Rita Wilhelmi begibt sich mit den Teilnehmern auf die Spuren dieser scheuen Waldbewohnerin. Woran können Nationalparkbesucher erkennen, ob sie einen streunenden „Stubentiger“ oder mit viel Glück eine Wildkatze beobachtet haben? Warum fühlt sich die heimliche Waldbewohnerin in der werdenden Wildnis des Großschutzgebietes so wohl? Und welche Bewandtnis haben mit Baldrian getränkte Holzstöcke im Nationalpark? Spannende Fragen, denen die zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin Rita Wilhelmi gemeinsam mit den Teilnehmern nachgehen wird. Außerdem bereitet sie zahlreiche Spiele vor, die den Lebensraum einer Wildkatze verdeutlichen oder erklären, warum diese selten von Wanderern beobachtet werden kann. Die Spiele und eine kleine Überraschung bereiten viel Freude – auch für erwachsene Teilnehmer. Die Streckenlänge der Rundtour beträgt circa sechs Kilometer. Die Tour führt die Teilnehmer über die Hagenstein-Route, die durch ihre besondere Schönheit der Urwaldrelikte begeistert. Gerade die Urwaldrelikte bestechen durch ihre bizarren und urtümlichen Formen und lassen jedes Fotografenherz höher schlagen. Der Brückengrundsteig führt die Teilnehmer an manchen Stellen über Stock und Stein. Die Wanderer begegnen hier der werdenden Wildnis des Kellerwalds und können die Nationalparkphilosophie „Natur Natur sein lassen“ unmittelbar erleben. Über den Steig gelangen die Teilnehmer zurück zum Ausgangspunkt.

 Jäger der Nacht

Frankenau-Altenlotheim. Große und kleine Abenteurer können am Mittwoch, 8. August, Nationalpark-Ranger Volker Nagel ab 20:30 Uhr auf eine zweieinhalbstündige Exkursion zu den Fledermäusen und ihren Jagdrevieren ins Reich der urigen Buchen begleiten. Treffpunkt ist der Nationalpark-Eingang Koppe in Altenlotheim. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Frankenau-Altenlotheim aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist führend in der Fledermausforschung. Seine alten und höhlenreichen Laubbaumbestände mit entsprechend hohem Totholzanteil bieten ideale Lebensbedingungen für Fledermäuse. Ranger Volker Nagel wird die nachtaktiven kleinen Säuger mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern seiner Tour beobachten und über die vielfältigen Strukturen des Fledermauslebensraums im Buchengroßschutzgebiet informieren. Die kostenfreie Führung ist auch für Rollstuhlfahrer und Kinder geeignet. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung.

Wildnisnacht im Nationalpark

Edertal-Hemfurth. Abenddämmerung im Buchenmeer: Zur Wildnisnacht von Donnerstag, 9. August, auf Freitag, 10. August, laden die beiden Ranger Stefanie Schaub und Sven Polchow in den Nationalpark Kellerwald-Edersee ein. Wenn Fuchs und Kauz erwachen, gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit den Rangern hinaus, um den Wald in den Abend-, Nacht- und Morgenstunden zu erleben – ein spannendes Abenteuer für Groß und Klein. Eine Übernachtung im Reich der urigen Buchen: Was sonst im Nationalpark nicht erlaubt ist, wird bei der Wildnisnacht mit den Rangern möglich. Ein knackender Ast hier, ein frischer Luftzug dort: Die Teilnehmer entdecken den Zauber der Nachtgeräusche und die Geborgenheit der Dunkelheit ganz neu. Schlafen im Schutz der Bäume ist unbedingt erlaub. Das besondere Naturerlebnis beginnt am Donnerstag um 10:00 Uhr und endet um 17:00 Uhr am Folgetag. Treffpunkt ist die WildnisSchule am WildtierPark Edersee (Am Bericher Holz 1) in Hemfurth. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Edertal-Hemfurth, Wildpark aus. Anmeldungen sind bis Dienstag, den 7. August, unter der Telefonnummer 05621-75249-0 erforderlich. Das Mindestalter der Kinder beträgt sechs Jahre. Eine Teilnahme ist nur in Begleitung eines Erwachsenen möglich. Schnell sein, lohnt sich! Denn es können maximal 16 Personen teilnehmen. Schlafsäcke, Isomatten, Planen und Rucksäcke werden von der WildnisSchule gestellt. Die Kosten belaufen sich auf 20 Euro pro Kind und 40 Euro pro Erwachsenem – inklusive Verpflegung.

 50 plus – Exkursion für Wanderer in den „besten“ Jahren

Vöhl-Herzhausen. Über Stock und Stein sowie verwunschene Pfade: Zu einer abwechslungsreichen Wanderung für Teilnehmer in den „besten“ Jahren lädt Nationalpark-Ranger Uwe Schäfer am Samstag, 11. August, von 13:00 bis 17:30 Uhr ein. Treffpunkt zur dreieinhalbstündigen 50 plus-Tour ist das NationalparkZentrum Kellerwald, Weg zur Wildnis 1, in Vöhl-Herzhausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen, NationalparkZentrum aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Zusammen mit Uwe Schäfer erkunden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Berge und Täler, tauchen ein in das Reich der urigen Buchen und lassen sich von der Natur bereichern. Eine Anmeldung zur kostenfreien Wanderung „50 plus“ ist bis Donnerstag, 9. August telefonisch unter 05621-75349-0 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erforderlich. Teilnehmer denken bitte an wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk sowie Erfrischungsgetränke.

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Die Natur des Nationalparks lädt auf vielfältige Weise zum Entdecken ein

 Bad Wildungen(pm). Spannende Kinderferientage, abwechslungsreiche Rangerwanderungen und ein lauschiger Lagerfeuerabend: Zum Ende der hessischen Sommerferien hat der Nationalpark Kellerwald-Edersee noch einmal einen prall gefüllten Veranstaltungskalender. Das vielfältige Programm lädt zum Entdecken der Flora und Fauna im Reich der urigen Buchen ein. Auch für niederländische Feriengäste wird eine Führung zur Quernst angeboten.

 Führung in niederländischer Sprache: Quernst – Met het hele gezin de wildernis in wording beleven

Frankenau. Niederländische Führung zur Quernst: Mit Nationalpark-Führerin Rita Wilhelmi geht es am Dienstag, 31. Juli, um 10:00 Uhr auf eine dreistündige Entdeckungsreisen in den Nationalpark Kellerwald-Edersee. Die Wanderung mit zahlreichen Aktionen und Spielen für die ganze Familie startet am Nationalpark-Eingang KellerwaldUhr. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der AST-Haltestelle Frankenau KellerwaldUhr aus. Die Exkursion wird in niederländischer Sprache insbesondere für die Feriengäste aus dem Nachbarland angeboten. Es ist aber jeder Interessierte herzlich eingeladen, sich der Führung anzuschließen. Die Teilnahme ist kostenfrei und es ist keine Anmeldung erforderlich. Wanderer denken bitte an festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung sowie Erfrischungsgetränke. Die Exkursionen eignen sich aufgrund der Strecke nicht für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen, wohl aber für Kinder. Auf dem Weg zur Quernst-Kapelle erleben die Teilnehmer der niederländischen Tour die Faszination der werdenden Wildnis. An einigen Stellen eröffnen sich den Wanderern wunderschöne Ausblicke.

 

Ferien-Forschertag mit dem Ranger

Vöhl-Herzhausen. Ein spannender Ferien-Forschertag unter dem Motto „Auf der Suche nach dem Waldwichtel“ findet am Dienstag, 31. Juli, von 10:00 bis 16:00 Uhr mit Nationalpark-Ranger Uwe Schäfer statt. Abwechslungsreiche Mitmachaktionen werden die Lust bei den teilnehmenden Kindern wecken, die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu erforschen. Unter den markanten Wurzeln der urigen Buchen im Nationalpark machen sie sich unter anderem auf die Suche nach ihren ganz eigenen Waldwichteln. Haben Sie ihn gefunden, können sie ihn mit wasserlöslichen Naturfarben bunt bemalen. Zum Ferien-Forschertag für kleine Entdecker können sich Mädchen und Jungen ab acht Jahren anmelden. Insgesamt können zwölf Kinder teilnehmen. Treffpunkt ist am NationalparkZentrum Kellerwald (Weg zur Wildnis 1, 34516 Vöhl-Herzhausen). Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Eine Anmeldung ist bis spätestens Freitag, 28. Juli, telefonisch unter 05635-992781 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 5,20 Euro pro Kind. Mitzubringen sind Rucksackverpflegung, Erfrischungsgetränke, wetterfeste Kleidung sowie festes Schuhwerk.

 Kinderferientag: Bilche – Kobolde der Nacht

Vöhl-Herzhausen. Ob Siebenschläfer, Gartenschläfer oder Haselmaus: Sie alle gehören zur Familie der Bilche. Um diese Kobolde der Nacht wird sich der Kinderferientag am Mittwoch, 1. August, von 10:00 bis 16:00 Uhr mit Günter Hoenselaar aus der Forschungsabteilung des Nationalparkamtes drehen. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr das NationalparkZentrum Kellerwald (Weg zur Wildnis 1) in Vöhl-Herzhausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Bilche sind kleine und muntere Gesellen, die gerne Verstecken spielen. Die Kinder machen sich auf die Suche nach den kleinen Nagetieren. Gemeinsam mit Günter Hoenselaar gehen sie auf Spurensuche. Er führt sie zu den Forscherstationen am Hagenstein, wo sie nachschauen, ob sich hinter den Klappen der Nistkästen ein Bilch verbirgt. Hin und wieder nutzen sie die Kästen als Unterkünfte. Aber auch in den zahlreichen Baumhöhlen im Reich der urigen Buchen kann sich ein Bilch verstecken. Es gilt also aufmerksam zu sein und die Augen offen zu halten. Das Mindestalter der Kinder zur Teilnahme am kostenfreien Kinderferientag beträgt 8 Jahre. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Kinder begrenzt. Schnell sein lohnt sich also: Anmeldung bitte telefonisch unter 05635-992781 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 Bruder Sonne, Schwester Mond – Auf den Spuren von Franz von Assisi

Waldeck-Scheid. Am Donnerstag, 2. August, laden der Religionspädagoge Peter Dietrich sowie die Ranger Joachim Reinhardt und Bernd Schenk zu einer ganz besonderen, fünfstündigen Naturerlebnisreise in den Nationalpark Kellerwald-Edersee ein. Diese beginnt um 8:30 Uhr mit einer circa fünfzehnminütigen Fährfahrt von der Halbinsel Scheid an das gegenüberliegende Seeufer. Treffpunkt ist die Halbinsel-Scheid, Kirche im Grünen, Ederseestraße 32. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei. Für die Fährfahrt wird ein Kostenbeitrag von 5 Euro pro Person erhoben. Eine Anmeldung ist bis Dienstag, 31. Juli, telefonisch unter 05621-75249-0 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erforderlich. Die Erlebnisreise ist geeignet für unterschiedliche Altersgruppen. Auch Kinder ab 7 Jahren in Begleitung eines Elternteils oder rüstige Senioren sind gerngesehene Teilnehmer. Nach der Fährfahrt startet die Wanderung in den Nationalpark und die Suche nach den Spuren von Francesco Bernadone. Zahlreiche Geschichten ranken sich um diesen Mann, der heute unter dem Namen Franz von Assisi bekannt ist. Der italienische Heilige trat für ein friedliches Miteinander in der Welt ein. Er hat in seiner Zeit versucht, mit der Natur und den Mitmenschen in Einklang zu leben.

 Familienwanderung

Edertal-Bringhausen. Mit der ganzen Familie zum Weltnaturerbe: Nationalpark-Ranger Torsten Daume nimmt alle Interessierten am Donnerstag, 2. August, mit auf eine vierstündige Familienwanderung in die Schatzkammer des einzigen Nationalparks in Hessen. Treffpunkt zur kostenfreien Führung ist um 11:00 Uhr der Nationalpark-Eingang Kirchweg in Bringhausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Edertal-Bringhausen, Mitte aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Die Tour ist für große und kleine Familienmitglieder geeignet, jedoch nicht mit einem Kinderwagen befahrbar. Buchenwälder erscheinen Einwohnern Deutschlands und besonders Bewohnern des waldreichen Hessens als etwas ganz Alltägliches. Doch ausgewählte Bereiche des Nationalparks Kellerwald-Edersee gehören zum transnationalen UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ und wurden damit als Erbe der Menschheit geadelt. Was ist das Besondere an diesen Buchenwäldern, sodass die ganze Welt auf sie schaut? Welche Rolle spielte die Rotbuche in der Geschichte Mitteleuropas? Diese und zahlreiche weitere spannende Fragen beantwortet Torsten Daume während der Wanderung. Teilnehmer denken bitte an wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk, Erfrischungsgetränke sowie Rucksackverpflegung. Es ist keine Anmeldung erforderlich, sodass auch Kurzentschlossene teilnehmen können.

Lagerfeuerabend

Vöhl-Herzhausen. Am Freitag, 3. August, lädt das Team des NationalparkZentrums Kellerwald von 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr herzlich zu einem gemütlichen Lagerfeuerabend auf das WildnisErlebnisgelände am NationalparkZentrum (Weg zur Wildnis 1) in Vöhl-Herzhausen ein. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen NationalparkZentrum aus und folgen der Beschilderung zum Zentrum. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zum abwechslungsreichen Rahmenprogramm gehört unter anderem das Grillen von Stockbrot am offenen Feuer. Der Lagerfeuerabend lässt sich hervorragend zu einem schönen Halbtagsprogramm erweitern. Als erstes können sich Besucher in der Erlebnisausstellung des NationalparkZentrums Kellerwald inklusive einer besonderen Filmvorführung im 4D-SinneKino spielerisch auf die werdende Wildnis und das UNESCO-Weltnaturerbe im nahgelegenen Schutzgebiet einstimmen. Danach können sie auf eigene Faust auf der gut beschilderten Ringelsberg- oder Hagenstein-Route tief in das Reich der urigen Buchen eintauchen und die faszinierende Wildnis hautnah erleben, um abschließend den Abend am Lagerfeuer gemütlich ausklingen zu lassen. Der Lagerfeuerabend ist wetterabhängig. Interessierte können sich beim Team des NationalparkZentrums Kellerwald gerne am Veranstaltungstag ab 15:00 Uhr unter der Telefonnummer 05635 992781 erkundigen, ob der Lagerfeuerabend stattfindet.

 Mit dem Ranger im WildtierPark

Edertal-Hemfurth. Begleiteter Rundgang durch den WildtierPark Edersee: Dazu lädt Nationalpark-Ranger Joachim Reinhardt am Freitag, 3. August, ab 10:00 Uhr ein. Treffpunkt zur dreistündigen Tour ist der Eingang des WildtierParks (Am Bericher Holz 1) in Edertal-Hemfuhrt. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Edertal-Hemfurth, Wildpark aus. Während des Rundgangs erfahren große und kleine Tierfreunde interessante Fakten über die Lebensweise und Besonderheiten der verschiedenen Tiere. Was fressen Rehe am allerliebsten? Wie unterscheidet sich eine Wildkatze vom heimischen Kuschelkater? Und warum haben die kleinen Wildschweine alle am selben Tag Geburtstag? Auf all diese Fragen hat Joachim Reinhardt eine Antwort parat. Ein besonderes Erlebnis ist die Flugvorführung der Greifenwarte Edersee. Wer ein Fernglas hat, sollte es unbedingt mitbringen. Zudem denken die Teilnehmer bitte an festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung. Eine Anmeldung zu der Führung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei, es ist lediglich der Eintritt in den WildtierPark zu entrichten. Die Strecke ist sowohl für aktive Rollstuhlfahrer als auch für Familien mit Kinderwagen geeignet. Nach dem rund 2,5 Kilometer langen Spaziergang steht es den Besuchern selbstverständlich frei, noch länger im WildtierPark zu verweilen.

 SchauSchlau

Vöhl-Herzhausen. Mit „SchauSchlau“ findet am Samstag, 4. August, von 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr eine Führung durch die multimediale Erlebnisausstellung im NationalparkZentrum Kellerwald (Weg zur Wildnis 1, 34516 Vöhl-Herzhausen) statt. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen Nationalpark-Zentrum aus und folgen der Beschilderung zum Zentrum. Der Besuch des 4D-SinneKinos ist einer der Höhepunkte der Entdeckungsreise durch das NationalparkZentrum. Es ist keine Anmeldungen erforderlich. Für die Führung ist lediglich der Ausstellungseintritt zu entrichten. Die Erlebnisausstellung der Nationalparkeinrichtung ist für Familien mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer frei zugänglich. Über die reguläre Erlebnisausstellung hinaus wird noch bis einschließlich 29. August die Sonderausstellung „Rotmilan – Land zum Leben“ im NationalparkZentrum zu sehen sein. Im Anschluss an die Betrachtung der Ausstellungen können sich die Besucher im hauseigenen Restaurant von dem zertifizierten Nationalpark-Partner GastRaum verwöhnen lassen oder im hochwertigen NationalparkShop stöbern. Kindern bietet das angrenzende WildnisErlebnisgelände viel Platz zum Austoben.

 Rangerwanderung

Vöhl-Herzhausen. Unterwegs auf dem Urwaldsteig: Nationalpark-Ranger Uwe Schäfer entführt alle Interessierten am Samstag, 4. August, von 13:30 bis 16:30 Uhr in das Reich der urigen Buchen. Zu bieten hat er neben tollen Naturerfahrungen und schönen, sommerlichen Eindrücken von der werdenden Wildnis, allerhand spannende Informationen zum Nationalpark und seinen Teilgebieten, die die UNESCO im Jahr 2011 zum Weltnaturerbe erklärt hat. Treffpunkt zur kostenfreien Wanderung ist das NationalparkZentrum Kellerwald (Weg zur Wildnis 1, 34516 Vöhl-Herzhausen). Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen Nationalpark-Zentrum aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Eine Anmeldung zu der Rangerwanderung ist nicht erforderlich. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung, genügend Erfrischungsgetränke und gegebenenfalls Rucksackverpflegung für kleine Pausen zwischendurch. Zuvor kann die multimediale Erlebnisausstellung des NationalparkZentrums erkundet werden. Zum Verweilen und Betrachten lädt darüber hinaus die Sonderausstellung „Rotmilan – Land zum Leben“ ein.

Mit dem Ranger in den Nationalpark

Vöhl-Harbshausen. Nationalpark-Ranger Markus Daume lädt am Sonntag, 5. August, zu einer dreistündigen Wanderung für die ganze Familie zum UNESCO-Weltnaturerbe im Nationalpark Kellerwald-Edersee ein. Treffpunkt zur kostenfreien Führung ist um 10:00 Uhr der Nationalpark-Eingang Himmelsbreite bei Harbshausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Harbshausen aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Was ist das Besondere an den Buchenwäldern, so dass sie zum Weltnaturerbe ernannt wurden und die ganze Welt auf sie schaut? Welche Rolle spielte die Rotbuche in der Geschichte Mitteleuropas? Und was unterscheidet den Kellerwald von den Wäldern der anderen Welterbegebiete? Auf diese und zahlreiche weitere spannende Fragen geht Ranger Markus Daume während der geführten Wanderung ein. Eine Anmeldung zu dieser Tour ist nicht erforderlich. Teilnehmer beachten bitte, dass die Tour nicht für Kinderwagen geeignet ist und denken bitte an wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk sowie Erfrischungsgetränke.

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Junior Ranger des Nationalparks Kellerwald-Edersee erstmals mit von der Partie – Spannendes Programm

Bad Wildungen/Bernau(pm). Kleine Naturschützer auf großer Reise: Zum ersten Mal haben Junior Ranger des Nationalparks Kellerwald-Edersee am bundesweiten Junior-Ranger-Treffen teilgenommen. Dies fand bereits zum zehnten Mal statt. Gastgeber war in diesem Jahr das Biosphärengebiet Schwarzwald, das bundesweit alle interessierten Junior Ranger für vier Tage auf den Jugendzeltplatz nach Bernau eingeladen hat. Von Freitag, 13. Juli, bis Montag, 16. Juli, erlebten die sechs Junior Ranger des Nationalparks ein spannendes Programm und konnten auch mit Junior Rangern aus anderen Schutzgebieten ins Gespräch kommen. Begleitet wurden sie von den beiden Nationalpark-Rangern Stefanie Schaub und Sven Polchow.

Sich vernetzen, austauschen und anfreunden: Darum geht es bei den bundesweiten Junior Ranger-Treffen, die alljährlich ein anderes Schutzgebiet ausrichtet. In diesem Jahr veranstaltete das Biosphärengebiet Schwarzwald das 10. Bundesweite Junior-Ranger-Treffen in Bernau im Südschwarzwald. Erstmals mit von der Partie waren diesmal auch sechs Junior Ranger des Nationalparks Kellerwald-Edersee: Neele Weede, Bruno Landskron, Makeda Perlick, Bennet Michel, Nelly Böhling und Phil Reckhart. Begleitet und betreut wurden sie von den beiden Nationalpark-Rangern Stefanie Schaub und Sven Polchow. Bepackt mit Zelten, Schlafsack, Luftmatratze und Isomatte ging es am Freitag, 13. Juli, im Kleinbus ab dem Nationalparkamt in Bad Wildungen auf die Fahrt in den Südschwarzwald – mit kurzen Zwischenstopps und Abkühlungen in einem Bach am Segelfluggelände Kirchzarten nahe Freiburg und an den Todtnauer-Wasserfällen. Angekommen in Bernau wurden das Lager auf dem Jugendzeltplatz Wacht aufgebaut und die Zelte bezogen. Für die nächsten beiden Tage hatte das Team des Biosphärengebiets Schwarzwald ein spannendes Programm auf die Beine gestellt: Am Samstag, 14. Juli ging es auf eine zwölf Kilometer lange Wanderung mit Rallye. Es gab drei Stationen: Erstens ein Offenlandquiz mit Fragen zum Landschaftsbild, zur Flora und Fauna des Biosphärengebiets Schwarzwald. Zweitens den Resenhof Bernau, ein 290 Jahre altes Gebäude, das heute ein Bauernmuseum ist, wo die Funktion der alten Gerätschaften erkundet werden konnten. Und drittens: den Zauberwald, durch den ein Förster die Kinder während eines Rundgangs führte und sie sich von der schönen und wilden Natur verzaubern ließen. Das Abendprogramm war von einem Rätsel, was sich hinter dem „Südschwarzhinterwälder“ – einer Rinderrasse – verbirgt, und einer Bastelaktion mit Prämierung der schönsten Ergebnisse bestimmt. Ein gemütlicher Lagerfeuerabend mit Musik rundete den Tag ab. Zum Abschluss des ersten Tages wurde resümiert: „Ich fand die Rallye toll und vor allen Dingen schön, dass wir mitbekommen haben, was ein Hinterwälder ist. Auch das alte Haus hat mir gut gefallen“, sagte Phil. Und Bennet ergänzte: „Ich fand die Wanderung am schönsten, weil man dabei einen Eindruck von der tollen Landschaft bekommen hat.“ Am Sonntag, 15. Juli, startete ab 10 Uhr der Markt der Möglichkeiten. „Das fand ich super, da man da so viel ausprobieren konnte – zum Beispiel eine eigene Creme herstellen, schnitzen, Tierspuren erraten und lernen, Pflanzen zu mikroskopieren“, sagte Makeda. Zudem hatten die Junior Ranger die Chance, den Umgang mit GPS-Geräten zur Orientierung im Gelände zu üben und konnten sich am Bau einer Wetterstation aus Kiefernzapfen beteiligen. „Ich fand den Markt der Möglichkeiten cool. Aber leider hat das Wetter nicht mitgespielt und wir mussten evakuiert werden“, berichtet Neele. Denn gegen 16 Uhr zog ein Gewitter mit heftigem Regen, etwas Donner und ein paar Hagelkörnern auf. Nach etwa 45 Minuten wurde aber Entwarnung gegeben und zum Glück blieben alle Zelte für die letzte Nacht trocken. Am Abschlussabend des 10. Bundesweiten Junior-Ranger-Treffens gab es noch eine Feedbackrunde und die Auflösung einiger Bilderrätsel. Am Montag, 16. Juli, wurde nach dem Abbau des Lagers die Rückreise nach Bad Wildungen angetreten. Das nächste Bundestreffen der Junior Ranger wird im kommenden Jahr in der sächsischen Schweiz stattfinden.

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Bad Wildungen(pm). Die werdende Wildnis entdecken: Dazu lädt das vielfältige Veranstaltungsangebot des Nationalparks Kellerwald-Edersee ein. In der vorletzten Woche der Sommerferien werden wieder tolle Erlebnistage, Wanderungen und Touren angeboten – darunter auch eine spezielle Führung für unsere niederländischen Gäste, ein Ferien-Forschertag für interessierte Kinder und eine barrierefreie Planwagenfahrt für alle, die den Nationalpark ohne große Anstrengung erleben möchten. Bei diesem Angebot dürfte für Jedermann das passende Naturerlebnis dabei sein, um das Reich der urigen Buchen mit seinem Weltnaturerbe zu erkunden.

 Führung in niederländischer Sprache – Geluk zit in kleine dingen

Edertal-Bringhausen. Am Dienstag, 24. Juli, lädt Nationalpark-Führerin Rita Wilhelmi unter dem Motto „Das Glück liegt in den kleinen Dingen“ zu einer fremdsprachigen Exkursion in die Schatzkammern des Nationalparks ein. Dieses Angebot richtet sich vor allem an niederländische Feriengäste. Jeder Interessierte ist jedoch herzlich eingeladen, sich der dreieinhalbstündigen Führung anzuschließen. Treffpunkt ist um 13:30 Uhr der Nationalpark-Eingang Kirchweg in Bringhausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Edertal-Bringhausen, Mitte aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme kostenfrei. Rita Wilhelmi möchte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf eine sinnliche Entdeckungsreise mitnehmen. Es geht darum, während der Wanderung die kleinen Dinge zu entdecken und sich daran zu erfreuen – an den Farben der Blumen am Wegesrand, dem grazile Schmetterling auf der Brombeerblüte, den urigen Bäumen und dem Murmeln des Baches. Gewandert wird auf der Bloßenberg-Route mit Stationen am Christianseck und im Banfetal. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk sowie an ausreichend Erfrischungsgetränke.

 UNESCO-Weltnaturerbe

Asel-Süd. Nationalpark-Führerin Rita Wilhelmi lädt am Mittwoch, 25. Juli, zu einer Exkursion in das faszinierende Weltnaturerbegebiet des Nationalparks ein. Die zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin begibt sich mit Wildnisliebhabern auf eine dreieinhalbstündige Entdeckungstour zum Thema UNESCO-Weltnaturerbe. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme kostenfrei. Treffpunkt ist um 13:45 Uhr der Nationalpark-Eingang Asel-Süd. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Vöhl-Asel, Süd aus. Für die Wanderung ist festes Schuhwerk erforderlich. Teilnehmer denken bitte an Erfrischungsgetränke. Buchenwälder erscheinen Einwohner Deutschlands und besonders Bewohnern des waldreichen Hessens als etwas ganz Alltägliches. Vor sechs Jahren wurden fünf Buchenwaldgebiete in Deutschland als UNESCO-Weltnaturerbe geadelt – auch Teilbereiche des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Die bisherige Weltnaturerbe-Stätte „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ mit Teilgebieten in der Ukraine, Slowakei und Deutschland wurde im Juli 2017 in Krakau durch die Entscheidung des UNESCO-Welterbekomitees um 63 Teilgebiete in zehn Ländern erweitert. Diese Gebiete befinden sich in Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Slowenien, Spanien und der Ukraine. Somit ist das erweiterte UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ die größte serielle, transnationale Weltnaturerbe-Stätte, die international seinesgleichen sucht. Was ist aber das Besondere an diesen Buchenwäldern, sodass die ganze Welt auf sie schaut? Von Asel-Süd aus begeben sich die Teilnehmer zu den Steilhängen des Ringelsbergs, bei deren Anblick die Besucher ahnen, was Urwald in Deutschland bedeutet. Anhand der verschiedenen Standortbedingungen entlang der Strecke zeigt Rita Wilhelmi auf, welche ökologische Potenz die Buche besitzt und wo sie ihre Grenzen erreicht. Welche Rolle spielte die Rotbuche in der Geschichte Mitteleuropas? Was unterscheidet den Kellerwald von den Wäldern der anderen Welterbegebiete? Diese und zahlreiche weitere spannende Fragen können die Teilnehmer gemeinsam mit Nationalpark-Führerin Rita Wilhelmi lösen.

 Ferien-Forschertag mit dem Ranger

Vöhl-Herzhausen. Am Donnerstag, 26. Juli, findet von 10:00 bis 16:00 Uhr ein Ferien-Forschertag mit Nationalpark-Ranger Markus Daume statt. Treffpunkt ist am NationalparkZentrum Kellerwald (Weg zur Wildnis 1) in Vöhl-Herzhausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Abwechslungsreiche und spannende Mitmachaktionen werden die Lust bei den Kindern wecken, die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks zu erforschen. Zum Ferien-Forschertag für kleine Entdecker können sich Mädchen und Jungen ab acht Jahren anmelden. Insgesamt können zwölf Kinder teilnehmen Eine Anmeldung ist bis spätestens Montag, 23. Juli, telefonisch unter 05635-992781 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 5,20 Euro pro Kind. Mitzubringen sind Rucksackverpflegung, Erfrischungsgetränke, wetterfeste Kleidung sowie festes Schuhwerk.

 Familienwanderung

Edertal-Bringhausen. Mit der ganzen Familie zum Weltnaturerbe: Am Donnerstag, 26. Juli, lädt Nationalpark-Ranger Sven Polchow zu einer vierstündigen Familienwanderung in die Schatzkammer des einzigen Nationalparks Hessens ein. Treffpunkt zur kostenfreien Führung ist um 11:00 Uhr der Nationalpark-Eingang Kirchweg in Bringhausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Edertal-Bringhausen, Mitte aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Die kostenfreieTour ist für große und kleine Familienmitglieder geeignet, jedoch nicht mit einem Kinderwagen befahrbar. Buchenwälder erscheinen Einwohnern Deutschlands und besonders Bewohnern des waldreichen Hessens als etwas ganz Alltägliches. Doch ausgewählte Bereiche des Nationalparks Kellerwald-Edersee gehören zum transnationalen UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ und wurden damit als Erbe der Menschheit geadelt. Was ist das Besondere an diesen Buchenwäldern, sodass die ganze Welt auf sie schaut? Welche Rolle spielte die Rotbuche in der Geschichte Mitteleuropas? Diese und zahlreiche weitere spannende Fragen beantwortet Sven Polchow während der Wanderung. Teilnehmer denken bitte an wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk, Erfrischungsgetränke sowie Rucksackverpflegung. Es ist keine Anmeldung erforderlich, sodass auch Kurzentschlossene teilnehmen können.

 Jäger der Nacht

Vöhl-Schmittlotheim. Am Freitag, 27. Juli, können große und kleine Abenteurer Nationalpark-Ranger Volker Nagel ab 20:30 Uhr auf eine zweieinhalbstündige Exkursion zu den Fledermäusen und ihren Jagdrevieren ins Reich der urigen Buchen begleiten. Treffpunkt ist der Nationalpark-Eingang Elsebach in Schmittlotheim. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Vöhl-Schmittlotheim, Elsebach aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist führend in der Fledermausforschung. Seine alten und höhlenreichen Laubbaumbestände mit entsprechend hohem Totholzanteil bieten ideale Lebensbedingungen für Fledermäuse. Ranger Volker Nagel wird die nachtaktiven kleinen Säuger mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern seiner Tour beobachten und über die vielfältigen Strukturen des Fledermauslebensraums im Buchengroßschutzgebiet informieren. Die kostenfreie Führung ist auch für Rollstuhlfahrer und Kinder geeignet. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung.

 Planwagenfahrt in den Nationalpark

Frankenau. Gezogen von starken Pferden, geht es am Samstag, 28. Juli, von 14:00 bis 16:00 Uhr im Planwagen auf eine schöne Rundtour durch den Nationalpark Kellerwald-Edersee. Eine Planwagenfahrt mit dem Nationalpark-Partner, der Fuhrhalterei Archehof Kellerwald, ist für Groß und Klein gleichermaßen ein besonderes Erlebnis. Während der Kutschfahrt wird über den einzigen hessischen Nationalpark informiert und viele Fragen werden beantworten. Was genau bedeutet „Natur Natur sein lassen“? Und warum wurden ausgewählte Bereiche zum UNESCO-Weltnaturerbe geadelt, obwohl Einwohnern Deutschlands und Bewohnern des waldreichen Hessens Buchenwälder doch als etwas ganz Alltägliches erscheinen? Treffpunkt zur zweistündigen Planwagenfahrt ist der Nationalpark-Eingang KellerwaldUhr in Frankenau. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Frankenau, KellerwaldUhr aus. Von dort fährt der Planwagen über das Kastaniendreieck zur Quernst-Kapelle. Im Ruhlauber, dessen alte Buchenwälder zum UNESCO-Weltnaturerbe im Nationalpark gehören, gibt es eine alte Wolfsgrube zu entdecken, bevor am Frankenauer Tor die Rückfahrt angetreten wird. Eine Anmeldung ist bis spätestens Donnerstag, 26. Juli, erforderlich: entweder telefonisch unter 05621-75249-0 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Kosten für Erwachsene betragen 12,50 Euro, für Kinder, Jugendliche und Studenten 7,50 Euro, Kinder bis sechs Jahre sind frei.

 Mit Rolli und Kinderwagen zum Hagenstein

Vöhl-Herzhausen. Barrierefreie Tour in den Nationalpark: Am Sonntag, 29. Juli, lädt Nationalpark-Führer Hermann Sonderhüsken zu einer besonderen Exkursion auf Rollen in den Nationalpark ein. Der aktive Rollstuhlfahrer wird während der zweistündigen, kostenfreien Tour, die ausdrücklich für aktive Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen geeignet ist, die Geschichte des Hagensteins thematisieren. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr das NationalparkZentrum Kellerwald, Weg zur Wildnis 1, in Herzhausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen NationalparkZentrum aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Eine Anmeldung ist bis Donnerstag, 26. Juli, telefonisch unter 05621-75249-0 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erforderlich. Teilnehmer denken bitte an wetterangepasste Kleidung sowie Erfrischungsgetränke. Der Nationalpark-Eingang Himmelsbreite oberhalb des NationalparkZentrums wurde auch für Rollstuhlfahrer eingerichtet. Ausgehend von dort führt ein rollitauglicher Weg zum rund 1,2 Kilometer entfernten Aussichtspunkt am Hagenstein, der sogenannten Loreley des Edertals. Eine naturnah gestaltete Aussichtsrampe ermöglicht auch Rollifahrern und Familien mit Kinderwagen den grandiosen Blick ins Edertal. Zurück im NationalparkZentrum Kellerwald ist eine Einkehr im hauseigenen Restaurant und Nationalpark-Partner GastRaum oder ein Einkauf im NationalparkShop möglich. In der multimedialen Erlebnisausstellung des NationalparkZentrums Kellerwald gibt es weitere Schätze des Nationalparks spielerisch zu entdecken.

Singlewanderung – Der Weg ist das Ziel

Edertal-Hemfurth. Zu einer Singlewanderung unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ lädt Nationalpark-Ranger Uwe Schäfer am Sonntag, 29. Juli, von 13:30 bis 17:00 Uhr ein. Treffpunkt ist der Nationalpark-Eingang Peterskopf in Hemfurth. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Edertal Dornröschenhöh aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung und Erfrischungsgetränke. Eine Anmeldung ist bis spätestens Donnerstag, 26. Juli, erforderlich: telefonisch unter 05621-752490 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Teilnehmer der kostenfreien Veranstaltung wandern mit Gleichgesinnten im Reich der urigen Buchen und entdecken gemeinsam die Schönheit der Natur. Uwe Schäfer erläutert die Besonderheiten des Nationalparks mit seinem UNESCO-Weltnaturerbe und beantwortet gerne die Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Während der dreieinhalbstündigen Tour ergibt sich die Gelegenheit, nette Menschen persönlich kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.

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Bad Wildungen(pm). In der vierten Woche der Sommerferien stehen die Besonderheiten des Nationalparks Kellerwald-Edersee im Mittelpunkt: Es geht gemeinsam mit dem Waldboggel in das Reich der urigen Buchen, gibt eine Tour über Heiden und Weiden, eine Familienwanderung zum Weltnaturerbe und eine Führung zu Felsen und Blockhalden.

 Erlebnistag in der WildnisSchule: Der Waldboggel, das geheimnisvolle Wesen aus dem Buchenwald

Edertal-Hemfurth. Nationalpark-Rangerin Stefanie Schaub begibt sich am Dienstag, 17. Juli, mit allen Interessierten auf eine dreistündige Entdeckungsreise unter dem Motto „Der Waldboggel, das geheimnisvolle Wesen aus dem Buchenwald“. Treffpunkt zu dieser kostenfreien Tour ist um 10:00 Uhr der Eingang der WildnisSchule (Am Bericher Holz 1) in Hemfurth. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Edertal-Hemfurth Wildpark aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Der Boggel ist ein urtümliches Mischwesen – teils Pflanze, teils Tier – das als heimlicher Bewohner im Nationalpark Kellerwald-Edersee lebt. Der Name Boggel ist abgeleitet von „Bokon“ (germanisch: Buche) und bedeutet so viel wie: „der im Buchenwald lebt“. Ursprünglich kam der Boggel in ganz Europa vor. Überall dort, wo Buchenurwälder wuchsen. Vermutlich ist er mit der Buche nach der letzten Eiszeit hier eingewandert. Dort, wo er vorkommt, ist der Wald noch ungestört, vom Menschen weitgehend unbeeinflusste Wildnis. Rangerin Stefanie Schaub wird gemeinsam mit den Teilnehmern ihrer Tour und dem Boggel spielerisch die alten Buchenwälder des Nationalparks und ihre Bedeutung für den Menschen erkunden. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 20 Personen begrenzt. Eine Anmeldung ist bis spätestens Freitag, 13. Juli, 12 Uhr telefonisch unter 05621-75249-0 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erforderlich.

 Über Heiden und Weiden

Vöhl-Schmittlotheim. „Über Heiden und Weiden“: Unter diesem Motto steht am Mittwoch, 18. Juli, eine spannende Exkursion mit Nationalpark-Führerin Rita Wilhelmi. Die Teilnehmer werden gemeinsam mit ihr die kleinen Wunder der Natur entdecken und neben den Buchenwäldern auch die Besonderheiten der Offenlandschaften des Nationalparks Kellerwald-Edersee kennenlernen. Treffpunkt zur vierstündigen Rundwanderung ist um 13:30 Uhr der Nationalpark-Eingang Elsebach in Schmittlotheim. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Vöhl-Schmittlotheim, Elsebach aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Die rund acht Kilometer lange Fahrentriesch-Route bietet faszinierende Landschaftswechsel zwischen Wald mit uralten Buchen und blühenden Wiesenflächen mit unzähligen Schmetterlingen und Heuschrecken – eine Route um ins Träumen zu geraten. Eine Anmeldung zu der kostenfreien Wanderung ist nicht erforderlich. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung, Erfrischungsgetränke und Rucksackverpflegung.

Familienwanderung

Edertal-Bringhausen. Mit der ganzen Familie zum Weltnaturerbe: Am Donnerstag, 19. Juli, lädt Nationalpark-Ranger Hermann Bieber zu einer vierstündigen Familienwanderung in die Schatzkammer des einzigen Nationalparks Hessens ein. Treffpunkt zur kostenfreien Führung ist um 11:00 Uhr der Nationalpark-Eingang Kirchweg in Bringhausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Edertal-Bringhausen, Mitte aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Die Tour ist für große und kleine Familienmitglieder geeignet, jedoch nicht mit einem Kinderwagen befahrbar. Buchenwälder erscheinen Einwohnern Deutschlands und besonders Bewohnern des waldreichen Hessens als etwas ganz Alltägliches. Doch ausgewählte Bereiche des Nationalparks Kellerwald-Edersee gehören zum transnationalen UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ und wurden damit als Erbe der Menschheit geadelt. Was ist das Besondere an diesen Buchenwäldern, sodass die ganze Welt auf sie schaut? Welche Rolle spielte die Rotbuche in der Geschichte Mitteleuropas? Diese und zahlreiche weitere spannende Fragen beantwortet Hermann Bieber während der Wanderung. Teilnehmer denken bitte an wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk, Erfrischungsgetränke sowie Rucksackverpflegung. Es ist keine Anmeldung erforderlich, sodass auch Kurzentschlossene teilnehmen können.

 Felsen und Blockhalden

Edertal-Bringhausen. Geologie am Bloßen- und Daudenberg: Zu dieser besonderen Wanderung lädt Nationalpark-Führer Hans-Dieter Heun am Sonntag, 22. Juli, von 10:00 bis 14:00 Uhr ein. Die vierstündige geologische Exkursion steht ganz im Zeichen der Felsen und Blockhalden im Nationalpark Kellerwald-Edersee. Grauwacke und Tonschiefer sind die landschaftsprägenden Gesteine des nördlichen Kellerwaldes. Welchen Ursprungs sind diese und welcher Werdegang hat sie zu den Erscheinungsformen gebracht, wie Naturliebhaber sie heute vorfinden? Während der rund neun Kilometer langen Wanderung um den Bloßenberg mit seinen beeindruckenden Grauwackefelsen und über den Daudenberg mit seinen faszinierenden Blockschutthalden geht Nationalparkführer Hans-Dieter Heun diesen Fragen nach. Er verrät, wie die heutige Kellerwald-Region vor 340 bis 360 Millionen Jahren aussah und welche besonderen Kleinode neben dem Nordischen Streifenfarn heute auf den steinigen Sonderbiotopen vorkommen. Darüber hinaus informiert er über das Reich der urigen Buchen, Hessens einzigen Nationalpark und sein UNESCO-Weltnaturerbe. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr der Nationalpark-Eingang Kirchweg in Bringhausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Vöhl-Schmittlotheim, Elsebach aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme kostenfrei. Mitzubringen sind wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk, Erfrischungsgetränke sowie Rucksackverpflegung nach Bedarf.

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Bad Wildungen / Würzburg(pm/nh). Der Nationalpark Kellerwald-Edersee und das Bergwaldprojekt initiierten bereits im 14. Jahr eine Einsatzwoche mit Freiwilligen im einzigen hessischen Großschutzgebiet. Insgesamt 25 Ehrenamtliche führten in dieser Zeit verschiedene Arbeiten im Nationalpark durch und lernten das Ökosystem Wald näher kennen. Ziele des Einsatzes waren, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch über die Projektwoche hinaus für eine nachhaltige Lebensweise zu sensibilisieren.

 

Unter gemeinsamer Regie von Christoph Wehner, Projektförster beim Bergwaldprojekt e.V., den beiden Projektleitern Nicole Backhaus und Günter Hoenselaar sowie den zwei Rangern Oliver Obermann und Jochen Lückel vom Nationalpark Kellerwald-Edersee packten alle Freiwilligen tatkräftig mit an. So bauten sie unter anderem eine marode Schutzhütte am Tannendriesch komplett ab. Am selben Standort errichteten sie dann einen neuen Info-Pavillion, der Nationalparkbesucherinnen und -besucher künftig zeitgleich als Schutzhütte dienen wird. Das Besondere an dem Info-Pavillion ist, dass das verwendete Baumaterial weitestgehend von zwei ehemaligen jagdlichen Futterstellen stammt, bei deren Abbau das Bergwaldprojekt im vergangenen Jahr auch schon beteiligt war. Die Nationalparkverwaltung entschied sich bewusst dafür, die historische Gebäudesubstanz zu bewahren und an anderer Stelle wieder aufzubauen. Unter dem Motto „Aus zwei mach eins“ wurden die noch verwertbaren Materialien der alten Futterstellen – auch in alter Holzbauweise – wiederverwendet und zum neuen Tannendriesch-Pavillion vereint. Außerdem führten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bergwaldprojektes verschiedene Pflegearbeiten im Nationalpark durch. Neben der praktischen Arbeit gab es eine Exkursion mit Nationalpark-Ranger Volker Nagel, der die dynamischen Abläufe innerhalb des Waldes beleuchtete, was dazu beigetragen hat, die vielfältigen Aspekte dieses Ökosystems besser zu verstehen und die Besonderheiten des hessischen Nationalparks hautnah zu erleben. Ein wichtiges Anliegen der Einsatzwoche ist, den Nationalpark-Gedanken mit all seinen Facetten zu vermitteln. Günter Hoenselaar aus der Forschungsabteilung im Nationalparkamt erläuterte: „Der Wald ist ein idealer Lehrer für die Nachhaltigkeit. Nur wer pfleglich mit ihm umgeht und seine natürliche Dynamik zulässt, erhält seine Funktionen auch für kommende Generationen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterstützen uns bei dieser Arbeit und erleben den Wald in der Woche einmal ganz neu.“ Christoph Wehner vom Bergwaldprojekt e.V. ergänzt: „Die vergangene Einsätze zeigen: Die Erfahrungen aus den Projektwochen hinterlassen bei den Ehrenamtlichen, die mit viel Freude bei der Arbeit sind, tolle Eindrücke und bleibende Erinnerungen, und sie entwickeln oftmals neue Beziehungen zum Wald und zur Natur. Dies bestärkt die Freiwilligen darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie beteiligen sich damit an einem gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung.“ Untergebracht waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bergwaldprojektes im ehemaligen Forsthaus in Bringhausen. Wichtig war neben der Arbeit im Wald auch das gemeinsame Zusammenleben in der Unterkunft, das die Gruppe zu einem tatkräftigen und stets gutgelaunten Team formte.

Hintergrund:

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr über 2.000 Menschen in die Natur. 2018 finden 102 Projektwochen an 46 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit zu einem naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden. Anmeldung zu den Einsatzwochen unter www.bergwaldprojekt.de. Im Nationalpark Kellerwald-Edersee gilt bereits auf über 90 Prozent der Fläche das Motto „Natur Natur sein lassen“. Managementmaßnahmen beschränken sich lediglich auf die verbleibenden wenigen Prozente. Dauerpflegeflächen sind zum Beispiel Triescher (auch Driescher genannt). Dabei handelt es sich um alte Weideflächen, die auch heute noch mit Heidschnucken beweidet oder anderweitig gepflegt werden, damit sie als besondere Kulturlandschaft erhalten und für den Besucher erlebbar bleiben – so auch am Tannendriesch. Seit Ausweisung des Nationalparks Kellerwald-Edersee im Jahr 2004 wurden bereits zahlreiche Spuren der menschlichen Nutzung des ehemaligen Wildschutzgebietes wie beispielsweise Innengatter, Heuschuppen oder schilder beseitigt. Der Abbau wird durch zahlreiche Arbeitseinsätze durch freiwillige Helfer aus der Umgebung, beispielsweise der Kegelbergschule oder der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg, aber auch durch überregional tätige Gruppen wie dem Bergwaldprojekt unterstützt.

Ansprechpartner:

Lisa Maria Kreh, Pressesprecherin Nationalpark Kellerwald-Edersee

Tel.: 05621 75249 41 , Fax: 05621 75249 39

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.nationalpark-kellerwald-edersee.de 

Projektförster Christoph Wehner (Bergwaldprojekt e.V.), mobil: 0171 4865503

 

Peter Naumann, Projektförster und Pressesprecher Bergwaldprojekt e.V.

Tel.: 0831 512 7635

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www.bergwaldprojekt.de 

Veröffentlicht in Natur und Umwelt
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