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Korbach(nh). Familienfreundlichkeit ist ein bedeutender Faktor für den Standort Waldeck-Frankenberg. Diese zu stärken und die Öffentlichkeit kontinuierlich für dieses Thema zu sensibilisieren, hat sich das Regionale Bündnis Beruf und Familie unter der Federführung der Leiterin des Frauenbüros beim Landkreis Waldeck-Frankenberg Beate Friedrich zur Aufgabe gemacht. Gemeinsam mit der Sparkasse Waldeck-Frankenberg und der Agentur für Arbeit hatte das Bündnis daher kürzlich zu einer Veranstaltung „Talk & Lunch“ eingeladen. Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels wird eine gesunde und dauerhafte Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege sowohl für Arbeitgeber als auch für Angestellte immer wichtiger. Kommunen und Unternehmen sind gleichermaßen gefragt, kreative Lösungsansätze hinsichtlich der Betreuung von Kindern und von pflegebedürftigen Angehörigen sowie flexibler Arbeitszeitmodelle zu entwickeln. Anfang Dezember organisierte das Bündnis Beruf und Familie daher gemeinsam mit Kerstin Wickert-Strippel von der Agentur für Arbeit und Sonja Klein von der Sparkasse Waldeck-Frankenberg die Veranstaltung „Talk & Lunch“ rund um das Thema „Haushaltsnahe Dienstleistungen im Rahmen von Pflegeversicherungen“. Vor knapp 50 interessierten Teilnehmern hielt Friederike Lenz vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration einen Fachvortrag über die geplanten rechtlichen Eckpunkte und die möglichen Anerkennungsvoraussetzungen für Anbieter von haushaltsnahen Dienstleistungen im Pflegeversicherungsbereich. Individuelle Fragestellungen der Teilnehmer konnten von der Rechtsexpertin direkt beantwortet werden und unter der Moderation von Silke Filipovic fand ein wertvoller Erfahrungsaustausch statt. Rainer Kesper von der Agentur für Arbeit berichtete darüber hinaus über die aktuelle Arbeitsmarktsituation und stellte die vielfältigen Beratungs- und Servicedienstleistungen des Arbeitgeberservices vor, bevor eine Podiumsdiskussion über künftige Bedarfe und praktische Umsetzungsmöglichkeiten geführt wurde. Das innovative Veranstaltungsformat „Talk & Lunch“ in den Tagungsräumen der Sparkasse ermöglichte allen Beteiligten den bereichsübergreifenden Austausch sowie ein gutes „Networking“.

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Marburg(nh). Eritrea, einst eine osmanische, dann ägyptische, ab 1890 italienische Kolonie und ab 1941 unter britischer Verwaltung, wurde 1961 von Äthiopien annektiert. Eritrea hat einen dreißigjährigen Befreiungskampf geführt, der 1993 zur Unabhängigkeit von Äthiopien führte. Heute gilt Eritrea als ein offenes Gefängnis. Der Regierung werden schwerwiegende Verletzungen der Menschenrechte wie willkürliche Tötungen, Verhaftungen, verschwinden lassen, Folter und Einschränkungen der Meinungs-, Religions- und Versammlungsfreiheit vorgeworfen. Pro Monat fliehen seit vielen Jahren etwa 5.000 Personen aus Eritrea. Davon kamen 2015 insgesamt 8.800 besonders junge Männer nach Deutschland, die zu 100% als asylberechtigt anerkannt wurden. Im 1. Halbjahr 2017 hat sich diese Quote auf 77,3% verringert. Hat sich etwas in Eritrea verbessert oder vielleicht in Deutschland verschlechtert? Diskutiert wird darüber mit Dr. Aklilu Ghirmai. Ghirmai ist freiberuflich als wissenschaftlicher Berater tätig sowie Sozial- und Flüchtlingsberater in der Eritreischen Katholischen Gemeinde Frankfurt am Main. Voraussichtlich wird vom Deutschen in Tigrinya übersetzt und - für das leibliche Wohl gibt es das Nationalgericht „Injera“.

Moderation: Hildegard Schürings, Imbuto e.V.

Ort: Colloquium e.V. Hirschberg 1 35037 Marburg (Oberstadt)
Donnerstag, 7.12.2017, 19 Uhr

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Waldeck-Frankenberg/Schwalm-Eder(nh). „Wer ist schon ein Alleskönner?“ – Mit diesem Leitmotiv sind die Jobcenter und Kreishandwerkerschaften der Landkreise Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg, die Agentur für Arbeit aus Korbach und die GSM Training & Integration in der Region aktiv, um Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt zu integrieren – und die Zahlen sprechen für sich! Innerhalb von rund zweieinhalb Jahren nahmen 104 Teilnehmende unterschiedliche Beschäftigungen auf. Um die Wahrnehmung in den Betrieben und der Öffentlichkeit weiter zu stärken, hat das Projektteam drei ansprechende Filmspots realisieren lassen, die das Kampagnenthema „Alleskönner“ zugänglich machen. Die Kampagnenspots unterstreichen alle auf ihre Art und Weise, dass jeder Mensch Herausforderungen zu meistern hat und eben kein Alleskönner ist.Valerij Radmacher steht im Mittelpunkt des ersten Spots. Durchtrainiert, sportlich und kraftvoll sind die eindrucksvollen Motive. Erst beim Herauszoomen der Kamera wird sichtbar, dass Valerij Radmacher eine
Behinderung hat. Mithilfe des Projektes „Lebens(t)raum“ arbeitet er momentan am Wiedereinstieg in die Berufswelt. 

lebenstraum spot radmacher mannschaft

Im zweiten Spot geht es um Rollstuhlbasketballspieler Tan Caglar. Er hat Spina bifida (offener Rücken) und sitzt seit zehn Jahren im Rollstuhl. Aktuell startet er seine erste Tour als Comedian und trat in diesem Jahr im Vorprogramm der Fashion Week in Berlin als erstes Handicap-Model auf. Der dritte Spot rückt den Menschen ohne Behinderung in den Mittelpunkt, denn auch einem Profikoch gelingt nicht immer alles im Alltag. In seinem gewohnten Umfeld kann er seine Stärken voll abrufen. Verlässt er sein Fachgebiet, kann es schon einmal schwierig werden...Die Protagonisten aus den einzelnen Spots überzeugen in ihrer jeweiligen Situation, beim Sport oder Hobby und bei der Arbeit – dies gelingt mit und ohne Behinderung, denn dass jeder Einzelne in Alltag und Beruf die ein oder andere kleine wie große Herausforderung zu meistern hat, liegt auf der Hand. Warum werden dann nicht auch den Menschen, die mit mehr oder minder offensichtlichen Einschränkungen leben, die gleichen Chancen gegeben? Ganz getreu der Kampagne: „Wer ist schon ein Alleskönner?“ Gerade hier setzt die Arbeit der Projektbeteiligten mit Teilnehmern und Arbeitgebern an. Diese Botschaft der Kampagne in das Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken ist auch das Ziel von Projektleiter Andreas Schmelzer. Als Projektleiter im Jobcenter Schwalm-Eder ist er für die Koordination des Projektes verantwortlich. Die Kreishandwerkerschaften aus Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg übernehmen den Kontakt und die Beratung der Betriebe. Die GSM Training & Integration als Bildungsträger coacht die Teilnehmenden vor Ort.Im Projekt „Lebens(t)raum“ konnte bereits in beiden Landkreisen eine Vielzahl an Menschen mit Handicap in das Berufsleben und auch sozial integriert werden. Von den bislang rund 300 Teilnehmenden wurden 88 sozialversicherungspflichtig eingestellt. Es kam zu 14 Minijobs, und bei zwei Teilnehmenden erwies sich die Werkstatt für Menschen mit Behinderung als der richtige Weg. Hinzu kommt, dass manche Teilnehmer bei der Beantragung einer Rente begleitet werden, was in fünf Fällen bereits zu einem positiven Ergebnis geführt hat. Doch auch die Aufnahme eines Ehrenamtes zeigte sich für manche Teilnehmende als Erfolg. Ihre Geschichten können Sie auf der Webseite des Projekts nachlesen: www.lebenstraum.info/alleskönner  Dort finden Sie auch die Spots, die im Rahmen der „Woche der Behinderung“ vom 27. November bis 3. Dezember veröffentlicht werden.

Über das Projekt

Das Projekt "Lebens(t)raum“ unterstützt in den Kreisen Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg arbeitsuchende Menschen mit Schwerbehindertengrad (bzw. Gleichstellung) bei der beruflichen Integration. Projektleitung „Lebens(t)raum“: Andreas Schmelzer, Jobcenter Schwalm-Eder (06691 806 85 20) Für an der Teilnahme Interessierte: Winnie-Doreen Citron, Projektleiterin GSM (0152 52 62 05 15) Für Arbeitgeber: Heinrich Wedel, Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg (05631 95 35-160) Malwine Dubik, Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder (05681 98 81-75)

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Vitos Haina-Geschäftsführer Ralf Schulz ehrt langjährige Mitarbeiter

Haina (Kloster)/nh. Während einer Feierstunde im Kapitelsaal zeichnete Geschäftsführer Ralf Schulz 33 langjährige Mitarbeiter von Vitos Haina aus. Sie arbeiten an den Standorten Haina, Gießen und Korbach. Für 25- sowie 40-jährige Betriebszugehörigkeit überreichte er kleine Geschenke als Anerkennung. „Wir hier bei Vitos Haina können wir uns glücklich schätzen, über so viele Mitarbeiter zu verfügen, deren Arbeit von Qualität, Erfahrung und Engagement geprägt ist. Nicht nur für den Unternehmenserfolg, insbesondere auch für die Unternehmenskultur sind Sie bedeutend“, würdigte der Geschäftsführer die Arbeit der langjährigen Mitarbeiter. „Mit Ihrem Wissen, Ihrer Erfahrung und vor allem einem überdurchschnittlichen Engagement stellen Sie die Zufriedenheit unserer Patienten und Angehörigen sicher“, dankte er den Jubilaren für ihre Loyalität und Kollegialität in den insgesamt 1005 Arbeitsjahren. Die Glückwünsche des Betriebsrates überbrachte Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Mihr. Eingeladen zu der Veranstaltung waren neben den Jubilaren auch ihre Familien. Nach dem gemeinsamen Abendessen tauschten sich die Jubilare über ihre gemeinsame Zeit bei Vitos aus.

Geballte Erfahrung von vier Jahrzehnten

Seit 40 Jahren im Unternehmen sind: Horst Altmann, Uwe Dittmar, Norbert Eckel, Karin Giesse, Helmut Kitz, Willi Klinge, Harald Möller, Renate Möller, Werner Ruckert, Horst Schäfer, Martin Weber.

Seit 25 Jahren: Thorsten Boucsein, Rafael Diele, Christa Faust, Torsten Hesse, Christa Jockel, Thomas Klinge, Daniela Knoche, Lutz Lenhard, Dieter Machalett, Kambiz Madjidian, Helga Möller-Scheerer, Marina Müller-Idel, Bernd Paulitschke, Petra Sack, Maria Schnatz, Roland Seger, Heidrun Sporleder, Dieter Stracke, Wilfried Vaupel, Ulla Weibezahn.

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Unternehmertreff des AFK Waldeck beim ältesten BMW-Händler der Welt

Korbach(nh). „Als Philipp Wahl im Jahr 1898 in Siegen seine Firma gründete, ahnte er wohl nicht, dass er 1923 den ersten Händlervertrag mit BMW unterschreiben sollte. Seitdem gilt das Siegener Autohaus Wahl als der älteste BMW-Händler der Welt. Heute, 94 später, gehört die Wahl Group mit sechs Marken, 22 Standorten und 800 Beschäftigten zu den 20 größten Autohandelsgruppen Deutschlands“, berichtete Thorsten Jähn, Centerleiter der Häuser in Korbach, Brilon und Frankenberg, den Mitgliedern des Arbeitskreises für Kommunalfragen der Waldeckischen Wirtschaft (AFK Waldeck) im Autohaus Wahl an der Briloner Landstraße. Sie verschafften sich an diesem Abend persönlich einen Eindruck über die Leistungsstärke, die umfangreiche Modellpalette und die Ausrichtung des Autohauses im Hinblick auf die zukünftige Elektro-Mobilität. Auf Einladung von Thorsten Jähn, war Maximilian von Wiedersperg, Gebietsleiter Vertrieb bei der BMW AG in München, eigens nach Korbach gekommen, um über den Entwicklungsstand in Sachen E-Mobility bei BMW zu referieren. Mit dem BMW i3 sei ein erstes Modell auf den Markt gekommen, das man vermehrt im Straßenbild wahrnehme. Weitere Modelle seien bereits in Arbeit. Sie seien notwendig, um die zukünftigen, anspruchsvollen CO2 Emissionsgrenzen einzuhalten.

 Hintergrund

Der Arbeitskreis für Kommunalfragen der Waldeckischen Wirtschaft wurde 1962 gegründet und hat 77 Mitglieder aus Industrie, Handel, Handwerk, Dienstleistung und Freien Berufen. Zweck des Arbeitskreises ist die Vertretung und Durchsetzung lokaler und regionaler Belange der Wirtschaft. Er versteht sich als Sprachrohr für eine zukunftsorientierte Standort- und Strukturpolitik. Seinen Mitgliedern bietet der Arbeitskreis eine offene Plattform für Information und politische Willensbildung. Dabei agiert er unabhängig, überparteilich und überkonfessionell

Kabelbaum

 

In Fahrzeugen mit Elektroantrieb fallen elementare Bauteile eines heutigen PKW mit Verbrennungsmotor komplett weg. Sie werden durch elektronische Bauteile ersetzt.  Wie groß die Elektrifizierung und Digitalisierung bereits schon jetzt in einem herkömmlichen PKW ist, demonstrierte Serviceleiter Willi Jankowski, anhand des Kabelbaums eines aktuellen Fahrzeuges. In Zukunft werde der Anteil elektrischer Bauteile weiter wachsen und das Fahrzeug ein völlig anderes Innenleben haben. Dies erfordere neue Ausbildungshinhalte und –formen. Schließlich sei der Umgang mit Strom ein komplett anderer als bei Verbrennungsmotoren. Foto:AfK Waldeck/nh

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Dienstag, 28 November 2017 08:49

Die Himmeltaler rocken den Weltcup in Willingen

Willingen(nh). „Fröhlich-fetzig-bayrische Weltcup-Tage“ warten auf die vielen Besucher des FIS Skisprung Weltcups vom 2. bis 4. Februar 2018 an der Willinger Mühlenkopfschanze. Mit den Himmeltalern kommen dabei altbekannte Gesichter an die größte Großschanze der Welt zurück, denn die Live-Band hat in der Vergangenheit die Fans im großen Festzelt am Mühlenkopf schon mehrfach verzückt. Dass, was die Band-Mitglieder präsentieren, ist musikalisch „absolute Weltklasse“, wie es ein Edel-Fan auf den Punkt bringt. Und damit passt der Auftritt an allen drei Weltcuptagen ganz großartig und mega zu den sportlichen Leistungen der besten „Adler“ der Welt. Weltklasse-Sport, Weltklasse-Party und Weltklasse-Stimmung – alles an einem Ort im waldeckischen Upland. Die Himmeltaler sind ebenso international wie die Willinger Wintersportveranstaltung selbst, gab es in der Band-Historie schon beachtliche Gastspiele in fernen Regionen. So beispielsweise beim zweitgrößten Oktoberfest der Welt in Brasilien, in den USA und in Kanada. Auch bei verschiedenen Ski-Open-Airs wie in Obertauern und Saalbach waren die Himmeltaler nicht nur am Start, sondern ganz weit vorn. Von den höchsten Gipfeln Österreichs direkt zum Kult-Weltcup ins Sauerland. In Willingen freuen sich Anfang Februar viele Party-Fans auf den Live-Act der Himmeltaler. Die exzellente Stimmungsband, die die vielen Mitglieder des Ski-Clubs Willingen auch schon mehrfach beim heimischen Schützenfest voll überzeugte, passt erstklassig zu Willingen. Ultimative Live-Power ist für die Band der Schlüssel zum Erfolg. Was das Erfolgsrezept ist? „Leute, wir schmeißen einfach die besten Stimmungs- und Partyhits in einen Topf, rühren kräftig um und servieren euch ein teuflisches Live-Programm“, so die Musik-Philosophie der Himmeltaler. Die vielen Fans der schlagfertigen Truppe bestätigen das: „Die Himmeltaler sind einzigartig!“. In Lederhose und Dirndl rocken die „Himmeltaler Stimmungskanonen“ jede Veranstaltung mit ihrem umfangreichen Repertoire. Beeindruckend stellt die Band unter Beweis, dass Rock-Musik und Volksmusik kein Widerspruch sind. Ganz im Gegenteil: Sie ergänzen sich prima. Die Himmeltaler arbeiten mit einem völlig neuen Showkonzept in der Cover- und Partymusikszene. Die eingefleischte Party-Band versteht sich als professionelle und authentische Showanimation und Showmoderation. Ebenso außergewöhnlich ist die Bühnenshow der Musiker, die unterstützt wird durch eine Sound- und Lichttechnik der Extraklasse. Highlights sind die großartigen Videosequenzen und die zahlreichen Kostümierungen auf den Brettern, die für die Himmeltaler die Welt bedeuten. Beim Weltcup-Skispringen in Willingen werden die Himmeltaler viele neue begeisterte Skisprung-Anhänger für ihre große Fan-Gemeinde hinzu gewinnen, wenn sie den Slogan „Weltcup trifft Oktoberfest“ mit Leben füllen. Himmeltaler Zeit, so lautet einer der Songs der Erfolgsband. Das Festzelt an der Mühlenkopfschanze wird vom 2. bis 4. Februar 2018 auf magische Art und Weise auch zum „Himmeltaler Zelt“ werden. „A teuflisch, bayrisch guate Partyband“ steht in den Startlöchern beim FIS Skisprung Weltcup, um den Mühlenkopf zu rocken: Von Abba bis Status Quo, von der Spider Murphy Gang bis zu AC/DC. Es gibt nur LIVE, denn anders können die Himmeltaler gar nicht. Weitere Infos: www.himmeltaler.de 

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Korbach(nh). „Handicaps sind kein Hindernis, um auf dem ersten Arbeitsmarkt als Fachkraft gut zu bestehen!“ Uwe Kemper, Leiter der Agentur für Arbeit Korbach, wirbt für mehr Inklusion in der Arbeitswelt und ist davon überzeugt, dass gerade Mitarbeiter mit Einschränkungen besonders motiviert und damit wertvoll für eine Belegschaft sein können. Denn mit der aktuellen „Woche der Menschen mit Behinderung“ setzt die Bundesagentur für Arbeit bundesweit ein Signal, um auf dieses Beschäftigungspotenzial aufmerksam zu machen. 
Agenturchef Kemper weiß, dass dieser alljährliche Appell schon in vielen heimischen Unternehmen angekommen ist, denn: „Arbeitgeber melden uns, dass sich Ausbildung und Beschäftigung von Mitarbeitern mit Handicap positiv auf das Arbeitsklima auswirken. Nicht zuletzt profitiert der Betrieb davon, sozial engagiert in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden.“ Dennoch sei es nach wie vor leider nicht selbstverständlich, Menschen mit Behinderung in Beschäftigung zu bringen, obgleich nicht nur der zunehmende Fachkräftemangel diese Option immer mehr in den Fokus rückt. Auch die Qualifikation spricht dafür. Denn unter den schwerbehinderten Menschen, die im Rechtskreis SGB III arbeitslos gemeldet sind, ist die berufliche Eignung teils hochwertiger als im Durchschnitt der Jobsuchenden. Nicht weniger als 70,3 Prozent haben aktuell das Anforderungsniveau einer Fachkraft, aber nur 16,1 Prozent eines Helfers. Während unter den nicht schwerbehinderten Personen nur 53,5 Prozent das Profil einer Fachkraft und 31,1 Prozent das eines Helfers mitbringen.  Mit der „Woche der Menschen mit Behinderung“ wirbt die Bundesagentur für Arbeit aktuell bundesweit für mehr Inklusion bei Arbeitgebern. Sie trägt damit dem Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen Rechnung.

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Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“

Büren/Kreis Paderborn(krpb/nh). Besucherinnen und Besucher können in einer öffentlichen Führung am Sonntag, 26. November die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ kennenlernen. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Eingangsfoyer im ehemaligen Wachgebäude der heutigen Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 – 1945. Der Rundgang führt durch die historischen Räume des ehemaligen Wachgebäudes und den Nordturm. Die Ausstellung zeigt auf einer Fläche von 850 Quadratmetern die lokale Geschichte der SS in der Wewelsburg und des hiesigen Konzentrationslagers und bettet diese in eine umfangreiche Gesamtdarstellung der Schutzstaffel ein. Während des Rundgangs stoßen die Gäste auch auf eine Schautafel „Kennzeichen für Schutzhäftlinge in den Konzentrationslagern“. Die Gefangenen wurden verschiedenen Kategorien zugeteilt, die durch farbige Stoffdreiecke (so genannte Winkel) kenntlich gemacht und auf die Uniformen aufgenäht wurden. SS-Wachmänner erkannten so sehr schnell den Grund der Inhaftierung. Violett stand beispielsweise für „Bibelforscher“ (Zeugen Jehovas). Durch die hierarchische Einordnung der Häftlingsgruppen entwickelte die SS ein System der sozialen und rassenideologischen Differenzierung. Bei der Dauerausstellung handelt es sich um die einzige museale Gesamtdarstellung der Geschichte und Verbrechen der SS. Inhaltlich endet die Ausstellung nicht 1945, sondern beleuchtet unter anderem die Aufarbeitung des SS-Terrors nach dem Krieg, die heutige Rezeption des historischen Ortes Wewelsburg und das Nachkriegsleben von Tätern und Opfern. Museumspädagogen informieren während der Führung sowohl über die lokalen Ereignisse in Wewelsburg als auch über die europäischen Dimensionen der SS-Aktivitäten. Teilnahmebeitrag für die Führung: Erwachsene 3 €, ermäßigt 1,50 €, Familienkarte 6 €. Für Inhaber einer Jahreskarte ist die Führung kostenlos.

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Vom 16. Dezember 2017 bis 7. Januar 2018 eine Auszeit vom Alltag nehmen

Winterberg(nh). Der Winterberger Marktplatz verwandelt sich vom 16. Dezember 2017 bis einschließlich 7. Januar 2018 wieder in ein zauberhaftes Winterdorf. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr haben die Verantwortlichen der Winterberg Veranstaltungs GmbH auch für die Neuauflage ein vielfältiges Aussteller-Angebot und ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Im Zentrum des Winterdorfes werden erstmals eine rustikale Sauerland-Hütte zum Aufwärmen, Treffen und Klönen sowie für die Schlittschuh-Fans die „Sparkassen EisArena“ stehen. Insgesamt 20 urige Hütten laden ab Mitte Dezember zum Bummeln, Verweilen und Stöbern ein. Dies sind fünf mehr im Vergleich zum vergangenen Jahr und dokumentiert, dass sich das Konzept der Veranstalter bewährt hat. „Wir setzen weiterhin insbesondere auf Aussteller mit regionalen, qualitativ hochwertigen Produkten, auf Vielfalt und auf unsere gemütliche Dorf-Atmosphäre vor einer hoffentlich winterlichen Kulisse. Deshalb freut es uns, dass wir mit den Hütten und dem Programm wieder ein sehr ansprechendes Gesamtpaket geschnürt und die erfolgreiche Konzeption des vergangenen Jahres fortgesetzt haben“, sagt Jürgen Schäfer, Sprecher der Winterberg Veranstaltungs GmbH. Kein traditioneller Weihnachtsmarkt also, sondern ein Winterdorf, das auch zwischen den Jahren sowie in der ersten Januar-Woche an die Untere Pforte locken wird.

Eisbildhauer, Elfenwerkstatt und mehr

Ob alleine oder zu zweit, mit der Familie, Arbeitskollegen oder Freunden, ob als Gast oder Einheimischer - das Winterdorf soll wieder Treffpunkt für alle werden, die sich eine Auszeit vom Alltag gönnen möchten. Kulinarische Köstlichkeiten genießen, nach Geschenken stöbern, einen Tannenbaum aussuchen, bei einem Kakao oder Glühwein aufwärmen, einfach auf das Christkind warten oder in das neue Jahr feiern – ab dem 16. Dezember ist dies und vieles mehr möglich. Nicht zu vergessen das Rahmenprogramm mit Live-Musik, dem Weihnachtsmann, Kultur, Karussell, Elfenwerkstatt sowie der einen oder anderen Party. Langweilig wird es also sicher nicht im Winterdorf. Auch Firmenfeiern sind wieder möglich. Die Eröffnung findet am 16. Dezember um 17 Uhr unter anderem mit der Stadtfeuerwehrkapelle Hildfeld statt. Nach den Grußworten folgt um 19 Uhr die Eröffnungsparty mit DJ Andy.

Die Kernöffnungszeiten sind außerhalb der Ferien täglich von 14  Uhr bis 20 Uhr, in den Ferien täglich von 11 Uhr bis 20 Uhr sowie wie folgt: 24. Dezember von 11 bis 15 Uhr, 25. Dezember von 14 Uhr  bis 20 Uhr, 26. Dezember von 11 Uhr bis 20 Uhr und am 1. Januar 2017 von 14 Uhr bis 20 Uhr. Weitere Infos gibt es zudem im Internet unter www.winterberger-winterdorf.de  sowie bei Facebook unter der Adresse www.facebook.com/WinterbergerWinterdorf/; Das komplette Programm finden Interessierte auf der Winterdorf-Webseite sowie im Flyer, der unter anderem in den Tourist-Informationen kostenlos erhältlich ist.

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Agentur für Arbeit, Kreishandwerkerschaften und Industrie- und Handelskammern ziehen Jahresbilanz 2016/2017

Korbach(nh). Die Jahresbilanz des Ausbildungspakts legten heute die Agentur für Arbeit Korbach, die Kreishandwerkerschaften und IHK-Servicecentren der Landkreise Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder vor, teilten aktuelle Zahlen mit und beurteilten den Ausbildungsmarkt in der Region. 

Agentur für Arbeit Korbach
Fast unverändert ist die Zahl der Bewerber und Ausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr, meldet die Agentur für Arbeit Korbach für das abgelaufene Berichtsjahr in Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder. So zeigt die aktuelle Bilanz 2347 betriebliche Ausbildungsplätze, 6 oder 0,3 Prozent mehr als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres. Dagegen sank die Anzahl der Lehrstellensuchenden minimal um 1 oder 0,0 Prozent auf jetzt 2377 Personen. Am Ende standen 151 unversorgte Bewerber 132 unbesetzten Berufsausbildungsstellen gegenüber. Für Waldeck-Frankenberg heißt das 1398 betriebliche Berufsausbildungsstellen (plus 87, plus 6,6 Prozent) und 1175 Bewerber (plus 51, plus 4,5 Prozent). In Schwalm-Eder sind es 949 betriebliche Berufsausbildungsstellen (minus 81, minus 7,9 Prozent) und 1202 Bewerber (minus 52, minus 4,1 Prozent).Im gesamten Agenturbezirk wurden die meisten Auszubildenden gesucht in den Berufsbereichen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (757), kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb und Tourismus (646) sowie Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung (323). Die Top 5 der gemeldeten Lehrplätze belegen Kaufmann/frau im Einzelhandel vor Industriekaufmann/frau, Koch/Köchin, Hotelfachmann/frau und Industriemechaniker/in. Seitens der Bewerber rangieren Kaufmann/frau Büromanagement vor Kaufmann/frau Einzelhandel, Kfz-Mechatroniker/in Pkw-Technik und Verkäufer/in auf den ersten fünf Plätzen, gefolgt von Industriekaufmann/frau, Medizinische/r Fachangestellte/r und Industriemechaniker/in. Bei der Qualifikation der Schulabgänger nahm binnen Jahresfrist der Anteil der Abiturienten um 8,3 Prozent zu, ebenso wie der der Bewerber mit Hauptschulabschluss um 10,3 Prozent stieg. Einen Rückgang gab es beim Realschulabschluss um 8,6 Prozent und bei der Fachhochschulreife um 12,3 Prozent. „Eine fundierte Ausbildung ist die beste Basis und bringt gute Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz und einen höheren Verdienst“, appelliert Uwe Kemper, Leiter der Agentur für Arbeit Korbach, an Jugendliche. Stattdessen über eine der Helferstellen, die aufgrund der guten konjunkturellen Lage aktuell zahlreich angeboten würden, in den Beruf zu starten, sei langfristig zu riskant.

Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg
Ein Plus von 4 Prozent verzeichnete die Kreishandwerkerschaft Waldeck – Frankenberg zum 30. September bei den neu eingetragenen Lehrverträgen. Aktuell haben 391 junge Menschen mit einer Ausbildung im Waldeck-Frankenberg - Handwerk begonnen. „Damit sind unsere Bemühungen, die Zahlen des Vorjahrs zu halten, mehr als aufgegangen. Das ist ein ausgesprochen erfreuliches Ergebnis. Es zeigt uns, dass wir die Trendwende in der Nachwuchssicherung schaffen“, bilanziert Hauptgeschäftsführer Gerhard Brühl die Lehrstellensituation im Handwerk. „Deshalb werden wir auch künftig darauf setzen, mit vielen unterschiedlichen Maßnahmen und Projekten Betriebe und Jugendliche möglichst direkt in Kontakt miteinander zu bringen“ beschreibt Gerhard Brühl die Strategie in der Nachwuchswerbung. Auch wenn bei der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg zum jetzigen Zeitpunkt mehr neue Ausbildungsverträge als im Jahr zuvor eingetragen waren und die Ausbildungsbereitschaft der Handwerksbetriebe nach wie vor hoch ist, bleiben aber immer noch zu viele Lehrstellen im Handwerk unbesetzt. Die rückläufige Zahl von Ausbildungsbewerbern, bei manchen Jugendlichen mangelnde Ausbildungsreife, falsche Vorstellung aufgrund unzureichender Berufsorientierung – das sind Herausforderungen für unsere Betriebe. Voraussichtlich bleiben in diesem Jahr erneut 50 Ausbildungsstellen im Handwerk in Waldeck-Frankenberg unbesetzt und das, obwohl innerhalb der nächsten fünf Jahre im Schnitt zwei Mitarbeit pro Betrieb in Rente gehen. Zu den sinkenden Schulabgänger zahlen kommt der Trend zur höheren Schulbildung hinzu. Deutschland braucht doch nicht nur Dichter und Denker. Wir brauchen vor allem junge Menschen, die das Zeug dazu haben, die Stufen der beruflichen Bildung erfolgreich zu erklimmen. „Die Nachwuchssicherung und Nachwuchswerbung wird auch im kommenden Jahr ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Arbeit sein“, erklärt Brühl weiter. Dazu werde die Kreishandwerkerschaft auch künftig um gute Haupt- und Realschüler werben und weiterhin versuchen, junge Migranten und ihre Familien für eine duale Ausbildung zu gewinnen. Ferner werde der Fokus auf Abiturienten und Studienaussteigern liegen. Mit Blick auf den notwendigen Führungskräftenachwuchs in den Handwerksbetrieben und auf die innovativen Technologiefelder werben wir auch um mehr Gymnasiasten. Es gehört zur Tradition des Handwerks, dass wir für unsere Ausbildung Jugendliche mit unterschiedlichen schulischen, sozialen und kulturellen Hintergründen rekrutieren. Denn wie heißt es zu recht auf den Plakaten der Imagekampagne: Bei uns zählt nicht, wo man herkommt, sondern, wo man hin will“. Jeder fünfte Handwerker hat heute eine Zuwanderungsgeschichte, so haben mit Ausbildungsbeginn in Waldeck–Frankenberg 24 anerkannte Flüchtlinge eine Perspektive im Handwerk erhalten. Eine Ausbildungschance geben wir Jugendlichen mit allen Bildungsabschlüssen. So verfügen aktuell 58 Prozent unserer Ausbildungsanfänger über einen Hautschulabschluss beim Ausbildungsstart. Brühl ließ keinen Zweifel daran, dass das Handwerk jungen Menschen eine gute Zukunft bietet. „Egal ob erneuerbare Energien, modernste Haustechnik oder E-Mobilität – viele aktuelle technische Entwicklungen sind ohne das Handwerk nicht denkbar. Dementsprechend orientiert sich auch die Berufsausbildung an den neuesten technischen Entwicklungen. Attraktive Berufsbilder sind ein Muss, um Jugendliche für einen Handwerksberuf zu begeistern. Auch deshalb haben wir in den letzten 10 Jahren 68 Berufe modernisiert.“ Dabei liegen die Perspektiven für die jungen Menschen nicht nur in den zukunftsweisenden Arbeitsfeldern, sondern auch in der persönlichen Karriereplanung. „Das Handwerk bietet vielseitige Fortbildungen, die bis zum Meistertitel führen. Dazu suchen in den nächsten Jahren viele Betriebsinhaber einen Nachfolger. Damit bietet das Handwerk jungen Menschen große Zukunftschancen“, ist sich Brühl sicher.

Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder
Die Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder mit ihren ca. 1000 Mitgliedsbetrieben ist ein starker Partner in der dualen Ausbildung. Die Bereitschaft der Betriebe, junge Menschen in den verschiedenen Handwerksberufen auszubilden, ist ungebrochen hoch. Die Betriebe sind auf die neuen Berufsbilder und Ausbildungsordnungen gut eingestellt. Ca. 60 Ausbildungsstellen konnten zum diesjährigen Ausbildungsbeginn nicht besetzt werden. Die offenen Stellen beziehen sich auf fast alle Gewerke. „Wie andere Wirtschaftsbereiche, so hat auch das Handwerk Probleme geeigneten Berufsnachwuchs zu finden“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer Wolfgang Scholz. Sehr gute Chancen bieten sich den Jugendlichen im Bereich der Bau- und Ausbauberufe. So z. B. in der Gebäudesanierung, Nutzung von erneuerbaren Energien, der modernen Haustechnik oder Energieeinsparung. Viele aktuelle technische Entwicklungen sind ohne das Handwerk nicht denkbar. Die Vakanz offener Stellen zieht sich durch fast alle Gewerke. Die Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder fragt jedes Quartal die offenen Praktikums- und Ausbildungsstellen bei den Innungsfachbetrieben ab. Bis zum 30.10.2017 sind 376 neue Lehrverträge abgeschlossen worden. Damit konnte die Zahl des vergangen Jahres leicht übertroffen werden. Scholz machte deutlich, dass auch Hauptschüler vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk haben. Die Statistik zeigt, dass ca. 50 % der neuen Lehrverträge mit Hauptschülern abgeschlossen wurden. Mit der Schaffung der Stelle „Passgenaue Besetzung“ zur Mitte des Jahres, sollen die Betriebe bei der Gewinnung von Auszubildenden unterstützt werden. In den Blickpunkt rücken auch Ausbildungsverhältnisse mit Flüchtlingen. Das Handwerk ist traditionell ein Wirtschaftsbereich, in dem viele Menschen aus anderen Ländern einen beruflichen Neuanfang finden. Bereits jetzt sind über 50 Ausbildungsverträge und Einstiegsqualifikationen zwischen Handwerksbetrieben und Flüchtlingen abgeschlossen worden. Die Zahl könnte noch deutlich höher sein. Hinderlich sind oft die mangelnden Sprachkenntnisse der Flüchtlinge und die vielen bürokratischen Hürden. Aus Sicht vieler Betriebe dauern die Prozesse zu lang. Mit der Schaffung der Stelle des Willkommenslotsen, als Unterstützung für Handwerksbetriebe, sollen die Integrationsbemühungen verstärkt werden. Bei der Ausbildung junger Flüchtlinge hat sich die Einstiegsqualifizierung als gutes Instrument erwiesen, das weiter ausgebaut werden sollte. Die Imagekampagne des Deutschen Handwerks und die Nachwuchskampagne sollen helfen, Jugendliche für die Ausbildungsberufe im Handwerk zu gewinnen. Die Kreishandwerkerschaft hat sich auch in diesem Jahr an den Bildungsmessen in Homberg, Melsungen und Schwalmstadt sowie an der Ausbildungsbörse in Borken beteiligt. Darüber hinaus fand in diesem Frühjahr eine Handwerksausstellung mit Nachwuchswerbung im Einkaufszentrum dez in Kassel statt. Weiterhin unterstützt die Kreishandwerkerschaft das Projekt „Jobstarter“ der Jugendwerkstatt Felsberg. Hier sollen die Ausbildungsberufe des Handwerks Schülern näher gebracht werden. Auch Studienabbrecher können im Handwerk noch freie Ausbildungsstellen besetzen. Der Karriereweg könnte dann so aussehen: Verkürzte Ausbildung, Techniker- oder Meisterschule, Leitende Position bzw. Selbstständigkeit. Schließlich suchen viele Betriebsinhaber in den nächsten Jahren einen Nachfolger. Hier bietet das Handwerk ganz große Zukunftschancen für junge Menschen.
Die Kreishandwerkerschaft mit ihren angeschlossenen Innungen wird sich weiter bemühen, jungen Menschen die Berufsausbildung im Handwerk näher zu bringen und Karrieremöglichkeiten aufzeigen.

Industrie- und Handelskammer Waldeck-Frankenberg
Zum Stichtag 30. September 2017 hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel für den Kreis Waldeck-Frankenberg 736 neu eingetragene Berufsausbildungsverträge registriert. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich eine Steigerung von 20 (plus 2,8 %). Die Zahl der eingetragenen Ausbildungsverträge blieb im gewerblich-technischen bei 303 (Vorjahr 303) gleich. Im kaufmännischen Bereich gab es eine Steigerung von 20 (Vorjahr 413) eingetragenen Verträgen auf 433 (plus 4,8 %). Von den 736 Neueintragungen in Waldeck-Frankenberg entfallen 433 auf kaufmännische und 303 auf gewerblich-technische Berufe. Die Wirtschaft reagiert auf den spürbaren Fachkräftemangel und hält die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze nach wie vor auf einem hohen Niveau. Dies gilt durchgängig für alle Ausbildungsberufsbilder. „Insgesamt setzen die Unternehmen aus dem Kreis stark auf das Thema Ausbildung und übernehmen damit Verantwortung für junge Menschen“, so Bildungsberater Björn Duen. Und weiter: Für die Unternehmen in Waldeck-Frankenberg stellt die Berufsausbildung im eigenen Betrieb einen wesentlichen Baustein zukünftiger Fachkräftesicherung dar. Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze bewegt sich daher nach wie vor auf hohem Niveau. Dies gilt durchgängig für alle Ausbildungsberufsbilder. Leider können immer mehr verfügbare Ausbildungsplätze nicht mit geeigneten Bewerbern besetzt werden. Trotz einer nie dagewesenen Fülle an berufsspezifischen Informationen gibt es nach wie vor viele Ausbildungsberufe, die trotz bester Berufsperspektiven nicht nachgefragt werden. Die IHK Kassel-Marburg bietet mit der IHK-Lehrstellenbörse unter www.ihk-lehrstellenboerse.de, die auch ein Praktikumsportal und Duale Studiengänge beinhaltet, Unternehmen und Jugendlichen eine komfortable Plattform, auf der Informationen bereitgestellt, Fragen beantwortet und Kontakte geknüpft werden können. Da die Börse auch eine gezielte Suche nach Studienabbrechern erlaubt, können Unternehmen auch diesen „Pool“ für die Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte nutzen. Die duale Berufsausbildung ist heute und auch zukünftig eine gute Basis für die Berufskarriere. Die vielfältigen Aufstiegsmöglichkeiten über das duale System gilt es den Absolventen der allgemeinbildenden Schulen auch als Alternative zum Studium zu verdeutlichen. Die IHK Kassel-Marburg wird auch zukünftig Projekte mit dem Ziel der Verbesserung der Ausbildungsreife und Berufsorientierung unterstützen.

Industrie- und Handelskammer Schwalm-Eder
Ein Plus an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zum Start in das Ausbildungsjahr 2017 kann die Industrie- und Handelskammer im Schwalm-Eder-Kreis verzeichnen. 583 junge Menschen haben einen Ausbildungsvertrag in einem anerkannten Ausbildungsberuf abgeschlossen und sind auf dem Weg, sich zur Fachkraft zu qualifizieren. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich hier ein Plus von 33 Verträgen (6,0 %) insgesamt. In den gewerblichen-technischen Ausbildungsberufen kann ein Zuwachs von 30 Verträgen (18 %) verzeichnet werden; im kaufmännischen Bereich liegt die Steigerung bei absolut 3 Verträgen. Erfreulich ist die Besetzung der freien Ausbildungsplätze in den gewerblich-technischen Berufen; hier gab es in den vergangenen Jahren doch in einzelnen Berufen wie dem Mechatroniker, Verfahrensmechaniker oder auch Zerspanungsmechaniker Schwierigkeiten, angebotene Ausbildungsplätze adäquat zu besetzen. In der Gastronomie konnte die Zahl der Neuverträge wieder mit 36 Ausbildungsverträgen stabil gehalten werden. Der Einzelhandel hat sich nach einem Einbruch zu Beginn des Ausbildungsjahres 2016 wieder sehr gut erholt; bei den Verkäufer/-innen kann ein Zuwachs von 15 Auszubildenden gemeldet werden. Die Berufsausbildung stellt für die Unternehmen im Landkreis Schwalm-Eder einen wesentlichen Baustein zukünftiger Fachkräftesicherung dar. Jedoch können immer weniger verfügbare Ausbildungsplätze besetzt werden. Bei nicht so bekannten Ausbildungsberufen besteht ein Mangel an Bewerbern. Die IHK-Lehrstellenbörse unter www.ihk-lehrstellenboerse.de ist für ausbildungswillige Unternehmen und auch für suchende Jugendliche eine geeignete Plattform, gezielt zu suchen. Die von der IHK Kassel – Marburg eingerichteten Berufswahlbüros, diverse Projekte und Maßnahmen zur Unterstützung der Berufsorientierung sowie die Veranstaltungen zur Etablierung neuer Berufe werden auch in den nächsten Jahren ein fester Bestandteil der Arbeit der Bildungsberatung der IHK Kassel – Marburg im Schwalm-Eder-Kreis sein.

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