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Mittwoch, 05 Dezember 2018 13:12

Unterstützung auf vier Pfoten: Therpiehund Calle unterstützt Selbsthilfekontakstelle des Landkreises

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Heike Eschler und Therpiehund Calle unterstützen Selbsthilfekontakstelle des Landkreises Heike Eschler und Therpiehund Calle unterstützen Selbsthilfekontakstelle des Landkreises Foto:Landkreis Waldeck-Frankenberg

Korbach(pm). Tierischer Arbeitskollege: Die Mitarbeiterinnen der Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises Waldeck-Frankenberg können sich ab sofort über Unterstützung auf vier Pfoten freuen. Künftig wird im Rahmen der Selbsthilfe bei Bedarf ein Therapiehund eingesetzt. Dalmatiner Calle stellt Vertrauen her und baut Brücken zwischen Berater und Klient. Er kommuniziert ohne Worte, öffnet Türen allein durch seine Anwesenheit. Dies kann insbesondere in Gesprächssituationen mit Menschen im Rahmen der Selbsthilfe wichtig sein. „Wir unterstützen nicht nur die Selbsthilfegruppen im Landkreis bei ihrer Arbeit. Viele Menschen kommen auch in die Kontaktstelle, um Beratung und Unterstützung in Anspruch zu nehmen – und vielleicht in eine Selbsthilfegruppe weitervermitteln zu werden“, berichtet Heike Eschler, die seit einigen Monaten das neue Gesicht in der Selbsthilfekontaktstelle ist. Beim Streicheln des Dalmatiners entsteht ein positives Gefühl. Sowohl für Tier als auch für den Klienten. Calle kann das Eis schmelzen und Brücken bauen – und so viele Gesprächssituationen entspannen und dafür sorgen, dass sich die Menschen wohler fühlen und schneller öffnen. „Das ist es, was die Begegnungen so wertvoll machen: der Kontakt mit einem Lebewesen, das sich zuwendet, ohne vorher abzuwägen und bewerten“, weiß Heike Eschler.

Die systemische Therapeutin ist seit Sommer dieses Jahres in der Selbsthilfekontaktstelle tätig; davor hat sie 21 Jahre im sozialpsychiatrischen Dienst des Landkreises mit psychisch kranken Menschen gearbeitet. Gemeinsam mit Calle ist sie nun für die Selbsthilfekontaktstelle im Einsatz und hat dafür mit ihrem Dalmatiner eine zweijährige Ausbildung absolviert, die Calle als Therapiehund zertifiziert – inklusive entsprechender Dokumentationen, Impfausweis und regelmäßigen Tierarzt-kontrollen. „Die Auflagen sind streng, aber in der Therapiearbeit mit Menschen notwendig.“ Die Er-folge sind umso größer. „Wir haben uns entschieden, mit dem Einsatz des Therapiehundes im Rahmen unserer Angebote im Bereich der Selbsthilfe auch einmal neue Wege einzuschlagen“, unterstützt der Erste Kreisbeigeord-nete und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese den Einsatz von Calle. „Im Bereich der tiergestützten Therapie hat er eine positive Wirkung auf die Menschen und unterstützt bei der Selbsthilfe – beispielsweise bei Depressions- oder Trauergruppen sowie vielen anderen Gruppen“ Und der fröhliche Vierbeiner macht seine Arbeit gern: „Auch für Calle ist das Zusammensein mit Menschen entspannend; er liebt Geselligkeit“, sagt Heike Eschler. „Er ist sensibel, gelehrig und freundlich – aber natürlich auch ein bisschen verfressen“, lacht sie. „Aber vor allem ist er die Ruhe an meiner Seite.“ Die Selbsthilfe ist zu einem wichtigen Pfeiler im deutschen Gesundheitssystem geworden und aus der Gesundheitslandschaft mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Sie ergänzt auf wirksame Weise die professionelle Arbeit von Ärzten und Therapeuten und wird entsprechend von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert. Chronisch kranke Menschen und Menschen in besonders belastenden Lebenssituationen finden in Selbsthilfegruppen Rat und Unterstützung, teilen ihre Sorgen, finden gemeinsam Lösungen und helfen dabei sich selbst und anderen. Die Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises setzt es sich zum Ziel, durch Aufklärungsarbeit den Selbsthilfegedanken weiter zu verbreiten und so ein selbsthilfefreundliches Klima im Landkreis zu schaffen. Sie veröffentlicht jährlich einen Selbsthilfewegweiser für Waldeck-Frankenberg.

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