Samstag, 08 April 2017 12:53

Waldeck-Frankenberg nicht überall Tourismusregion Nummer 1

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Symbolbild

 Altenlotheim(od). Waldeck-Frankenberg ist Hessen Tourismusregion Nummer 1. Ederbergland, Willingen, Edersee, Nationalpark Kellerwald-Edersee oder der Diemelsee locken jedes Jahr unzählige Besucher in die Region. Tourismusorganisationen wie Edersee-Touristic, Waldecker Land/Ederbergland oder die entsprechenden Abteilungen in den Rathäusern der Städte und Gemeinden werden nicht müde, die Vorzüge der Region anzupreisen. Und seit die Banstrecke zwischen Korbach und Frankenberg reaktiviert wurde, ist Waldeck-Frankenberg aus fast allen Richtungen auch bequem per Bahn zu reichen. Und mit dem Auto ist es so wie so nicht schwierig sich Waldeck-Frankenberg zu erschließen. Aber Ederbergland, Willingen, Edersee, Nationalpark Kellerwald-Edersee oder der Diemelsee sind eben nicht alles in Waldeck-Frankenberg. Und es gibt Menschen, die nicht unbedingt die Tourismus-Hochburgen im Kreis besuchen wollen. So wie das rüstige Ehepaar am Anfang dieser Woche. Bei so um die 70 Jahre alt und gut zu Fuß, denn das Paar hat ihr Auto in Frankenberg am Goßberg geparkt und die Eder zwischen Frankenberg und Schmittlotheim erwandert. Landschaftlich eine sehr reizvolle Strecke, Einblicke in Flora und Fauna an der Eder, die Bundesstraße stört nicht sonderlich. 15 Kilometer, fast immer grade aus lassen sich in 3 oder 4 Stunden gut bewältigen. Aber man ist gut beraten, sich Erfrischungen und Verpflegung ein zupacken, denn unterwegs wird es schwierig, mal bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen Rast zu machen. Schwierig? Nein, unmöglich.  In Schmittlotheim angekommen ging das Elend weiter: Zurück nach Frankenberg sollte es mit dem Bus oder der Bahn gehen, aber die Fahrplan-Tafel an der Bushaltestelle ein leerer Kasten. Der Edeka-Laden hat zum Glück einen Fahrplan aushängen und die freundliche Verkäuferin bemühte sich Bus- und Bahnverbindungen für das ältere Paar heraus zu suchen. Letztendlich blieb nur eine Bahnverbindung um 18 Uhr 19 übrig. Und die Frage nach Kaffee und Kuchen, die erübrigt sich natürlich auch, denn Lokalitäten, die so etwas anbieten sucht man natürlich wieder vergebens. Nicht nur die gut erschlossenen Touristenhochburgen machen eine Touristenregion aus, es sind die Kleinigkeiten abseits der Hauptströme, die zeigen, wie ernst man es mit Gästen und Besuchern meint. Und hier hat Waldeck-Frankenberg ein deutliches Defizit. Schade eigentlich, den das Potential ist da.

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Kommentare   

# Mr.X 2017-04-08 13:22
Hoho, kritische Töne? Das wird den öffentlich finanzierten Touristenbuden aber gar nicht gefallen. Und der Kreispolitik schon zwei mal nicht, die glauben doch es wäre alles super hier.
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