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Mittwoch, 13 September 2017 09:11

Hospiz- und Palliativversorgung gesellschaftlich verankern

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MdL Dr. Daniela Sommer, Prof. Dr. Heinrich Schnatmann, Dr. Edgar Franke, Einrichtungsleiter Edmund Röse und Susanne Plenty vom Sozialdienst. MdL Dr. Daniela Sommer, Prof. Dr. Heinrich Schnatmann, Dr. Edgar Franke, Einrichtungsleiter Edmund Röse und Susanne Plenty vom Sozialdienst. Foto:pr/nh

Frankenberg(nh). Der Gesundheitsausschussvorsitende des Deutschen Bundestages, der Abgeordnete für das Frankenberger Land, Dr. Edgar Franke hat das Hospiz in der Stadt Frankenberg im Bockenthal besucht. Nach den, auch von ihm persönlich initiierten, zahlreichen Versorgungsverbesserungen in den letzten Jahren, wollte sich der Sozialrechtsexperte vor Ort über die stationäre Hospiz- und Palliativversorgung informieren. Das Internationale Bildungs- und Sozialwerk e. V. als Träger des stationären Hospizes verfügt über viel Erfahrung in diesem Bereich, erläuterte Vorstand Prof. Dr. Heinrich Schnatmann. Mit dem Hospiz im Frankenberger Bockenthal wird eine stationäre Sterbebegleitung geboten, die einen würdevollen Umgang mit Sterben und Tod sichert. Laut Umfrage des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes wollen zwei Drittel der Deutschen gern zu Hause sterben. Die Statistik zeigt jedoch, dass nur jeder fünfte Bundesbürger im eigenen Bett sterben darf. Die meisten Menschen,,über 40 Prozent, sterben im Krankenhaus, fast 25 Prozent im Heim und etwa 15 Prozent in einem Hospiz. Das hat die Bertelsmann Stiftung im vergangenen November veröffentlicht. Anspruch und Wirklichkeit klaffen demnach stark auseinander. Hospizleiter Eddy Röse weiß aus vielen Beratungsgesprächen, dass Angehörige an ihre Grenzen stoßen, wenn sie den Wunsch, Zuhause sterben zu wollen, ermöglichen sollen. Oft sind sie überfordert. Aber auch die Betroffenen können das Gefühl kaum ertragen, der Familie zur Last zu fallen. Gesundheitspolitiker Franke: „Wir haben das in der Gesundheits- und auch in der Rechtspolitik die Frage der Sterbehilfe intensiv diskutiert und haben jetzt die Sterbebegleitung ausdrücklich zum Bestandteil des Versorgungsauftrages der sozialen Pflegeversicherung gemacht. Dadurch konnten die Leistungen für die schwer Erkrankten nunmehr wesentlich verbessert werden. Auch tragen die Krankenkassen nunmehr künftig 95 % der Kosten für stationäre Hospize. Die Besichtigung zeigt, dass das Hospiz im Frankenberger Bockenthal großzügige wohnliche Einzelzimmer mit jeweils einem eigenen Badezimmer und Balkon bietet. Angehörige und Freunde haben nicht nur die Möglichkeit, jederzeit zu Besuch zu kommen. Es besteht für sie auch das Angebot, im Zimmer des Gastes oder in einem separaten Angehörigenzimmer zu übernachten. "Die Verankerung der Hospizarbeit in der Gesellschaft nehme zu," sagte Röse. Er erkennt das auch am Spendenaufkommen. Spenden sind nach wie vor wichtig und notwendig, damit Sterbebegleitung menschlich gestaltet werden kann und diese nicht zu einem Geschäft wird.

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