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Freitag, 07 Dezember 2018 08:30

Gegen Sucht und Drogen: Landkreis fördert Beratungsstelle des Diakonischen Werkes mit über 180.000 Euro

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Birgit Vogt vom Fachdienst Gesundheit, in der Mitte Klaus Fieseler, Leiter der Suchtberatung Klaus Fieseler und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese Birgit Vogt vom Fachdienst Gesundheit, in der Mitte Klaus Fieseler, Leiter der Suchtberatung Klaus Fieseler und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese Foto: Landkreis Waldeck-Frankenberg

Korbach(pm). Für viele Menschen dreht sich das ganze Leben nur noch um Sucht und Drogen. Diesen Kreis allein zu durchbrechen, schaffen nur wenige. Nicht selten benötigen Betroffene Un-terstützung, um ihr Leben wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Diese bietet die Sucht-beratung des Diakonischen Werkes Waldeck-Frankenberg, deren Arbeit der Landkreis jährlich mit mindestens 180.000 Euro unterstützt. Die Suchtberatung ist Anlaufstelle für Menschen, die Probleme im Umgang mit Alkohol, illegalen Drogen, Medikamenten, Glücksspiel oder Computer- und Internetnutzung haben sowie für deren Angehörige. „Neben unserer Betreuung vermitteln wir die Patienten auch an entsprechende Hilfsangebote weiter – bis hin zu ambulanten oder stationären Behand-lungen“, erklärt der Leiter der Suchtberatung Klaus Fieseler. „Bei uns können die Patienten zudem auch im Rahmen der ambulanten Rehabilitation ambulant behandelt werden.

Das bedeutet, dass Betroffene während der Therapie weiter in ihrem gewohnten Umfeld leben und arbeiten können.“ Ergänzt wird ihre Arbeit durch die Fachstelle für Suchtprävention, die seit vielen Jahren vorbeugende Maßnahmen umsetzt, um es gar nicht erst zu Suchterkrankungen kommen zu lassen. Sie ist gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern und Multiplikatoren tätig und konzentriert sich auf eine sozialraumorientierte Präventionsarbeit. Ein weiterer Baustein des ganzheitlichen Konzepts des Diakonischen Werkes ist das Ambulant Betreute Wohnen. Das Angebot richtet sich an suchtmittelabhängige Menschen, die in ihrem Alltag stabilisierende Hilfen brauchen und dabei in ihrer eigenen Wohnung leben können. „Alle diese Angebote sind Bausteine, um Menschen, die in Waldeck-Frankenberg durch Suchterkrankungen den Halt im Leben verloren haben, aufzufangen“, erläutert der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese die Arbeit des Diakoni-schen Werkes. „Wir als Träger sozialer Aufgaben sehen uns hier in der Pflicht, entsprechende Angebote auch finanziell zu unterstützen.“ Die Förderung sei hier sehr gut aufge-hoben. Jährlich unterstützt der Landkreis diese Arbeit mit mindestens 180.000 Euro. Weiterhin gleicht er am Ende der Abrechnungsperiode zusätzlich Dreiviertel des jährlichen Defizits der Sucht- und Drogenberatung aus – und leistet damit zusätzliche finanzielle Hilfestellung. „Mit dem Diakonischen Werk haben wir einen starken Partner im Bereich sozialer Hilfeleistungen, für deren Arbeit der Landkreis Waldeck-Frankenberg sehr dankbar ist“, so Frese weiter. Das Diakonische Werk richtet sich mit seinen Angeboten an alle Menschen, gleich welcher konfessionellen oder politischen Zugehörigkeit. Über eine möglichst niedrige Schwelle soll allen Ratsuchenden die Möglichkeit gegeben werden, von der Nennung einer Problemlage bis zu ihrer Bewältigung oder Überwindung durch kompetente Fachkräfte begleitet zu werden. Dies bedeutet auch, dass für uns eine Weitervermittlung an andere geeignete Dienste und Einrichtungen selbstverständlich ist, wenn dieses entweder von der Lage her erforderlich oder von den Ratsuchenden gewünscht ist. Die Beratungsangebote sind in der Regel kostenlos. Die Mitarbeitenden unterliegen der Schweigepflicht; alle Angelegenheiten werden vertraulich behandelt. Detaillierte Informationen zu den Beratungsangeboten gibt es online auf der Webseite des Diakonischen Werkes unter www.dwwf.de  oder unter Tel.: 05631 – 60330.

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