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Tagung und Seminar „Bergheiden im Rothaargebirge“ am 08. und 09. November 2018

Winterberg(pm). Über Jahrhunderte hinweg war die Nutzung des Feuers eine wichtige Praxis und damit ein mitbestimmender Faktor in der Entstehung und Bewirtschaftung mitteleuropäischer Kulturlandschaften – beispielsweise im Brandfeldbau in den deutschen Mittelgebirgen oder der Schaffung und Erhaltung produktiver und ökologisch wertvoller Heidegebiete. Auch im Sauerland war die Feueranwendung weit verbreitet und stellte damit einen bedeutenden kulturellen und landschaftsprägenden Faktor dar. Nachdem in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts das unsachgemäße und exzessive Flämmen in den zunehmend durch Mechanisierung und Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln geprägten Agrarlandschaften das Überleben und die Rückzugsräume wichtiger Pflanzen- und Tierarten bedrohte, wurde die Anwendung des Feuers in Deutschland in den 1970er Jahren generell verboten. Bereits nach einigen Jahren zeigte sich, dass das Verbot des Brennens, einhergehend mit der Abnahme der intensiven Landbewirtschaftung, zu einer Veränderung von Offenland-Lebensräumen führte. Wertvolle Heide- und Grasfluren unterlagen der Überalterung und der Sukzession in Richtung Verbuschung und Waldentwicklung – und damit dem Verlust der Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten. Basierend auf der feuerökologischen Grundlagenforschung wurden in Deutschland Verfahren des Kontrollierten Brennens entwickelt, die zum einen an die Tradition der Feueranwendung anknüpfen, zum anderen ökologische und umweltrelevante Auswirkungen – positive und negative – berücksichtigen. Ziel der heutigen Anwendung des Kontrollierten Feuers sind Standorte, auf denen der Wegfall traditioneller intensiver Bewirtschaftung zu einer Überalterung und Degradierung führt. Die Beseitigung bzw. der Abbau von Altgras, überalterter und verholzter Heide und der Einwanderung von Gehölzen in aufgelassenen Offenland-Lebensräumen ist ein wichtiges Ziel des Feuereinsatzes im Naturschutz und der Landschaftspflege.

Damit dies fachlich angemessen und vor allem sicher gelingt, ist es von entscheidender Bedeutung, qualifiziertes Personal auszubilden, welches das Kontrollierte Feuer nicht nur sicher und effektiv anwenden, sondern auch die notwendige Öffentlichkeitsarbeit leisten kann. Das Seminar Mit Feuer und Flamme für den Naturschutz – Anwendung des Kontrollierten Feuers in Naturschutz und Landschaftspflege richtet sich an diejenigen, die sich in der Praxis mit der Erhaltung gefährdeter Offenlandstandorte befassen, auf denen der Einsatz des Kontrollierten Feuers infrage kommt. Das Seminar vermittelt die theoretischen Grundlagen zum Kontrollierten Feuereinsatz im Rahmen der Weidenachpflege, Offenhaltung und für spezielle Artenschutzmaßnahmen. Danach sollen die Fachkräfte selbständig Feuereinsätze planen, anleiten und praktisch durchführen können. Der Schwerpunkt liegt auf der Pflege von Bergheiden und Borstgrasrasen.Um den Feuereinsatz selbstständig sicher und effektiv umsetzen zu können, ist eine praktische Schulung unabdingbar. Das Seminar bietet die Möglichkeit, durch die Demonstration und Mitwirkung beim Kontrollierten Brennen die notwendigen Kenntnisse in der Praxis zu erlernen.

Programm und Information zum Download

Willingen/Diemelsee/Detmold(pm). Gemeinsam präsentierten die Tourist-Informationen Willingen und Diemelsee das touristische und naturräumliche Angebot der beiden Urlaubsregionen unter dem Dach des Deutschen Wanderverbandes beim 118. Deutschen Wandertag in Detmold. Vier Tage informierten sich zahlreiche Besucher über die Regionen, das Wanderangebot, sowie über Radwege, Freizeiteinrichtungen, Wintersport u.v.m. Der attraktiv gestaltete Stand gehörte mit der Gondel der Willinger Ettelsberg-Kabinenseilbahn zu den attraktivsten Ständen auf der Messe und war ein Publikumsmagnet. Besonders interessant ist hierbei, dass viele Gäste sehr spezielle Fragen zu den beiden TOP Wanderwegen Diemelsteig und Uplandsteig sowie der Kombinationen der beiden Steige hatten. Ob mehrtägige Streckenwanderungen, Tagestouren, Familienwanderungen oder Fährschiffwanderungen – die Region bietet zusammen mit den Qualitätsgastgebern „Wanderbares Deutschland“ eine hervorragende Wanderinfrastruktur für jeden Anspruch “, resümierten Klaus Hamel von der Tourist-Information Diemelsee und Andrew Kesper von der Tourist-Information Willingen.

Rosenthal(pm).. Die heimische Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer hatte zu „Wein, Musik – naturnah erquickt“ nach Rosenthal an die Seegerteichhütte in Rosenthal eingeladen. Nachdem die Abgeordnete heimische Unternehmen in Rosenthal besucht hatte, endete der Tag mit dem Verein für naturnahe Erholung, der sich einst aus dem TSV heraus geründet hatte. Damals war das Projekt Seegerteichhütte in Planung.  Nach Aufbau, v. a. in Eigenleistung, mussten die Vereinsmitglieder einen Brand bewältigen und die Seegerteichhütte neu aufbauen. Am Konzept, an der Größe und am Standort hielt man fest.

Der stellvertretende Vorsitzende Karl-Ludwig Ruckert sagte: „Das alles ist nur im Team möglich. Jeder hilft mit, so dass die Seegerteichhütte ein Ort ist, an dem Menschen gerne zusammenkommen und ein schönes Ambiente erleben.“ Herbert Turian berichtete von dem Aufbau, dem Brand, der Leader-Förderung für den erneuten Aufbau und informierte über die verschiedenen Wandermöglichkeiten vom Wildrosenweg über die Rosenthaler Wanderwege bis hin zur Extratour Franzosenwiesen, dem Premiumwanderweg des gesamt Konzepts „Wandermärchen Burgwald-Ederbergland“. Bürgermeister Hans Waßmuth, der selbst im Vorstand des Vereins tätig ist, begrüßte die Gäste und sagte: „Der Verein betreut und erhält die Wanderwege. Unter dem Motto „Rosenthal im Herzen vom Burgwald – einmalig in Hessen“ freuen wir uns immer wieder auf viele Gäste, die hier wandern und Radfahren, aber auch wir als Einheimische, nutzen das vielfältige Wanderangebot gerne.“ Die Seegerteichhütte ist ein guter Ausgangspunkt für Wander- und Naturfreunde im Burgwald. Der Burgwald bietet eine abwechslungsreiche Landschaft, Idylle und vieles aus der „guten alten Zeit", die Seegerteichhütte Unterhaltung & Erholung. Mit seinen typischen Mischkulturen: Hanglagen, moosig-moorige Talgründe mit Feuchtwiesen und Stillgewässern und Waldwiesen. Mit 35 verschiedenen Angeboten im Jahr 2018 bieten der Verein Abwechslung – so wie der Burgwald selbst. Sommer bedankt sich bei den Aktiven des Vereins für naturnahe Erholung: „Erholungssuchende, die u. a. auch auf sportliche Aktivitäten fixiert sind, und Interessensvertreter des Naturschutzes oder der Waldbesitzer sowie die Kommune ziehen hier in Rosenthal an einem Strang. So ist es möglich, auf der einen Seite der Erholung auf der anderen Seite dem Naturschutz Rechnung zu tragen. Herzlichen Dank für Ihr Engagement! Sie tragen dazu bei, dass sich Besucher, Wander- und Naturfreunde und Einheimische hier wohlfüllen und ein tolles Programm und eine gut in Schuss gehaltene Hütte vorfinden“  Gemeinsam klang der Abend bei einem Imbiss und guten Gesprächen am Seegerteich aus.

Rosenthal(pm). Auf Einladung des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e.V. (FGL) absolvierte Dr. Daniela Sommer (MdL, SPD) am vergangenen Freitag im Rahmen der Kampagne „GaLaBau in Politik & Praxis“ ein Politikerpraktikum beim Unternehmen Hermann Ruckert Garten- und Landschaftsbau in Rosenthal. Dabei stand unter anderem das Thema Bürokratieabbau im Fokus. Frau Dr. Sommer, die bereits in verschiedenen Branchen an Praktika teilgenommen hat, will sich auch weiterhin für einen Bürokratieabbau einsetzen, schließlich wurde sie von mehreren mittelständischen Unternehmern auf dieses Thema angesprochen.

Ruckert und Sommer waren sich bei diesem schnell Thema einig: Speziell die mittelständischen Unternehmer seien aufgrund der begrenzten finanziellen und personellen Kapazitäten in besonderer Art und Weise auf einen effizienten und unbürokratischen Rechtsrahmen angewiesen. Unnötige Bürokratie produziere Kosten, hemme die Wettbewerbsfähigkeit und sei letztlich auch ein Innovationshindernis. So wurde im März 2017 vom Deutschen Bundestag zwar das Bürokratieentlastungsgesetz II verabschiedet, dieses richte sich jedoch vor allem an Kleinstunternehmer. GaLaBau-Unternehmer Ruckert unterstreicht die Problematik anhand der Entsorgung von Erdaushub: Bereits für kleinere Mengen Erdaushub sei zur Entsorgung ein Bodengutachten notwendig. Es zeichne sich ein Entsorgungsnotstand ab. Es werde immer schwieriger Erdaushub in loszuwerden. Auf der einen Seite würde die Anzahl der Deponien sinken, auf der anderen Seite würden Gesetzesvorhaben wie die neue Mantelverordnung für Ersatzbaustoffe und Bodenschutz die Situation noch verschärfen. Diese den Mittelstand bedrohenden Auflagen hätten zur Folge, dass er Kollegen höre, die über 200 km Anfahrt in Kauf nehmen würden, um ihren Erdaushub abladen zu können. Dies sei weder ökonomisch, noch ökologisch sinnvoll. Auch die Novellierung der Datenschutzgrundverordnung empfindet der Unternehmer als zusätzliche Belastung. Gesetze, die für große datensammelnde Unternehmen entworfen worden seien, seien nur schwierig auf mittelständische Unternehmen anzuwenden. Statt im Büro zu sitzen und sich über die Bürokratie zu ärgern, würde Unternehmer Ruckert lieber das tun, was er gut kann und ihm und seinen Mitarbeitern das Einkommen erwirtschaftet: Gärten und Grünanlagen bauen. Denn: Wie wichtig das Grün im privaten, wie auch öffentlichen Bereich ist, gilt als unumstritten: Es steigert nicht nur die Lebensqualität sowie die Gesundheit der Bevölkerung, es fördert auch das soziale Miteinander. Jung und Alt finden in Grünanlagen nicht nur Entspannung. Viel Zeit zur Entspannung hat Geschäftsführer Ruckert in seinem Alltag jedoch nicht - er muss gut organisiert sein, will er allen gesetzlichen Regularien und Auflagen befolgen.

Kostenloser Bus-Shuttle, Kurzführungen, Biergarten mit Musik und Nordturmbesteigung zum Sonnenuntergang

Kreis Paderborn(krpb). Nachts ins Museum: Zum dritten Mal beteiligt sich das Kreismuseum Wewelsburg an der langen Paderborner Museumsnacht am Samstag, den 25. August, von 18 – 24 Uhr. In beiden Abteilungen, dem „Historischen Museum des Hochstifts Paderborn“ und der „Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 – 1945“, steht ein Pädagogen-Team für Fragen der Gäste zur Verfügung. Kurzführungen werden angeboten. Darüber hinaus gibt es Führungen zur Sonderausstellung " Wir machen ein Fass auf! Bier brauen und trinken im Paderborner Land". Im Burginnenhof gibt es einen Biergarten mit musikalischer Untermalung von Wigbert Dönni am Saxophon. Ab 19.30 Uhr können die Gäste die rund 100 Stufen zum Nordturm hinaufsteigen. Auf den grandiosen Ausblick im Lichte der untergehenden Sonne warten jedes Jahr sehr viele in der Region und darüber hinaus. Das ganze Programm ist kostenlos.

Ein Bus-Shuttle verbindet zwischen 18 und 23 Uhr das Kreismuseum Wewelsburg und das Paderborner Rathaus im Stundentakt. Abfahrt am Rathaus ist immer zur vollen Stunde. Immer um halb fährt der Bus ab Wewelsburg zurück. Auch die Busfahrten sind kostenlos. Die genauen Abfahrzeiten sind unter www.wewelsburg.de. zu finden. In der Museumsnacht hat das Café-Restaurant Zur Wewelsburg bis 22.00 Uhr geöffnet, Küche wird bis 21 Uhr angeboten. Die Wewelsburg wurde 1603 bis 1609 in ihrer einzigartigen Dreiecksform im Stil der Weserrenaissance von Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg unter Einbeziehung älterer Bauten neu errichtet. Sie liegt über dem Almetal nahe Paderborn. Heute befinden sich in der Wewelsburg das Kreismuseum und eine Jugendherberge. Die Geschichte des Paderborner Landes wird von der Steinzeit bis zur Säkularisation 1802 mit seltenen Exponaten und Inszenierungen im „Historische Museum des Hochstifts Paderborn“ erlebnisorientiert nachgezeichnet. Vom Leben der Geistlichkeit über den Adel bis hin zu den Armen und außerständischen Schichten zieht sich der inhaltliche Bogen der 29 Ausstellungsräume in der Wewelsburg. In 2015 wurden die Räume komplett modernisiert und besonders besucherfreundlich umgestaltet. Schubladen öffnen, Anfassen und Ausprobieren sind hier ausdrücklich erlaubt. Die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ im ehemaligen Wachgebäude der heutigen „Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 – 1945“ bettet die Geschichte der lokalen SS-Aktivitäten und des hiesigen Konzentrationslagers in eine überregionale Gesamtdarstellung der SS ein. Die Schutzstaffel (SS), ihre Ideologie und ihre Verbrechen werden umfassend thematisiert.

Landkreis bietet Veranstaltungs-Wochenende mit RTL II-Star und Lifecoach Felix Klemme an

Waldeck-Frankenberg(pm). Beruf und Familie sind nicht immer leicht unter einen Hut zu bringen – und stellen für viele Menschen jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung dar. Nicht selten kann der dadurch ausgelöste Stress auch zur gesundheitlichen Belastung werden. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zweitausendachtsam“ vom 31. August bis 2. September will der Hessencampus des Landkreises dem entgegenwirken – und bietet Strategien, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen. Mit dabei: RTL II-Star und Lifecoach Felix Klemme.Workshops, Vorträge, Activities: die Angebote zielen darauf ab, die Work-Life-Balance – auch bei herausfordernden Aufgaben des Alltags – besser planen, organisieren und ausbalancieren zu können. Für ein ausgeglicheneres und gesünderes Leben. Dazu konnte der Hessencampus Lifecoach Felix Klemme gewinnen, der auch aus der RTL II-Sendung „Extrem schwer“ bekannt ist.

Felix Klemme stellt an einem Abend das von ihm entwickelte Life-Coaching-Programm „Natural Network“ vor, mit dem er in seiner Arbeitspraxis bereits viele Menschen in die Lage versetzt hat, sich auf ganzheitliche Weise mit sich selbst zu beschäftigen – und ihr Leben nachhaltig zu verändern. Er stellt dabei die neuesten Erkenntnisse aus der Sportwissenschaft und der Psychoneuroimmunologie vor und gibt damit wichtige Anstöße, Gewohnheiten in Frage zu stellen und diese mit dem Ziel einer bewussten Lebensführung nachhaltig zu verändern. In einem gemeinsamen Sport-Coaching lädt er alle Teilnehmer ein, auch körperlich aktiv zu werden – und zwar auf dem Trimm-Dich-Pfad am Eisenberg bei Goldhausen. Neben Felix Klemme werden aber noch weitere Referenten und Workshop-Leiter zu Gast sein, die Aktivitäten und Vorträge unter anderem zu kinesiologischen Entspannungsverfahren, Work-Life-Balance oder der Suche nach dem Glück anbieten werden. Die Veranstaltungen sind kostenlos – das detaillierte Programm gibt es auf der Homepage des Landkreises unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de  in der Rubrik „Landkreis, Politik und Wirtschaft“ unter „News und Aktuelles“. Die Veranstaltungsreihe wird durchgeführt vom Hessencampus Waldeck-Frankenberg gemeinsam mit den Fachdiensten Schulen und Bildung sowie Sport- und Jugendarbeit des Landkreises, dem TSV 1850/09 Korbach, der pronova BKK sowie dem Projekt „Platzwechsel“. Da bei allen Angeboten nur eine begrenzte Anzahl ein Teilnehmerplätzen vorhanden ist, ist eine Anmeldung unter E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   notwendig. Die Veranstaltungen sind kostenlos. Der Hessencampus Waldeck-Frankenberg bietet als Verbund regionaler Bildungsakteure regelmäßig Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen an. Ziel ist es, die Bildungsbeteiligung der Menschen im Landkreis zu erhöhen - und erreichbare Bildungsangebote in der Region zu unterbreiten. Aktuelle Informationen und das detaillierte Programm gibt es auch online unter www.hessencampus-waldeck-frankenberg.de 

Internationale Fledermausnacht am 25. und 26. August

 Wetzlar(pm). Sie sind die wahren Herrscher der Nacht. Sie sehen mit den Ohren, fliegen mit den Händen und rasen mit bis zu 880 Herzschlägen pro Minute durch die Dunkelheit. Nicht zuletzt deshalb gehören Fledermäuse zu den faszinierendsten heimischen Tieren. Auf Batmans Spuren können sich Naturinteressierte bei der 22. Internationalen Fledermausnacht am 25. und 26. August an vielen Orten in Hessen begeben. Rund um das letzte Augustwochenende veranstaltet der NABU zahlreiche Fledermausfeste, Vorträge, Wanderungen und Exkursionen rund um die nächtlichen Jäger.

 

Wer Fledermäuse in der Dämmerung entdecken will, muss sehr aufmerksam sein, um die schwarzen Silhouetten der wendigen Flugkünstler gegen den dunkler werdenden Nachthimmel zu erkennen. “Einfacher geht es auf geführten Fledermaus-Wanderungen, bei denen man Fledermäusen mit Hilfe von Ultraschall-Detektoren aufspüren kann“, ruft Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen, zur Teilnahme auf. Der BAT-Detektor macht die ultrahochfrequenten Rufe der Tiere hörbar, um ihnen so auf die Schliche zu kommen. Im Rahmen der Internationalen Fledermausnacht werden in mittlerweile über 35 Ländern Veranstaltungen zu den wendigen Nachtjägern angeboten. Auf den Veranstaltungen können unter anderem Abendsegler, Wasser- und Zwergfledermäuse entdeckt werden.  „Die alljährliche Fledermausnacht soll auf die Bedrohung der Kobolde der Nacht aufmerksam machen. Hauptursache für die Gefährdung der heimischen Fledermausarten ist der Verlust von geeigneten Lebensräumen“, so der Biologe Eppler. Alte Baumbestände, die in ihren Höhlen und Ritzen vielfältigen Unterschlupf gewähren, verschwinden zunehmend. Ritzen, Fugen und Spalten, die durch die Modernisierung von Fassaden und Dächern verloren gehen, sollten durch frühzeitig geplante Ersatzmaßnahmen an gleicher Stelle ausgeglichen werden. So sieht es auch das Bundesnaturschutzgesetz vor. Zudem verringert der Einsatz von Pestiziden Nachtfalter und andere Insekten als Nahrungsmittel für Fledermäuse oder vergiftet die Tiere über die Nahrungskette selbst. An vielen Orten in Hessen können Naturfreunde bei der Batnight auf Fledermausexkursion gehen. Öffentliche NABU-Veranstaltungen gibt es u.a. in Bad Nauheim, Linsengericht, Greifenstein, Dieburg-Münster, Seligenstadt, Oberseelbach, Bürstadt, Dillenburg, Steinau und Frankfurt. Einen Überblick über alle Batnight-Veranstaltungen in Hessen ist im Internet unter www.batnight.de  zu finden  Veranstaltet wird die Internationale Batnight von EUROBATS, dem Europäischen Büro für Fledermausschutz. In Deutschland wird sie vom NABU organisiert. Mit der Aktion soll auf die Bedrohung der Tiere aufmerksam gemacht werden. In Deutschland sind vier Arten stark gefährdet, drei sind sogar vom Aussterben bedroht. Zwölf weitere sind gefährdet, stehen auf der Vorwarnliste oder es gibt nicht genug Daten, um ihre Gefährdung genau einschätzen zu können. Der NABU Hessen setzt sich seit vielen Jahren für den Fledermausschutz ein. Bei der Aktion „Fledermausfreundliches Haus“ zeichnet der Naturschutzverband private und öffentliche Hausbesitzer aus, die an ihren Gebäuden Quartiere für Fledermäuse einrichten. In Hessen gibt es schon über 1.100 fledermausfreundliche Häuser, darunter das Marburger Schloss, die Jugendburg Hessenstein, das Stadthaus Lorsch, das Kloster Gnadenthal, das Schlosshotel Wolfsbrunnen, die Kasseler Werkstatt und die Zehntscheune Züschen.

Melsungen/Spangenberg(pm). Die FDP-Landtagsabgeordnete war vor kurzem zu einem persönlichen Gespräch bei "Pflege im Haus" um sich über die Unternehmenskooperation und die derzeitige Situation der häuslichen Pflege zu informieren. Bei Pflege im Haus kooperieren insgesamt vier Unternehmen miteinander, um regional die Pflege zu Hause zu gewährleisten. Bei dem Termin anwesend waren die beiden Geschäftsführer Marion Viereck und Lars Viereck von Team Viereck und Sandra Bodden von Team Bodden, die mit Knell über die grundlegenden Probleme bei der häuslichen Pflege sprachen.

„Leider haben wir einen großen Mangel an Personal. Die Antwort darauf kann und darf es aber nicht sein, dass wir die Qualität der Ausbildung herabsenken. Diese ist bei uns sehr gut und gerade im Umgang mit Menschen sollten wir nicht unsere Ansprüche herabsetzen. Vielmehr muss der Beruf viel attraktiver gemacht werden – auch finanziell“, so Lars Viereck. Bodden ergänzte dazu: „Wir Pflegedienste könnten viel mehr Aufgaben übernehmen als wir es derzeit rechtlich dürfen, bspw. durch die Koordination, Organisation und Erbringung von Prozessen und Tätigkeiten in der medizinischen Versorgung von Menschen, die zu Hause betreut werden. Leider sind uns aber hier gesetzlich derzeit noch die Hände gebunden.“ Lobende Worte fand Knell zur Idee des Zusammenschluss der Pflegedienste: „Die Idee sich als Betriebe unter einem Dach zu vereinen finde ich sehr gut. Das spart langfristig gesehen natürlich Ressourcen und Kompetenzen lassen sich sehr gut bündeln – Durchaus ein Zukunftsmodell für den ländlichen Raum. Leider bleiben die Probleme im Pflegebereich aber dieselben. Zu viele bürokratische Hürden machen den Unternehmen das wirtschaften sehr schwer. Besonders wenn es um die Pflege geht, sollte der Verwaltungsaufwand so gering wie möglich gehalten werden. Uns ist es nach wie vor ein sehr wichtiges Anliegen, dass Menschen so lange wie möglich und wie sie auch möchten ambulant behandelt und betreut werden können. Dazu leisten die ambulanten Pflegedienste einen enormen Beitrag, den es zu unterstützen gilt.“

Sänger und Tänzer aus Uganda, Musiker aus Brasilien

Böhne(pm). Die freie evangelische Gemeinde Edertal lädt in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Edertal zu einem Benefiz-Konzert mit den Global-Voices in das Dorfgemeinschaftshaus Böhne ein. Das Konzert beginnt am Donnerstag, 30 August, um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Arbeit des Kinderhilfswerks Global-Care Fritzlar wird gebeten. Global-Voices ist ein internationales Musik- und Kulturprojekt, das jungen Menschen aus den Projektländern der Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care die Möglichkeit bietet, die kulturellen Schätze ihrer Heimat nach Westeuropa zu bringen. In diesem Jahr bestehen die Global-Voices aus neun Sängern und Tänzern aus Uganda und drei brasilianischen Musikern. Die Besucher erwarten hochinteressante Impulse über die Entwicklungsarbeit vor Ort. „Ein Besuch der Global-Voices bietet eine bunte Mischung aus mitreißenden afrikanischen Gesängen und brasilianischer Musik. Die Zuschauer hören Lebensgeschichten mit Bildern aus den Einsatzgebieten und durchleben eine Reise nach Afrika über Brasilien zurück nach Deutschland“, kündigt Pastor Christian Weyel an. Vor dem Konzert werden ab 18 Uhr kleine Snacks und Getränke angeboten.

Bad Wildungen(pm). Der 3. August war ein besonderer Tag für Nationalpark-Ranger Friedhelm Kümmel. Nationalparkleiter Manfred Bauer überreichte dem fünfundfünfzigjährigen Frankenauer die Urkunde zum 40-jährigen Dienstjubiläum und dankte ihm für sein langjähriges Engagement. 40 Jahre Zugehörigkeit zu einem Arbeitgeber, das ist dieser Tage etwas Besonderes. Nationalparkleiter Manfred Bauer würdigte diese Zeit, aber vor allem die tatkräftige Mithilfe in der Aufbauphase des einzigen hessischen Nationalparks: „Friedhelm Kümmel ist schon seit über 13 Jahren Nationalpark-Mitarbeiter und gehört damit zu den Männern der ersten Stunde. Ich bedanke mich bei ihm recht herzlich für seinen unermüdlichen Einsatz“.

Friedhelm Kümmel ist ein echtes Kind der Region. Am 27. März 1963 in Frankenau geboren, besuchte er dort auch die Schule. Er hatte von jeher Freude, sich in der Natur aufzuhalten. Mit fünfzehn Jahren beschloss er deshalb, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und ebenfalls Forstwirt zu werden. Seine dreijährige Ausbildung begann Friedhelm Kümmel am 1. August 1978 im damaligen Forstamt Edertal, die er Ende Mai 1981 erfolgreich abschloss. Vom 3. Oktober 1983 bis zum 31. Dezember 1984 folgte der Wehrdienst. Friedhelm Kümmel, der auch Frankenauer Platt schwatzen kann, blieb der Region verbunden und leistete seine Zeit in der Heeresfliegerstaffel 365 in Fritzlar ab. Nach dem Wehrdienst kehrte er ins Forstamt Edertal zurück. Zum 1. März 2005 wurde Friedhelm Kümmel zum Nationalpark Kellerwald-Edersee versetzt. Dass Buchengroßschutzgebiet war erst vor Kurzem, zum 1.04.2004 ausgewiesen worden, und steckte sozusagen noch in den Kinderschuhen. Ranger Friedhelm Kümmel gehört damit zu denjenigen Nationalpark-MitarbeiterInnen, die die Aufbauphase einer Nationalparkverwaltung und Schutzgebietsentwicklung hautnah miterlebt und vor allem praktisch tatkräftig mitgestaltet haben, beispielsweise bei der Ausschilderung von Rad- und Wanderwegen, die Nationalparkbesuchern auch ohne Karte eine Orientierung im Nationalpark sowie ein abwechslungsreiches Naturerleben ermöglicht. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt lag auf dem Abbau des sog. Umfanggatters, das im Jahr 1894 zur Wildschadensabwehr errichtet worden war. Außerdem wurden zahlreiche weitere Spuren menschlicher Nutzung des ehemaligen Wildschutzgebietes wie z.B. Innengatter oder Heuschuppen mit dem Ziel beseitigt, der Natur in den ausgewiesenen Entwicklungszonen aktiv unter die Arme zu greifen und sie später in die sog. Prozessschutzfläche überführen zu können, in die der Mensch nicht mehr eingreift und sich die Natur ganz im Sinne der Nationalpark-Philosophie frei entwickeln kann. Unterstützt wurden die Ranger bei diesen Arbeiten durch regelmäßige Arbeitseinsätze freiwilliger Helfer aus der Umgebung, beispielsweise der Kegelbergschule oder der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg, aber auch durch überregional tätige Gruppen wie dem Bergwaldprojekt. Insbesondere diese Tätigkeiten bereiteten Friedhelm Kümmel immer große Freude – spannende Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen und mit diesen gemeinsam praktische Arbeiten im Wald, in der Natur durchzuführen. Der Kontakt zu den Menschen, gleich ob Einheimischer oder Urlaubsgast, gefiel ihm auch beim Ranging, wenn sich die Ranger – zu Fuß oder auf dem Fahrrad im Schutzgebiet unterwegs sind, um Nationalparkbesucher mit Rat und Tat zur Seite zu stehen oder sie z.B. auf das Wegegebot im Nationalpark hinzuweisen.

Big Green Weekend 2011

 

Bei einem Sturm fielen zahlreiche Fichten aus dem benachbarten Wald auf die Freifläche des Fahrentrieschs. Diese geworfenen Fichten am Rande der alten Hutefläche sollten entfernt werden, damit die Schafbeweidung wieder aufgenommen werden und die charakteristische Landschaft des Fahrentriesch erhalten werden konnte. Dabei wurden Ranger Friedhelm Kümmel und Ralf Finke mit seinen Rückepferden tatkräftig von Freiwilligen der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg unterstützt. Friedhelm Kümmel links im Bild. Foto: Nationalpark Kellerwald-Edersee

Für Friedhelm Kümmel ist es immer interessant, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen – auch wenn sie vielleicht Kritik äußern-, den seiner Erfahrung nach ist ein offener Austausch enorm wichtig: nicht nur als Aufklärung, sondern insbesondere auch für das gegenseitige Verständnis, um ggf. den Anstoß für Veränderungen zu geben. Obwohl Friedhelm Kümmel gerne mit Menschen in einen Dialog tritt, hat er an Tätigkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit, wie z.B. die Betreuung eines Infostandes auf der Kasseler Frühjahrsmesse, nicht sein Herz verloren. Er bevorzugt praktische, tatkräftige Managementtätigkeiten im Schutzgebiet selbst. Dabei kam ihm auch die Fortbildung zum Geprüften Natur- und Landschaftspfleger zugute, die er 1999 erfolgreich abschloss. Eine weitere Zusatzqualifikation ist die Ausbildung zum Hilfspolizeibeamten, die er am 21.03.2013 ebenfalls erfolgreich absolvierte.

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