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Auftaktveranstaltung in Nordhessen mit neuer Regionalen Bevollmächtigen

Bad Arolsen(pm). „Unser Straßen- und Verkehrsmanagement ist optimal auf Schnee und Eis vorbereitet ", bilanziert Burkhard Vieth, Präsident von Hessen Mobil. „Unsere rund 1.450 Winterdienstkräfte werden auch diesen Winter wieder alles daransetzen, die Mobilität und Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten". Rund 500 Fahrzeuge sind im Einsatz, um die insgesamt etwa. 16.200 km Autobahn, Bundes-, Landes- und Kreisstraße frei von Schnee und Eis zu halten. Dabei geht Hessen Mobil weit über die rechtlichen Verpflichtungen hinaus: Auf Autobahnen wird grundsätzlich bei Bedarf rund um die Uhr alle zwei Stunden gestreut und alle drei Stunden geräumt. Auf Bundesstraßen von 6.00-22.00 Uhr und auf Landes- sowie Kreisstraßen im gleichen Zeitfenster je nach Bedarf.

Hessen Mobil hat um die 120.000 Tonnen Salz eingelagert. Damit sind alle rund 110 Salzhallen und Silos voll. Bei Bedarf können Zusatzkontingente bei Salzlieferanten geordert werden. Um möglichst wenig Salz zu verbrauchen, nutzt Hessen Mobil eine computergesteuerte Streutechnik sowie hoch wirksames Feuchtsalz, das sich gleichmäßig verteilt, sehr gut haftet und schon bei kleiner Menge große Tauwirkung erzielt. Pro Quadratmeter genügt ein Teelöffel – ein Vorteil für die Umwelt und die Steuerzahler. Im vergangenen Winter 2017/18 wurden rund 123.000 Tonnen Salz verbraucht. Die Kosten lagen bei rund 70 Euro pro Tonne; insgesamt 8,6 Millionen Euro für den vergangenen Winter.

 

Neue Regionale Bevollmächtigte für Nordhessen
Bei der diesjährigen Auftaktveranstaltung auf der Straßenmeisterei Bad Arolsen nahm zum ersten Mal die neue Regionale Bevollmächtige für Nordhessen, Christina Röntgen, teil. Sie folgt auf Ferdinand Weber, der im Sommer in den Ruhestand gegangen ist. Christina Röntgen ist bereits seit 1989 für Hessen Mobil tätig, nachdem sie ihre Laufbahnausbildung für den höheren Dienst abgeschlossen hatte. Am 15. Oktober hat sie das neue Amt übernommen. Sie ist damit die neue Ansprechpartnerin für die Bürgermeister und Landräte der drei Landkreise Kassel, Waldeck-Frankenberg und des Schwalm-Eder-Kreises – aber auch für die Presse und selbstverständlich für die Bürgerinnen und Bürger in der Region. "Hessen Mobil als Regionale Bevollmächtigte in dieser Region repräsentieren zu dürfen, der ich seit fast 30 Jahren verbunden bin, freut mich sehr. Dabei knüpfe ich auch an frühere Pressetätigkeiten in unserer Verwaltung an und sehe mich als Ansprechpartnerin für Gemeinden und Landkreise. Sehr gerne nehme ich mich dabei auch der Anliegen der Bürgerinnen und Bürger an", erklärte Röntgen.

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Benutzungsverbot der linken Fahrstreifen für Lkw
Der Pilotversuch „Benutzungsverbot der linken Fahrstreifen für Lkw bei winterlichen Wetterverhältnissen“ des vergangenen Winters wird fortgesetzt. Hessen Mobil hatte sieben Mal das Benutzungsverbot angeordnet – in Abstimmung mit der Polizei und den Autobahnmeistereien. Lkw-Fahrer müssen rechts fahren und dürfen nicht überholen. Besonders bei Schneetreiben und Fahrbahnglätte verlangsamt sich der Verkehr. Trotzdem versuchen Lkw-Fahrer gerade in Steigungen langsamere Fahrzeuge zu überholen. Mit dem Ergebnis, dass diese selbst liegen bleiben und weitere Fahrstreifen blockieren. Die Verbreitung der Anordnung erfolgte über das Radio, was die Straßenverkehrsordnung zulässt. Dadurch konnte der Verkehrsfluss bei winterlichen Verhältnissen aufrecht erhalten werden. "Nach Auswertung des Pilotversuchs haben wir festgestellt, dass die Verkehrsteilnehmer disziplinierter fuhren und besser auf die Fahrbahnsituation eingestellt waren. Wir werden diesen deswegen fortsetzen und auch in diesem Winter die Anordnungen aussprechen", so Vieth. Mehr Informationen zu Hessen Mobil unter mobil.hessen.de/winterdienst 

Winterdienst: Partner der Verkehrsteilnehmer

Landrat Manfred Müller begrüßt Vorsitzenden der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland NRW, Dietmar Schulmeister, im Paderborner Kreishaus

Kreis Paderborn(krpb). Jahrhundertelang lebten sie in deutschsprachigen Enklaven entlang der Wolga. Dann brach der zweite Weltkrieg aus. Die Deutschstämmigen wurden in der Sowjetunion aufgrund ihrer Herkunft unter Generalverdacht gestellt, diskriminiert und verfolgt, deportiert und zwangsumgesiedelt. Zunächst waren sie Vertriebene und Flüchtlinge. Später dann Aussiedler und zuletzt Spätaussiedler, die in das Land ihrer Vorfahren, nach Deutschland, gereist sind. Auf der Suche nach Heimat. Denn ihre Geschichte ist die der Rückkehr. Wie fühlt es sich an, als Deutscher unter Deutschen zu leben? Anfang der 90er Jahre riet das Bundesverwaltungsamt vielen Deutschen aus Russland, ihren Namen einzudeutschen. Aus Vladimir wurde Waldemar und aus Evgenij wurde Eugen. Was macht das mit einem Menschen? Steht der Name doch immer auch für Herkunft und Identität. Dietmar Schulmeister ist NRW-Vorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR). Der Verein vertritt die Interessen der Deutschen, die innerhalb der Länder der ehemaligen Sowjetunion vertrieben wurden und nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland übergesiedelt sind. Schulmeister möchte auch die Geschichte der rund 40.000 Deutschen aus Russland erzählen, die heute im Kreis Paderborn leben und hier ihre Heimat gefunden haben. Geplant sind erst einmal eine Ausstellung und Aktionswoche, mit Unterstützung des Vereins Monolith, „die für uns hier ein starker Partner vor Ort sind“, betont Schulmeister. Im Paderborner Kreishaus stieß er damit auf weit geöffnete Türen. Landrat Manfred Müller sagte seine Unterstützung zu. Müller betonte, dass die Deutschen aus Russland eine wechselvolle Geschichte erlebt und durchlebt hätten und längst angekommen und Teil der Gesellschaft seien. „Ich habe einen Riesenrespekt vor ihrer Lebensleistung“, so der Landrat.

 

Vor allem jene, die Anfang der 90er Jahre nach Deutschland umsiedelten, gelten als gut integriert. Das heißt aber nicht, dass alles problemlos läuft. Manchmal gibt es Hindernisse bei der Anerkennung von Berufs- und Hochschulabschlüssen oder auch Probleme mit der Anerkennung von Rentenansprüchen. Bereits im Koalitionsvertrag haben CDU und FDP festgehalten, dass ihr Beitrag für den Aufbau und die Entwicklung des Landes besonders gewürdigt werden müsse. Die Erinnerung an Flucht, Vertreibung und Aussiedlung soll wachgehalten werden. Neben einer angemessenen Erinnerungskultur soll das Thema auch verstärkt im Schulunterricht behandelt werden. Gesehen wird auch, dass die Deutschen aus der Sowjetunion Kontakte zu ihren Herkunftsländern halten und damit als menschliche und sprachliche Brücke für mehr Völkerverständigung sorgen könnten. Gesucht wird deshalb der kulturelle Austausch und die Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Schulmeister will genau da ansetzen. Er betonte im Kreishaus, dass er in der Vereinigung zur Integration russlanddeutscher Aussiedler e.V. (VIRA), die als Verband der russlanddeutschen Vereine in Nordrhein-Westfalen fungiert, mitwirke. Die LmDR selbst sei im Kreis Paderborn in Büren und Bad Wünnenberg mit einer Kreisgruppe aktiv. Ziel sei es, Multiplikatoren in den Themen Identität, Medien und Partizipation zu schulen. Zusätzlich würden über 230 Module in den Vereinen vor Ort angeboten, um das bestehende Angebot zur politischen Bildung zu erweitern. Projektträger sind die Otto Benecke Stiftung e.V. und VIRA e. V.. Im ganz Ostwestfalen-Lippe sei der einzige Projektpartner Monolith e.V.. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Verein Monolith e. V. engagiert sich seit 17 Jahren im Bereich der Integration von Zuwanderern im Kreis Paderborn. Ursprünglich von den Wohlfahrtsverbänden zur Eingliederung von Spätaussiedlern gegründet, hat sich der Verein im Laufe der Zeit mit seiner Arbeit und Erfahrung etabliert und seine Projekte und Maßnahmen auch auf andere Zuwanderergruppen ausgeweitet. Der Verein erhält Fördermittel vom Kreis Paderborn. Mehr Infos: www.netzwerk-monolith.de 

Edertal-Hemfurth(pm). Welche heimischen Vogelarten besuchen unsere Futterhäuschen im Winter? Diese Frage wird beim Erlebnistag in der WildnisSchule am Samstag, 24. November, von 10 Uhr bis 13 Uhr im Mittelpunkt stehen. Gemeinsam mit Nationalpark-Ranger Sven Polchow entdecken die Kinder durch Beobachten, Zeichen und Malen die Besonderheiten von vier heimischen Vogelarten und lernen, diese zu unterscheiden. Eine Anmeldung ist erforderlich, es gibt noch freie Plätze.

 

Beobachten, zeichnen und dabei die heimischen Vogelarten kennenlernen – darum geht es bei dem Erlebnistag für Kinder in der WildnisSchule im WildtierPark am Samstag, 24. November von 10 Uhr bis 13 Uhr. Treffpunkt ist der Eingang der WildnisSchule (Am Bericher Holz 1) in Edertal-Hemfurth. Gerade wenn es kälter wird und die Nahrungssuche sich für die Vögel nicht mehr so einfach gestaltet, ist das Futterhaus ein begehrter und beliebter Platz. Vier verschiedene heimische Vogelarten sind dort besonders häufig anzutreffen. Welche das genau sind und wie man sie unterscheiden kann, entdecken die Kinder gemeinsam mit Nationalpark-Ranger Sven Polchow und lernen spielerisch beim Malen und Beobachten die Besonderheiten der verschiedenen Vogelarten kennen. Bei einem Futtersuchspiel können die Kinder erfahren warum überhaupt gefüttert wird. Das Mindestalter der Kinder für die Teilnahme am Erlebnistag beträgt 7 Jahre. Eltern dürfen als Begleitpersonen auch gerne mitkommen. Maximal 15 Personen können teilnehmen. Es gibt noch freie Plätze. Eine Anmeldung ist bis spätestens Donnerstag, 22. November, erforderlich: Telefonisch unter 05621/75249-0 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Mitzubringen ist wetterangepasste Kleidung für eine Aktion im Freien.

Bad Wildungen(pm). Der mittlerweile traditionelle Adventsmarkt am Gustav-Stresemann-Gymnasium öffnet am Freitag, dem 30. November 2018 ab 14 Uhr seine Tore, die sich um 17 Uhr wieder schließen. Das Gustav-Stresemann-Gymnasium lädt dazu alle, die die Schule einmal besonders bunt, lebendig und abwechslungsreich erleben möchten, ein. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Zu kaufen gibt es alle Arten von Adventsbasteleien und vorgeführt werden Lieder, Lesungen, Spiele , und vieles mehr... Dies ist eine wunderbare Gelegenheit sich mit Impressionen und schönen Dingen für die  Weihnachtszeit einzudecken.  Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer freuen sich auf viele Besucher bei adventlicher Stimmung. Der Erlös des Weihnachtsmarktes fließt wie immer in ein soziales Projekt und in eine Anschaffung für die Schule.

Am 20. und am 21. November 2018

 Bad Arolsen(pm). Aufgrund von Baumfällarbeiten muss am Dienstag (20.11.2018) und Mittwoch (21.11.2018) der kommenden Woche im Bereich der K 117 zwischen dem Abzweig Burgwald-Wiesenfeld und der Einmündung in die B 252 bei Burgwald-Ernsthausen mit Verkehrsbeeinträchtigungen gerechnet werden. Die Arbeiten beginnen morgens gegen etwa 8:30 Uhr und enden im Laufe des jeweiligen Nachmittags. Aufgrund der Arbeiten wird jeweils abschnittweise eine halbseitige Verkehrsführung mit Ampelregelung eingerichtet. Während der eigentlichen Fällarbeiten muss aber mit Vollsperrungen bis max. 20 Minuten Dauer gerechnet werden. Hessen Mobil bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die aus Sicherheitsgründen notwendigen verkehrlichen Einschränkungen.

 Edertal-Affoldern(od). 35 Sängerinnen und Sänger haben sich zum Gospel Workshop mit Janine Smith, der bekannten Sängerin, Musikerin und Chorleiterin aus der Nähe von Bremen in Affoldern getroffen. Die Übungsstunden fanden im evangelischen Gemeindehaus am Freitag, 16. November, von 18 Uhr bis 22 Uhr, und am Samstag, 17. November, ab 14 Uhr bis 17 Uhr. Eingeübt wurde unter anderem der Gospelsong „Can I Ride“. „Das Lied ist selbst für erfahrene Sängerinnen und Sänger eine Herausforderung“, sagte Janine Smith. Aber nach knapp einer Stunde war Janine Smith zufrieden mit den 35 Akteuren, dass Lied saß perfekt

Am Samstag, 17. November ab 19 Uhr steht ein öffentliches Chorkonzert mit allen Beteiligten in der evangelischen Kirche von Affoldern auf dem Programm, der Eintritt ist frei.

 

Kassel(pm). Wenn Wolfgang Rausch, der Geschäftsführer des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) Ende September nächsten Jahres in Ruhestand tritt, dann kennt er jetzt schon seinen Nachfolger. Der Aufsichtsrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, dass Steffen Müller, derzeit Prokurist und Personalleiter beim NVV die Arbeit an der Spitze des Verkehrsverbundes fortsetzen soll. Zur frühen Entscheidung sagte der Aufsichtsratsvorsitzende und Kasseler Landrat Uwe Schmidt, dass die Position extern ausgeschrieben worden sei. Bei Kündigungsfristen von einem halben Jahr sei es deshalb geplant gewesen, dass der Aufsichtsrat jetzt frühzeitig entscheidet. Ihm erleichtere das den Übergang und die Einarbeitung, ergänzte Rausch.

 

Der NVV plant und bestellt bei Verkehrsunternehmen alle Nahverkehrszüge in den fünf nordhessischen Landkreisen und der Stadt Kassel, außerdem die regionalen Buslinien und auch viele lokale Buslinien, die zumeist als rote Busse bekannt sind. Auch für die Fahrpreise im gesamten nordhessischen Nahverkehr ist der NVV zuständig. Rd. 250 Mio. € werden jährlich umgesetzt. Rausch betonte, dass der öffentliche Personennahverkehr eine wachsende Bedeutung bekommt. Er gilt als ein Problemlöser, wenn es um immer stärker werdende Verkehrsströme und den Klimaschutz geht. „Wir gehen diese Herausforderungen pro aktiv an und haben dafür eine Vielzahl von Projekten auf den Weg gebracht“, sagte Rausch. Dazu gehören auf der einen Seite neue innovative Projekte, auf der anderen Seite aber auch das Beseitigen täglicher Störungen im Betriebsablauf, die die Fahrgäste viel zu häufig nerven. Landrat Uwe Schmidt hob hervor: „Im NVV ist Kontinuität gefragt. Mit Steffen Müller als langjährigen Mitarbeiter hat sich der Aufsichtsrat für einen Kenner des NVV und der Region entschieden, der die erfolgreiche Strategie weiterführen und die laufenden Projekte mit langjährig erworbenen Sachverstand fortsetzen kann und gleichzeitig für neue innovative Ideen steht.“  Steffen Müller dazu: "Ich sehe mich als Interessenvertreter für unsere Fahrgäste und Kümmerer, der für ein gutes Angebot mit Bus und Bahn in ganz Nordhessen sorgt. Mein Ziel ist es, pragmatisch und mit Visionen dafür zu arbeiten, dass das NVV-Angebot gesichert und ausgebaut wird. Dafür möchte ich die Chancen neuer, innovativer Ansätze nutzen, die sich durch die Digitalisierung, durch umweltfreundliche Fahrzeugantriebe und durch eine verbindliche Kundenkommunikation ergeben. Ein Schwerpunkt werden attraktive Fahrpreise und aktuellere Informationen zur Fahrt und zum Umstieg sein. Dafür möchte ich künftig als gebürtiger Nordhesse für meine Heimat arbeiten."

Zur Person:

Steffen Müller ist verheiratet und Vater einer Tochter. Er wurde 1978 in Kassel geboren und wuchs in Ahnatal (Landkreis Kassel) und Wildeck (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) auf. Der NVV war im Jahr 2003 seine erste berufliche Station nach dem erfolgreich abgeschlossenen Soziologie-Studium an der Philipps-Universität Marburg. Nach zwei weiteren Arbeitsstellen in Bad Hersfeld und Wiesbaden arbeitet Steffen Müller seit Februar 2009 wieder beim NVV. Er ist heute Prokurist und langjähriger Personalleiter und war vorher im Bereich Marketing und als Stellvertretender Pressesprecher aktiv. Ehrenamtlich hat er sich im Landkreis Hersfeld-Rotenburg vielfältig engagiert, u.a. im Kreistag Hersfeld-Rotenburg und in der Gemeindevertretung Wildeck sowie als Vorstandsmitglied der „Stiftung Adam von Trott“ in Bebra-Imshausen, des Fördervereins seiner Kirchengemeinde und für den Verein „Waldhessen Solar“.

Edertal(pm/uk). Ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feierte vor wenigen Tagen Petra Jacobs, Mitarbeiterin des Hauptamtes der Gemeinde Edertal. Bürgermeister Klaus Gier lobte während einer kleinen Feierstunde das langjährige Engagement der Jubilarin. Ihre geradlinige Art wüssten Kolleginnen, Kollegen und die Edertaler Bevölkerung gleichermaßen zu schätzen. Nach Abschluss der Fachoberschule für Wirtschaft- und Verwaltung legte Petra Jacobs als Postassistenten-Anwärterin im Jahr 1978 bei der Deutschen Bundespost los. 1987 folgte die Ernennung zur Postobersekretärin und Beamtin auf Lebenszeit. „Ein Jahr danach traten Sie am 30. März mit ihrem Ehemann Wolfgang vor den Traualtar, und am 29. August des gleichen Jahres brachten Sie ihre gemeinsame Tochter Katharina zur Welt. Der Grundstein für das familiäre Glück war somit gelegt, aber auch beruflich tat sich einiges“, blickte Bürgermeister Klaus Gier zurück. 

Bis zum 31. Dezember 1991 arbeitete Petra Jacobs als Beamtin im Postamt Fritzlar, am 1. Januar 1992 wechselte Sie als Teilzeitkraft in den Schreibdienst der Gemeinde Edertal. Der 1. März 2003 markierte mit der Übernahme in das Beamtenverhältnis und mit der Ernennung zur Obersekretärin zwei weitere Meilensteine ihrer beruflichen Laufbahn. Am 1. April 2009 folgte eine weitere Ernennung zur Hauptsekretärin, vor einigen Wochen wurde die Jubilarin zur Personalratsvorsitzenden der Edertaler Gemeindeverwaltung gewählt. Überdies ist Petra Jacobs im Vorstand des Tennisvereins Odershausen als stellvertretende Vorsitzende aktiv. Auch als Spielerin sorgte sie dort an der Seite ihrer Tochter Katharina, Lena Engels, Theresa Engels und den Ersatzspielerinnen Elke Vaupel, Mecky Knackstedt, Elena Göhle sowie Laura Lange für Furore. Im vergangenen Jahr schaffte die Mannschaft den Aufstieg in die Verbandsliga, dem bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte. „Hut ab! Auch dafür, dass Sie sich Frau Jacobs, immer wieder erfolgreich speziellen Herausforderungen und Aufgaben stellen. Davon profitiert natürlich auch unsere Verwaltung im besonders hohen Maße“, erklärte der Bürgermeister während der Verleihung einer Urkunde und dem überreichen eines Blumenstraußes.

Für den Verbraucher bestand und besteht keine Gefahr - Sämtliches Fleisch entsorgt, acht Betriebe stehen unter amtlicher Kontrolle

Kreis Paderborn(krpb). Im Rahmen von Routinekontrollen ist in einem fleischverarbeitenden Betrieb im Kreis Paderborn eine mit einem PCB-Gemisch belastete Geflügelfleischprobe gefunden worden. PCB steht für Polychlorierte Biphenyle. In dem Betrieb werden pro Jahr rund 400 Proben gezogen, die auf verschiedene Substanzen untersucht werden. Das CVUA Münsterland-Emscher-Lippe teilte dem Kreis Paderborn am 10. Oktober den auffälligen Befund mit. Bei der Probe war eine Überschreitung des Höchstgehalts für nicht dioxinähnliche PCB (ndl-PCB) festgestellt worden. Diese stammt aus einem Geflügelmastbetrieb im Kreis Paderborn, der den fleischverarbeitenden Betrieb beliefert. Sämtliches Fleisch wurde vorsorglich entsorgt. In so einem Fall heißt es: Quelle finden und schließen. Ursache ist nach Angabe des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) belastetes Futter, das von einem im Kreis Minden ansässigen Futtermittelhersteller stammt. Sechs weitere Geflügelmastbetriebe und ein Legehennenhalter aus dem Kreis Paderborn haben ebenfalls möglicherweise belastete Chargen erhalten. Auch Fleisch aus diesen Betrieben bzw. Eier sind nicht in den Handel gelangt. „Für den Verbraucher bestand und besteht keine akute Gefahr“, betont der Leiter des Amtes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen, Dr. Klaus Bornhorst.

 

Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geht davon aus, dass der Farbanstrich in den Verladezellen des Herstellers das Problem ist. „Die Belastung des Futters durch Farbsplitter dürfte deshalb sehr unterschiedlich sein. Wir haben gleichwohl alle Betriebe untersucht und alles Fleisch vorsorglich entsorgt. Auch die Eier des Legehennenhalters sind nicht in den Handel gelangt“, bekräftigt Bettina Bertelt, Veterinärin des Kreises Paderborn. Der Vorfall zeige: „Das Lebensmittelüberwachungssystem funktioniert“, so Bertelt. Alle acht Betriebe stehen unter amtlicher Kontrolle. Erst wenn die amtlichen Fleischproben unauffällig sind, darf das Geflügel ausgeliefert werden. Der verarbeitende Betrieb, der von den Mastgeflügelhaltern beliefert wird, schickt ergänzend Proben an ein Privatlabor. Bertelt betont zudem, dass man sich im Nanogrammbereich bewege. Bei der auffälligen Probe aus dem Geflügelfett eines Tieres waren 71,3 Nanogramm pro Gramm Fett gefunden worden. Zulässig sind 40 Nanogramm. „Das entspricht in etwa einem Stück Würfelzucker im Bodensee“, so die Veterinärin des Kreises. Hintergrund: Im Rahmen des nationalen Rückstandskontrollplanes werden regemäßig Proben gezogen und auf diverse Parameter untersucht. Laut Aussagen des Landesamtes für Natur- Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) handelt es sich bei dem PCB-Gemisch um giftige Substanzen, die nur sehr schwer abbaubar sind. Die Zusammensetzung eines PCB-Gemischs ist analytisch sehr genau bestimmbar. Das Ergebnis gleicht einem chemischen Fingerabdruck, durch den eine Verunreinigung mit sehr hoher Treffsicherheit einem Verursacher zugeordnet werden kann. Zuständig für die Futtermittelüberwachung ist das LANUV.

 Frankenberger Sozialdemokraten luden zu Gedenken an den Stolpersteinen ein

Frankenberg(pm). Der ermordeten ehemaligen jüdischen Bürger der Stadt Frankenberg und des sozialdemokratischen Widerstandskämpfers Karl Richter gedachten am vergangenen Wochenende Mitglieder und Gäste des Frankenberger SPD-Ortsvereins, als sie bei einem öffentlichen Stadtrundgang an die Pogromnacht vor 80 Jahren erinnerten und dabei wie alljährlich mit Putzmitteln sämtliche Stolpersteine reinigten. Unter den Teilnehmern waren auch zwei Zeitzeugen, die die NS-Ausschreitungen als Kinder miterlebt hatten. „Sie schleppten die Gebetbücher aus der Synagoge über die Straße, stapelten sie auf einem Haufen und zündeten sie an“, erzählte der Frankenberger Edmund Völker. Er war 1938 vier Jahre alt, wohnte mit seiner Familie im Scharwinkel direkt neben der Fachwerksynagoge und beobachtete aus dem Fenster, wie SA-Leute in Uniform Möbelteile durch die Glasscheiben warfen.

Auch der 90-jährige Fritz Neuschäfer, der in seiner Kindheit noch mit jüdischen Nachbarskindern am Obermarkt gespielt hat, berichtete von den Übergriffen im November 1938. Er konnte sich aber auch noch daran erinnern, wie die letzten noch lebenden älteren Juden ihre Wohnungen verlassen und in der Synagoge zusammengepfercht leben mussten, bis sie 1942 nach Theresienstadt und von dort in die Todeslager deportiert worden sind. Vor dem Haus Steingasse 20 nahm die Teilnehmergruppe den Stolperstein für Rudolf Dilloff zum Anlass, der Opfer aller Kranken- und Behindertenmorde der NS-Verbrecher zu gedenken. Schwer traumatisiert war Dilloff aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt, ab 1920 Patient in der Heilanstalt Haina. 1940 brachten ihn die NS-Täter in der Euthanasie-Mordanstalt Brandenburg um. Dass es damals für die durch viele NS-Schikanen bedrohten Frankenberger Juden immer noch christliche Nachbarn gab, die ihnen treu zur Seite standen, klang aus Zeitzeugenberichten der verstorbenen Geschwister Emmi und Maria Rindelaub, die am Haus Schmiedegasse 2 verlesen wurden. Ihre Mutter versorgte die Nachbarfamilie des Kaufmanns Moritz Marx, indem sie ihr nachts Körbchen mit Gemüse und Eiern auf den Hof stellte. An der Gedenktafel für die NS-Opfer in Frankenberg in der Rathausschirn hatte zu Beginn Hendrik Klinge der kürzlich verstorbenen Sozialdemokratin Jutta Emde ehrend gedacht, die neben ihren vielen ehrenamtlichen Funktionen auch als Mitinitiatorin der Stolpersteine früher bei solchen alternativen Stadtrundgängen aktiv mitgewirkt hatte. Bei dem anschließenden Kaffeetrinken im SPD-Parteibüro kritisierte die Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer, „dass Antisemitismus in unserem Land wieder salonfähig geworden ist“. Sie appellierte an alle Teilnehmer des Gedenkens, deshalb wachsam zu sein und nicht zu schweigen. „Das sind wir den Opfern schuldig.“

Steingasse Rudolf Dilloff

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