Donnerstag, 09 März 2017 08:44

Grüne Jugend Kassel: Ändern wir die Welt, bevor es andere tun

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Der neue Vorstand: Thomas Volmer (Beisitzer), Gesine Graw (Sprecherin),  Niklas Gudorf (Sprecher), Lisa Warwel (Beisitzerin) und Johannes Kreuzer (Schatzmeister). Foto:nh

Kassel(nh). Am Dienstag tagte die Kreismitgliederversammlung der Grünen Jugend Kassel, die ganz im Zeichen des Weltfrauentags stand. Zunächst rief der Parteivorsitzende der Kasseler Grünen, Boris Mijatovic, in einem Grußwort die jungen Menschen dazu auf, an ihrer politischen Haltung festzuhalten und erinnert sich an seine eigenen Anfänge in der Politik.  Er lobte die Grüne Jugend als unverzichtbaren Bestandteil der grünen Arbeit in Kassel. Nach der Wahl eines neuen Vorstands begann die politische Debatte, die bis in die tiefe Nacht dauern sollte. Die Diskussion und Verabschiedung von inhaltlichen Anträgen soll das Profil des Jugendverbands stärken – sowohl nach innen in Form von interner Bildungsarbeit, als auch nach außen, indem sie ihre Positionen vertreten und diese in die öffentliche Debatte einbringen. So hat sich die Kreismitgliederversammlung dafür ausgesprochen die  interne Förderung von Frauen zu stärken – gezielte thematische Angebote und  die stetige Evaluation im Sinne einer angemessenen Debattenkultur, sind zwei mögliche Maßnahmen. „Die unzureichende Repräsentation von Frauen betrifft auch einen feministischen Jugendverband, wie die GJK. " Zwar stünden zwei kompetente Frauen an der Spitze des Verbandes, doch würden  deutlich mehr Männer an den Sitzungen teilnehmen. „Wir sollten Frauen  noch gezielter ansprechen, ein reiner Herrenclub kann keine  emanzipatorische und feministische Politik durchsetzen.", so Niklas Gudorf, der als Sprecher bestätigt wurde. Anhand eines Antrags, der sich gegen ein Verbot der Burka und Niqab stellt, möchte sich die GJK für das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland positionieren. Unerträglich ist es, so Gesine Graw, neu gewählte Sprecherin, wenn „Rechtspopulisten die Forderung nach einem Burka- und Nigabverbot als sicherheitspolitische Maßnahme deklarieren und die Debatte so emotional ausnutzen." Graw betont außerdem, dass in Frankreich das dort seit 2011 bestehende Verbot der Vollverschleierung zeigt, dass dieses Gesetz eher zu öffentlichen Ressentiments von muslimischen Frauen führt. In den nächsten Wochen starten die junggrünen Politikerinnen Und Politiker mit den Vorbereitungen zur Bundestagswahl. Unter dem bundesweiten Motto der  Grünen Jugend „Ändern wir die Welt, bevor es andere tun" wird es verschiedene Aktionen und Veranstaltungen geben. Die GJK lädt alle jungen Menschen bis 30 Jahre ein, sich zu engagieren. Sie trifft sich jeden Dienstag um 18 Uhr im FAB  (Samuel-Beckett-Anlage 6) in Kassel. Weitere Informationen unter www.gjk.gruene-jugend-kassel.de , auf Facebook, Twitter oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  (od)

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Kommentare   

# Dr. W. Broermeyer 2017-03-09 10:26
Hm, die hessische Landesregierung will das bestehende Burkaverbot für die Landesbedienste ten in den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst aufnehmen. Es soll dann sowohl für Beamte als auch für Angestellte gelten. Nach der Sichtweise der junggrünen Politiker*innen ist dann wohl unsere Landesregierung rechtspopulisti sch, weil sie damit zu öffentlichen Ressentiments von muslimischen Frauen führt. Wer ist eigentlich Koalitionspartn er in dieser rechtspopulisti schen Landesregierung ?
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