Projekt „DigiNetz“ unterstützt beim Einstieg in die digitale Landwirtschaft

Kassel(pm). Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch, jedoch nutzen in Hessen bisher erst 30 % der Betriebe beispielsweise eine Farm-Management-Software oder ein Automatisches Lenksystem im Ackerbau. In der Tierhaltung sind es etwa 35 % der Betriebe, die eine Herdenmanagementsoftware oder einen digitalen Sauenplaner einsetzen. Dies geht aus einer Befragung hessischer Betriebe aus den Jahren 2019/2020 durch die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft hervor. Um die hessischen Landwirtinnen und Landwirte beim Einstieg in die Digitalisierung und bei der Weiterentwicklung der Digitalisierung ihrer Betriebe zu unterstützen, wurde im August 2020 durch den LLH das Projekt „DigiNetz“ ins Leben gerufen. „Die Digitalisierung bietet Potentiale für Tierwohl, Umweltschutz und Arbeitseffizienz. Um die Nutzungsakzeptanz zu erhöhen, hat die hessische Landesregierung Fördergelder bereitgestellt und erweitert mit den Projekt DigiNetz die unabhängige Beratung des LLH.“, stellt Martin Mees, Fachgebietsleiter Ökonomie und Verfahrenstechnik, heraus.

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Digitalisierung – eine Lösung für alle?
Für die einen bedeutet sie ein willkommenes Hilfsmittel, für andere verbirgt sich dahinter auch eine große Gefahr. Wenn Landwirtinnen und Landwirte sich auf digitale Lösungen einlassen, ist dies keinesfalls unmittelbar mit Vorteilen verbunden. Der sinnvolle Einsatz ist abhängig von Faktoren wie der Betriebsstruktur, Erfahrung mit digitalen Werkzeugen bzw. Maschinen und deren Kompatibilität mit bereits vorhandener betrieblicher Technik. Die intelligente Technik unterstützt dabei, effizienter, nachhaltiger, tier- und umweltfreundlicher zu arbeiten. Insbesondere die mögliche Arbeitszeitersparnis kann in der Betriebsführung eine große Entlastung bedeuten.

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„DigiNetz“ erleichtert den Einstieg
Kern des Projektes „DigiNetz“ ist es, Landwirtinnen und Landwirte untereinander zu vernetzen, was beispielsweise mit dem Arbeitskreis „Digitalisierung“ seit Februar 2020 bereits geschieht. Schulungen zum digitalen Dokumentenmanagement oder zur Erstellung von Applikationskarten für GPS-vernetzte Maschinen fanden bei den Mitgliedern großen Zuspruch. Solche Veranstaltungen ermöglichen immer auch einen offenen und ehrlichen Austausch, bei dem Neueinsteigende von den Erfahrungen anderer profitieren. Mit einem Newsletter wird zudem über (Online-)Veranstaltungen und Fachartikel anderer Organisationen informiert.

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LLH bietet auch persönliche Beratungen an
Darüber hinaus beraten Jonas Hedtrich und Lena Jakobi vom Fachgebiet Ökonomie und Verfahrenstechnik hessische Betriebe eins zu eins rund um die Digitalisierung und zu Fördermöglichkeiten, die sich aus der hessischen Richtlinie zur Digitalisierungsförderung ergeben, die im Februar 2021 in Kraft getreten ist. Im Laufe der dreijährigen Projektlaufzeit werden die Beratungskräfte zudem Exkursionen, Workshops und Tagungen für alle interessierten Landwirtinnen und Landwirte anbieten. Bei der ersten Online-Tagung „Einstieg in die Digitalisierung“, die Ende Mai stattfand, kamen bereits zwei Praktiker zu Wort, die ihren persönlichen Weg in die Digitalisierung beschrieben haben. Die Aufzeichnungen der beiden Vorträge sind über den YouTube-Kanal des LLH abrufbar. Bei Interesse am Thema Digitalisierung, bei Beratungsbedarf oder dem Wunsch in den (kostenfreien) Arbeitskreis aufgenommen zu werden, freuen sich die beiden Beratungskräfte über Ihre Kontaktaufnahme per Mail unter lena.jakobi@llh.hessen.de oder jonas.hedtrich@llh.hessen.de oder telefonisch unter 0151 74456933 (Lena Jakobi) oder 0171 1482506 (Jonas Hedtrich).

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