Frankenberger Pfingstmarkt muss weiterleben

Frankenberg(pm). Frankenberger Pfingstmarkt muss weiterleben, so lautet der Titel eines Antrages, den die Fraktion der Frankenberger Sozialdemokraten bei der nächsten Stadtverordnetensitzung nach den Sommerferien einbringen werden. Die Fraktion will, dass die Frankenberger Stadtverordnetenversammlung den Beschluss vom 08.07.2021 zurück nimmt, der die Prüfung von Planung und Durchführung des Frankenberger Pfingstmarktes in der Verantwortung der Verwaltung zum Inhalt hatte und damit zur Folge hat, dass das Traditionsfest nicht mehr durch das Veranstaltungsbüro Wagner ausgerichtet wird.

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Zuerst hatte die Fraktion den Antrag der Koalition für einen verspäteten Aprilscherz gehalten. Nachdem sich dann allerdings herausgestellt hat, dass dieser ernst gemeint war wurde dann von Seiten der SPD die Überweisung in den Haupt- und Finanzausschuss beantragt. „Nach einigen guten, konstruktiven Anträgen der Koalition, die wir sogar teilweise mittragen konnten, war bei diesem Antrag in der Fraktion nicht einmal ansatzweise eine Mehrheit zu finden,“ erklärt der Fraktionsvorsitzende Dr. Hendrik Sommer das Vorgehen.

Fraktionsvorsitzender Dr. Hendrik Sommer. Foto: SPD Frankenberg

Bei längerer Betrachtung scheint es in der Tat sinnvoll, sich einmal Gedanken darüber zu machen, wo der Markt in 5 oder 10 Jahren stehen kann, ist sich die SPD Fraktion Frankenberg sicher. Aber dies sollte doch im Einvernehmen mit allen Beteiligten, allen voran dem Veranstaltungsbüro Wagner erfolgen, das 60 Jahre lang den Markt zu dem Erfolg gemacht hat, der er ist. „Dies alles aufs Spiel zu setzen und dem Veranstalter zu signalisieren: Hey, wir haben zwar immer mitgefeiert, aber wir sind eigentlich gar nicht zufrieden mit dem was Du so machst und wollen doch mal wissen, ob die Verwaltung das nicht besser als Du hinbekommst; das ist schon ein starkes Stück“ kommentiert der Ortsvereinsvorsitzende Hendrik Klinge den Antrag.

Ortsvereinsvorsitzende Hendrik Klinge . Foto:pr
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Auch der Umstand, wie der Veranstalter von dem Antrag erfahren hat, befremdet die Fraktion. „So etwas im Endeffekt aus der Zeitung zu erfahren, ohne vorher einmal von den antragstellenden Fraktionen vorgewarnt zu werden, baut nicht gerade Vertrauen auf“ so Klinge und Sommer weiter. Deswegen möchten die Frankenberger Sozialdemokraten auch, dass Wagner als Veranstalter einen Sitz in einem neu zugründenden Sonder-Arbeitskreis „Pfingstmarkt“ erhält, um der Philipp-Soldan-Stadt Frankenberg bei der „Mission zukunftsfähiger Pfingstmarkt“ mit Fachexpertise, Rat, Tat und Ideen zur Seite steht und auch zukünftig den Markt ausrichtet. Ein wichtiges Anliegen dabei ist es den Frankenberger Sozialdemokraten, die neue Uferpromenade, das neu gestaltete Klostergelände und die Fußgängerzone in die Planungen zur Weiterentwicklung und Neuausrichtung des Pfingstmarktes mit einzubeziehen. „Es wurde in den letzten Jahren so viel Geld in dieses Quartier investiert und die Aufenthaltsqualität wurde enorm verbessert. Warum sollen wir das nicht auch den 200.000 Menschen zeigen, die jährlich nach Frankenberg strömen?“ fragt Ortsvereinsvorsitzende Hendrik Klinge. Nach den Einschätzungen der Fraktion würde es bereits einen erheblichen Profit bringen, wenn am Pfingstwochenende nur 10 % der Besucher durch das neue Stadtquartier schlendern würden.

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Zur Untermauerung ihres Anliegens und als Arbeitsgrundlage für den geforderten Arbeitskreis hat die SPD noch eine Anfrage zu dem Thema gestellt, in der der Magistrat zu einer Einschätzung gebeten wird, ob die Einbeziehung dieses Geländes in das Pfingstmarktgeschehen sinnvoll und möglich ist. So soll die Frage beantwortet werden ob die Gewerbeaussteller und fliegenden Händler in Zukunft auf das Gelände von Uferpromenade, Kloster und Fußgängerzone umziehen könnten, so dass eine Art Rundweg entsteht, den die Besucher entlang laufen können. Dies in Verbindung mit der schon ansässigen Gastronomie und kleineren Schausteller-Gastrobetrieben würde einen erheblichen Mehrwert für das Fest bedeuten. Der freie Platz auf der kleinen Wehrweide könnte dafür genutzt werden, noch mehr Fahrgeschäfte und Attraktionen nach Frankenberg zu holen.

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Auch über den Neustart des alten Gewerbezeltes soll die Verwaltung nachdenken und die Frage beantworten, dieses in Zusammenarbeit mit dem Veranstaltungsbüro Wagner, dem Kaufmännischen Verein, der Wirtschaftsförderung Waldeck Frankenberg, den heimischen Tourismusverbänden und der AFK neu belebt werden kann. In diesem Sinne lädt die SPD Fraktion Frankenberg alle Beteiligten, darunter auch die Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung ein, diesen Prozess konstruktiv zu begleiten und wirbt um Zustimmung für Ihren Antrag.

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