Die Zeichen stehen auf Grün beim Radverkehr

Waldeck-Frankenberg(pm). In einem Online-Talk haben die Landtagsabgeordneten Jürgen Frömmrich und Daniel May über die Zukunft des Radverkehrs diskutiert. Als Gäste standen Staatssekretär Jens Deutschendorf und Ute Schulte mit ihrem Fachwissen zur Verfügung. Deutlich wurde bei der Veranstaltung, dass die Weichen für den Ausbau der Radinfrastruktur gestellt sind, sowohl beim Alltagsradverkehr als auch bei touristisch genutzten Routen. Dies belegt auch die in dieser Woche bekannt gewordene Auszeichnung Hessens mit dem dritten Platz des Deutschen Fahrradpreises. „Wir wollen die Kommunen bei Planung und Bau von Fahrradwegen unterstützen, um Hessen zum sicheren Fahrrad-Flächenland zu machen“, so MdL Daniel May.

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Der Radverkehr erlebt einen Boom. Wer ein neues Fahrrad erwerben will, muss mit langen Wartezeiten rechnen. Gerade E-Bikes sorgen dafür, dass neue Zielgruppen das Fahrrad als Verkehrsmittel und Freizeitaktivität entdecken. Eine moderne Radinfrastruktur wird dadurch immer wichtiger. Jens Deutschendorf erläuterte in seinem Statement, wie das Land Hessen die Radinfrastruktur in Hessen stärkt und weiterentwickelt. Neben der systematischen Zustandserfassung der hessischen Radwege und einer neuen Task-Force Radwege bei Hessen Mobil, ist die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen, die das Land im Jahr 2016 gegründet hat, für Städte und Gemeinden ein sehr wichtiger Ansprechpartner beim Ausbau der Infrastruktur geworden. „Wir unterstützen die Kommunen bei Planung und Bau von einheitlicher und qualitativ hochwertiger Fahrradinfrastruktur. Dafür stellen wir erhebliche Fördermittel bereit: Bis 2023 stehen in Hessen 70 Millionen Euro für die Kommunen zur Verfügung. Hinzu kommen 43 Millionen vom Bund. Kein Radweg in Hessen scheitert am Geld. Was wir aber brauchen sind Projekte, für die schnell Baurecht geschaffen werden kann und die zügig umgesetzt werden können“, so Jens Deutschendorf.

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Als Tourismus-Landkreis Nummer eins, spielen für Waldeck-Frankenberg der Ausbau und Verbesserung der touristischen Routen eine große Rolle. Ute Schulte, Geschäftsführerin vom Regionalmanagement Nordhessen, machte deutlich, dass der Radtourismus immer mehr an Bedeutung gewinnt. Dafür wurde ein umfassendes Radwegequalitätsmanagement etabliert. „Der Radtourismus hat großes Potential für die Steigerung Wertschöpfung in Nordhessen und Waldeck-Frankenberg. Touristen erwarten ein gut ausgebautes Netz, eine klare Beschilderung, aber auch Rastplätze, Ladeinfrastruktur für E-Bikes und Abstellboxen. Um diesen Wünschen gerecht zu werden braucht es Investitionen in den Kommunen, die wir als Regionalmanagement mit unserem Wissen unterstützen“, erläutert Ute Schulte. „Wir müssen die Potentiale die unserer Region zu bieten hat wesentlich besser nutzen, der Nationalpark, Eder-, Diemel- und Twistesee, das Upland, der Burgwald oder das Ederbergland laden dazu ein, die Freizeit in der Natur und auf dem Rad zu erleben. Wir müssen mehr Geschwindigkeit beim Ausbau der Radinfrastruktur an den Tag legen. Das gilt sowohl für die Alltagsmobilität als auch für Radverkehrsprojekte im Bereich Tourismus,“ so der Frankenberger MdL Jürgen Frömmrich.

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In den nächsten Jahren wird es darauf ankommen die bereits erfolgten Planungen umzusetzen. In Waldeck-Frankenberg wurden bereits einige Radverkehrskonzepte entwickelt oder sind gerade in der Entstehung. Fördermittel stehen von Land und Bund zur Verfügung. Die Zeichen stehen auf grün, um Projekte umzusetzen. Die Planungen beim Grenztrail Waldeck-Frankenberg haben gezeigt, dass einiges möglich ist, wenn die politischen Ebenen eng zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit ist auch für den Ausbau der Radinfrastruktur der Garant für Erfolg.

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