Hohe Baumdeckungsverluste im Landkreis Waldeck Frankenberg seit 2018

Schaden durch Stürme, Dürre und Borkenkäfer
Waldeck-Frankenberg(pm). In den Jahren 2018 bis einschließlich Juli 2020 sind im Landkreis Waldeck Frankenberg hohe
Baumdeckungsverluste zu beobachten gewesen. Das Hessische Umweltministerium spricht in Bezug auf Satellitenbilder vom Landesbetrieb Hessen Forst von einer Schadfläche von insgesamt rund 3.100 ha im Forstamtsbereich Frankenberg Vöhl, der die ehemaligen Forstämter Frankenberg, Vöhl und Diemelstadt und somit den überwiegenden Teil des Landkreises abdeckt. Rund ein Drittel der Fläche entfalle dabei auf den hessischen Staatswald, rund zwei Drittel auf den Kommunal und Privatwald.

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Das ergab eine Anfrage der Abgeordneten Jürgen Frömmrich und Daniel May (GRÜNE) an die hessische Landesregierung Jürgen Frömmrich, parlamentarischer Geschäftsführer der hessischen Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen sowie Kreistagsabgeordneter in Waldeck Frankenberg, erklärt: “ Die Anfrage zeigt wie schon der Waldzustandsbericht, dass es den Wäldern im Landkreis schlecht wie nie zuvor geht Es ist davon auszugehen, dass der tatsächliche Schaden bei solchen Erhebungen sogar weit unterschätzt wird. Diesem enormen Ausmaß des Schadens müssen wir uns nun bewusst sein. Der Wald ist von elementarer Bedeutung für den Klimaschutz, weshalb nicht noch mehr Waldflächen dem Klimawandel zum Opfer fallen dürfen. Das Ziel muss
ein klimastabiler Wald für die Zukunft sein.

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Die genannten Schadflächen würden zu 80% auf Nadelwald entfallen, betroffen seien insbesondere Fichtenbestände, jedoch auch Buchenbestände, die ausgelöst durch Hitze und Trockenheit unter der Komplexerkrankung “Buchenvitalitätsschwäche” leiden. Seit 2017 förderte das Ministerium die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in Hessen mit insgesamt rund 3,69 Millionen Euro, wovon ein Großteil für die Erstaufforstung, aber auch für die Waldbewirtschaftung sowie den Schutz vor Extremwetterereignissen vorgesehen war. Die Summe der Förderungen erhöhten sich im Kalenderjahr 2020 erheblich um mindestens 500.000 Euro im Vergleich zu den Vorjahren.“

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Wir fördern die naturgemäße Waldwirtschaft, um den klimastabilen Wald der Zukunft zu schaffen ”, stellt Daniel May, Landtags und Kreistagsabgeordneter von Bündnis 90/DIE Grünen fest. “ Die Landesregierung arbeitet mit Hochdruck an Klimarisikokarten sowie Wiederbewaldungskonzepten und hilft Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern finanziell wo sie kann. Auch im Landkreis stellt der Erhalt der Waldflächen eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte dar.”

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