Im Alltag mehr Rad statt Auto

Landkreis entwickelt Radverkehrskonzept und analysiert bestehende Wege
Waldeck-Frankenberg(pm). Damit man in Waldeck-Frankenberg im Alltag noch besser von A nach B kommt, arbeitet der Landkreis aktuell an einem Mobilitätskonzept für den Radverkehr. Derzeit werden alle bestehenden Strecken abgefahren und digital erfasst, um anschließend analysieren zu können, in welchen Bereichen sie ausgebessert, weiterentwickelt oder ganz neue Verbindungen geschaffen werden müssen – auch in Kombination mit Bus- und Zugverbindungen. Die Mobilität im Alltag steht im Fokus. Auch
Feedback aus der Bevölkerung ist willkommen, das jeder noch bis zum 11. April online abgeben kann.

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Mit dem E-Bike zur Arbeit, mit dem Fahrrad zum Einkaufen oder auf zwei Rädern zum Musikunterricht: Radfahren ist in Waldeck-Frankenberg sehr beliebt – nicht nur zu touristischen Zwecken, sondern ganz besonders auch im Alltag. Um die Menschen auch auf dem Zweirad noch mobiler zu machen, entwickelt der Landkreis daher derzeit ganz konkrete Maßnahmen, die das Radfahren in Waldeck-Frankenberg nicht nur attraktiver, sondern auch sicherer machen. Dafür wird das bestehende Radwegenetz in diesen Tagen und den kommenden Wochen auf jeder einzelnen Strecke vor Ort analysiert – natürlich per Bike, aber auch zu Fuß und mit dem PKW. Dabei sind die Beschaffenheit der Wege genauso wichtig wie die Anbindungen an die Stadt- und Ortskerne oder die Verbindungen zu zentralen Bahnhöfen, Bushaltestellen oder Park & Ride-Parkplätzen. Um zum Umstieg vom Auto aufs Rad zu motivieren, hat der Landkreis daher vor allem die alltäglichen Wege im Blick – zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen.

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Eignung und Qualität der Wege werden in einer Datenbank erfasst, damit danach genau untersucht werden kann, welche Wege sich zur Einbindung ins Streckennetz eignen und welche noch Lücken oder Schwachstellen aufweisen, die es abzustellen gilt. Auf diese Weise entwickelt der Landkreis gemeinsam mit dem Planungsbüro „COOPERATIVE Infrastruktur und Umwelt“ aus Kassel eine umfangreiche Datenlage, auf deren Basis das neue Radwegenetz für den Alltag entwickelt werden kann. Ziel ist es, bereits bestehende Radwege in den Städten und Gemeinden – auch in Kombination mit dem ÖPNV – zu einem möglichst lückenlosen regionalen Netz zu
verbinden – und so die vorhandenen Radwegekonzepte der Kommunen sinnvoll einzubinden oder eine Planungsgrundlage für künftige Konzepte vorzulegen. „Dafür möchten wir gern auch das Feedback der Menschen vor Ort einholen“, sagen Susanne Paulus, die Leiterin des Fachdienstes Bauen und Adolf Scheuermann, die das Projekt beim Landkreis betreuen. Potenzielle Ziele und entsprechende Wegeverbindungen sind daher auf einer interaktiven Karte zusammengefasst, die man online unter www.landkreis-waldeck-frankenberg.de/radverkehrskonzept einsehen kann.

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Jeder hat hier die Möglichkeit, mit einem Mausklick Punkte auf den Wegeverbindungen zu markieren – und diese mit Kommentaren und Verbesserungsvorschlägen zu versehen. Auch ortsunabhängige Hinweise oder Wünsche können eingebracht werden. Gerade die Ideen und Erfahrungen der Menschen vor Ort sind hier besonders wertvoll, da diese ihre Heimat besonders gut kennen. „Um die Wohn- und Lebensqualität im Landkreis zu sichern, ist eine zukunftsfähige Mobilität besonders für den Alltag zwingend erforderlich“, so der Erste Kreisbeigeordnete und Baudezernent Karl-Friedrich Frese. „Wir möchten das Radwegenetz daher an die Bedürfnisse der Menschen anpassen.“ Von diesem Projekt klar zu unterscheiden sei das Projekt, das der Landkreis aktuell unter dem Arbeitstitel „Grenztrail“ erarbeitet. Dieses habe klar einen touristischen Schwerpunkt, wobei der Fokus beim Radverkehrskonzept eher darauf liege, auf kurzen Wegen mit dem Fahrrad von A nach B zu kommen. „Natürlich werden die Strecken trotzdem durch landschaftliche
schöne Gegenden führen und es wird die ein oder andere Schnittmenge geben. Die Mobilität im Alltag steht bei unserem Radverkehrskonzept aber im Vordergrund.“

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