Refugium für Insekten: der Garten als Lebensraum für Bienen und Co.

Häufig sieht man Gärten, bei denen der Rasen so akkurat wie elegant auf wenige Millimeter heruntergeschnitten ist. Das mag für manche Außenstehende schön anzusehen sein – für die Natur allerdings kommt das einer Katastrophe gleich. Denn diese Umgebung bietet für Insekten wie Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge keinen freundlichen Lebensraum.


Buntes Bio-Saatgut für eine farbenfrohe Wildblumenwiese

So mancher mag sich denken, dass Bienen, Hummeln und Co. eher lästig sind. Vor allem im Sommer sind die Insekten im Privaten ungern gesehen. Für all jene, die in stark urban geprägten Umgebungen leben, zeigen sich die Tiere lediglich beim Besuch im Wildpark oder am Baggersee. Dabei sind sie für das Ökosystem auf diesem Planeten im Gegensatz zum Menschen essenziell. Schon länger ist bekannt, dass wenn die Bienen aussterben würden, die Natur, wie sie derzeit existiert, nicht mehr funktioniert. Damit würde sich dann ebenso die Menschheit abschaffen. Insofern ist die Erhaltung und Schaffung eines symbiotischen Lebensraums von enormer Wichtigkeit. Jeder, der einen Garten sein Eigen nennt, kann zumindest partiell daran denken, Bienen, Schmetterlingen, Hummeln und anderen Insekten einen Ort als Heimat zur Verfügung zu stellen.

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Generell ist die Schaffung eines Refugiums für die Tiere auf der Grünfläche keine große Herausforderung. Denn es ist nur geringer Aufwand nötig, um den Garten für die Insekten deutlich attraktiver zu gestalten. So ist eine Option, ihn in eine Wildblumenwiese zu verwanden. Hierzu bietet sich dann das bunte und preiswerte Bio Saatgut an, welches durch die Mischung überzeugt und nicht nur für Schmetterlinge, Bienen oder Hummeln einen Vorteil bringt. Denn ebenso gibt sie Nachtschwärmern eine optimale Lebensgrundlage. Mit Samenbomben kann zudem auf anderen Rasenflächen für das Extra an Gewächsen gesorgt werden, um den Tieren zu helfen.


Stauden, Sandboden und Bienenhotel

Wer etwas mehr Arbeit investieren will, der kann eine nahezu perfekte Wildblumenwiese anlegen. Hierfür muss der Rasenboden allerdings rund zehn Zentimeter tief abgetragen werden. Der dabei entstandene Raum wird anschließend mit Sand aufgefüllt. In dem nährstoffarmen Boden gedeihen die Wildblumen hervorragend. Wichtig bei der Aussaat ist, auf Saatgut zu achten, das mit regionalen Wildblumen-Mischungen produziert ist. Bei der Verteilung werden einige Samen dann mit Sand vermengt und so über die gesamte Fläche verteilt. Für Wildbienen eignen sich vor allem mehrjährige Stauden. Bevorzugt kann auf das „Gewöhnliche Seifenkraut”, „Kriechender Günsel“, „Wilde Malve“ oder „Gundermann“ gesetzt werden. Ebenso beliebt sind Holzhaufen aus Obstbäumen oder Nadelhölzern. Auf einen Haufen aufgeschichtet, bietet ein solcher ein hervorragendes Rückzugsgebiet. Ebenfalls wohlfühlen sich an diesem Pilze. Wichtig dabei ist, diesen Haufen nicht umzuräumen oder umzuschichten. Einmal angelegt, sollte er also an Ort und Stelle verbleiben.

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Wer selbst für ein „Bienenhotel“ sorgen möchte, kann einen Holzklotz nehmen. Dieser sollte gut zwei Jahre alt sein. Anschließend werden in ihn Löcher gebohrt, die zum Ende hin nicht ausfransen. Ansonsten kann es passieren, dass die Insekten sich an den Flügeln verletzen. Zudem ist darauf zu achten, dass ein kleines Dach als Überhang konzipiert wird. Damit wird zuverlässig verhindert, das Wasser in die Behausungen laufen kann. Ist alles fertig, muss das Bienenhotel nur noch einem Ort aufgestellt werden, an dem zwischen Mittag und Abend ausreichend Sonne kommt. Gerade am Vormittag sollte Licht ausschließlich indirekt auf die Unterkunft für die Bienen treffen.

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