Grüne Abgeordnete fordern Konzept für Schlachtstätte Mengeringhausen

Mengeringhausen(pm). Immer noch kein vollständiger und damit kein genehmigungsfähiger Förderantrag liegt den Landesbehörden zur Modernisierung der Schlachtstätte in Mengeringhausen vor. Dies erfuhren die Grünen Landtagsabgeordneten Jürgen Frömmrich (Frankenberg) und Daniel May (Korbach) vom Landwirtschaftsministerium. „Wir fordern vom Kreisausschuss ein tragfähiges Konzept um die Zukunft des regionalen Schlachthofs in Mengeringhausen zu sichern. Wir brauchen den Schlachthof um die regionalen Strukturen in der Lebensmittelversorgung zu sichern und unnötige Tiertransporte zu vermeiden. Wir wünschen uns vor allem, dass der Kreisausschuss auch die Initiative der Öko-Landwirte in die Pläne einbezieht. Diese hatten sich bereits im letzten Sommer für Ausweitung der Schlachtkapazitäten in Waldeck-Frankenberg eingesetzt“, erklären Jürgen Frömmrich und Daniel May.

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Der Kreistag hatte am 2. November beschlossen den Schlachthof in Mengeringhausen zu unterstützen. Insgesamt wurden 150.000 Euro vom Kreistag für die Modernisierung des Schlachthofes bereitgestellt. Damals hieß es in der Vorlage: „Weitere Mittel zur Sanierung erhält der Schlachthof aus dem Landeshaushalt.” Auch auf eine Rückfrage im Kreistag von Daniel May im Dezember heißt es in der Antwort des Kreisausschusses, dass das Ministerium die Unterstützung des Projekts zugesagt hat. Eine Rückfrage der Landtagsabgeordneten beim hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat aber ein anderes Bild ergeben. „Grundsätzlich ist die Modernisierung des Schlachthofes in Mengeringhausen förderfähig, aber nur wenn die notwendigen Fördervoraussetzungen geschaffen werden und die liegen so bisher nicht vor. Wir haben daher den dringenden Appell an den Kreisausschuss, die Förderfähigkeit herzustellen. In der Sache dürften wir uns einig sein, wie wichtig der Erhalt der Schlachtstätte in Mengeringhausen für den Landkreis ist“, so Frömmrich und May.

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Durch die Schließung des Schlachthofes in Bad Wildungen sind die Schlachtkapazitäten im Landkreis knapp. Viele Landwirte sind daher gezwungen ihre Tiere in Schlachthöfe außerhalb des Landkreises zu transportieren. „Lange Transporte bedeuten Stress für die Tiere. Im Sinne des Tierwohls muss im Interesse von Politik, Landwirten und Verbrauchern zu sein, die regionalen Strukturen zu erhalten und auszubauen. Regional ist erste Wahl. Wir brauchen eine Landwirtschaftspolitik, die sich diesem Motto verpflichtet fühlt, den Landwirten hilft, einen fairen Preis für ihre Produkte zu erhalten und die Wertschöpfung in der Region erhöht. Wir sehen an der Upländer-Bauernmolkerei, dass es möglich ist mit regionalen Konzepten Erfolg zu haben. Wir wünschen uns so einen Ausgang auch beim Schlachthof in Mengeringhausen. Waldeck –Frankenberg braucht eine dauerhafte eigenständige Schlachtstätte zur Förderung der regionalen Vertriebswege und für qualitativ hochwertige Fleisch-und Wurstwaren aus Waldeck-Frankenberg.“

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