Stadtbücherei: Modernisierung und Medienausleihe während des Lockdowns

Frankenberg(pm). Seit Dezember 2020 ist die Stadtbücherei Frankenberg im Zuge des Lockdowns geschlossen. Die Ausleihe geht aber an der Tür weiter: Wer gerne neue Medien ausleihen oder alte Titel abgeben möchte, kann dies weiter tun – einfach eine E-Mail schicken oder sich klassisch per Telefon melden, einen Termin vereinbaren und anschließend die gewünschten Medien am Steinhaus abholen.

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Hinter den Kulissen ist das Stadtbücherei-Team aktuell noch mit einem weiteren Projekt beschäftigt: Das bisherige Barcode-basierte Verbuchungssystem wird auf ein neues RFID-basiertes System umgestellt. „RFID steht für ‚radio-frequency identification‘. Im Prinzip ist diese Technik vergleichbar mit dem bargeldlosen Bezahlen mithilfe der EC-Karte oder des Smartphones“, erklärt Jan Kanitz, der Leiter der Stadtbücherei Frankenberg. Während der aktuellen Schließphase der Stadtbücherei hat das Team über 19.000 Medien mit „RFID-Transpondern“ versehen und in die EDV der Bücherei eingelesen. Neben den entsprechenden Lesegeräten für die Mitarbeiter wurde zudem ein Selbstverbucherterminal angeschafft. „Wer es eilig hat und nur schnell ein Buch abgeben möchte, kann dies jetzt am neuen Terminal selbst erledigen. Für uns bedeutet das mehr Beratungszeit für andere Besucherinnen oder die Möglichkeit kleinere Veranstaltungen während den Öffnungszeiten durchzuführen“, so Kanitz.

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Möglich gemacht wurde die Anschaffung der neuen Technik durch das Förderprogramm „Vor Ort für Alle“ des Deutschen Bibliotheksverbandes, um das sich die Stadtbücherei im vergangenen Jahr beworben hatte. Bei einer Förderquote von 75 % erhielt die Stadtbücherei für die Umstellung rund 13.000 Euro aus dem Programm.


Über das Soforthilfeprogramm „Vor Ort für alle“
Mit dem Soforthilfeprogramm „Vor Ort für Alle“ fördert der Deutsche Bibliotheksverband im Jahr 2020 bundesweit zeitgemäße Bibliothekskonzepte in Kommunen mit bis zu 20.000 Einwohner. Primär geht es dabei um die Modernisierung und digitale Ausstattung der Bibliotheken. Ziel ist es, Bibliotheken als „Dritte Orte“ auch in ländlichen Räumen zu stärken und so einen Beitrag zu gleichwertigen Lebensverhältnissen zu leisten.
Das Soforthilfeprogramm wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Programms „Kultur in ländlichen Räumen“ gefördert. Die Mittel hierfür stammen aus dem Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung“ (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. www.bibliotheksverband.de/soforthilfeprogrammprogramm

Über den Deutschen Bibliotheksverband e. V. (dbv)
Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) vertritt mit seinen mehr als 2.100 Mitgliedern bundesweit rund 10.000 Bibliotheken mit 25.000 Beschäftigten und 11 Mio. Nutzern. Sein zentrales Anliegen ist es, Bibliotheken zu stärken, damit sie allen Bürger freien Zugang zu Informationen ermöglichen. Der Verband setzt sich ein für die Entwicklung innovativer Bibliotheksleistungen für Wissenschaft und Gesellschaft. Als politische Interessensvertretung unterstützt der dbv die Bibliotheken insbesondere auf den Feldern Informationskompetenz und Medienbildung, Leseförderung und bei der Ermöglichung kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe für alle Bürger.

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