VDK: Sozialpolitischer Forderungskatalog für die Kreistagswahl

Am 14. März ist Kommunalwahl in Hessen

Waldeck-Frankenberg(pm). Die kommunale Sozialpolitik nimmt für den VdK eine große Rolle insbesondere zu Zeiten von Corona ein. Soziale Herausforderungen sind nirgendwo deutlicher zu spüren als auf der kommunalen Ebene. Mit diesen Worten begründen die beiden Kreisverbände Waldeck und Frankenberg des VdK ihre sozialpolitischen Forderungen in Briefen an die Spitzenkandidaten der demokratischen Parteien und Wählergruppen zur anstehenden Kreistagswahl.

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Für die beiden Vorsitzenden Manfred Briel, Frankenberg und Hans-Jürgen Firch, Waldeck steht dabei die langfristige Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im Mittelpunkt. Die Nachbesetzung der Hausarztsitze werde immer schwieriger. Schon heute ist eine deutliche Unterversorgung im Bereich des oberen Edertals festzustellen. Für den VdK ist die flächendeckende Sicherstellung der Gesundheitsversorgung Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Daher fordern die beiden Vorsitzenden die Gründung von Medizinischen Versorgungszentren und Entlastungen durch „Gemeindeschwestern“.


Im Zuge der demographischen Entwicklung wird es in Zukunft immer mehr pflegebedürftige Menschen geben und dabei besonders auch zu Hause versorgt von Angehörigen. Der VdK fordert daher den Ausbau des Pflegestützpunktes. Ein Pflegestützpunkt in Korbach reicht aber nicht aus. „Auch in der Verwaltungsstelle Frankenberg sollte ein weiterer Pflegestützpunkt eingerichtet werden“, so Briel. „Mittelfristig gehöre ein Pflegestützpunkt auch in jedes Mittelzentrum“, ergänzte .Firch. Die beiden Kreisverbände fordern auch die Förderung unterstützenden Angebot in der Pflege. Die Vorhaltung alltagsunterstützender Angebote ist grundsätzlich auch per Gesetz Aufgabe der kommunalen Altenhilfe mit einem Freiraum zur Gestaltung.

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Barrierefreiheit ist für den VdK eine zentrale Aufgabe. Daher fordern die beiden Kreisverbände die Einsetzung von kommunalen Behindertenbeauftragten oder Behindertenbeiräte und die weitere Schaffung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Darüber hinaus sollte sich der Landkreis auch für mehr barrierefreien (DIN 18040-2) und bezahlbaren Wohnraum in der Städten und Gemeinden einsetzten. Die beiden VdK Kreisverbänden fordern auch die Erstellung eines Mobilitätskonzeptes mit der intelligenten Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel wie Bahn, Auto, Bus, Anrufsammeltaxi, Rad und Bürgerbus verbunden mit vollständiger Barrierefreiheit im ÖPNV.

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