51 Jahre Wildtierpark Edersee: Verein der Freunde und Förderer ermöglicht Vieles

Vorsichtiger Blick in eine neue Umgebung: Zwei wenige Tage alte Timber-Wölfe erblickten vor einigen Jahren im Wildtierpark das Licht der Welt. Inzwischen sind europäische Wölfe in ein Schaugelände eingezogen, dessen Planungskosten vom Förderverein bezuschusst wurden. (Foto: Klein)

Wildtierpark stärkt und festigt die regionale Identität
Hemfurth-Edersee(von Uli Klein). Von Beginn an verbindet den Verein der Freunde und Förderer des Wildparks Edersee eine enge Beziehung mit der vor 51 Jahren im Waldgebiet Bericher Holz eröffneten Einrichtung. Wie in der Vereinssatzung beschrieben, fördert, entwickelt und unterstützt der Verein die Unterhaltung des landeseigenen Wildtierparks Edersee.

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Doch es geht um einiges mehr, wie der Vorsitzende und Bürgermeister der Nationalparkgemeinde Edertal, Klaus Gier, erläutert: „Die Handlungsfelder unseres Vereins beinhalten natürlich auch die Heimatpflege und den Naturschutz. Überaus erfreulich ist zudem, dass sich mit dem Wildtierpark sehr viele Menschen aus der Region identifizieren.“ Das spiegelt sich auch in den Mitgliederzahlen wieder. Derzeit zählt die Zweckgemeinschaft mit stetig steigender Tendenz annähernd 750 zahlende Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder sowie umliegende Städte, Gemeinden, den Landkreis und Bürgerverein Hemfurth-Edersee.

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Laut der Vereinssatzung sollen von den derzeit gültigen Mitgliedsbeiträgen (40 Euro Jahresbeitrag) 50 Prozent zweckgebunden für Investitionen im Wildtierpark an das Land Hessen als Betreiber überwiesen werden. Im Gegenzug zahlen die Angehörigen und ihre Ehepartner sowie deren Kinder keinen Eintritt. Stolz sind die Vereinsführung und Mitglieder auf eine lange Liste realisierte Projekte. Im Jahr 1990 unterstütze der Förderverein den Bau eines Auerwild-Geheges, und den Kauf von Steinwild. Neun Jahre später floss Geld in den Kauf von Elektromedien und Materialien für das Kellerwald-Infozentrum „Fagutop“ sowie 2003 in den behindertengerechten Zugang zur Aussichtskanzel am Rotwildgehege. Das Anlegen des Fischotter-Geheges und der Volieren-Bau in der Greifenwarte des Parks wurden 2005 finanziell unterstützt, 2010 die Umgestaltung des Wildkatzen-Geheges.
Für die Gestaltung des Kreisverkehrs in Lieschensruh mit Tierfiguren übernahm der Förderverein im Jahr 2011 die Kosten, ein Jahr später konnte das Ausstellungsmodul „WildWesen“ im Nationalparkzentrum mit Unterstützung des Vereins vollendet werden. 2013 folgte der Bau einer Plattform am Damwild-Gehege, das Anlegen eines Rundweges durch das Wildschwein-Gehege, Bau eines Wildkatzen-Geheges und der „GerüchteKüche“. 2014 wurden die Umzäunung des Waschbären-Geheges, Bau eines Meerschweinchen- und Eichhörnchen-Hauses sowie das Projekt „Geierfelsen“ der Greifenwarte mit Geld aus der Vereinskasse realisiert.

Mit Geld aus der Vereinskasse realisiert: Das Projekt „Geierfelsen“ der Greifenwarte sorgt seit 2014 für Aufsehen. Hier füttert Falkner Theo Koch einen dort freilebenden Gänsegeier. (Foto: Uli Klein)

Zudem beteiligten sich die Freunde und Förderer an der Planung des Fuchs- und Dachs-Geheges im Jahr 2015 und kauften zwei Bollerwagen für die Benutzung von Parkbesuchern. 2016 wurde der Fuchs- und Dachs-Gehegebau bezuschusst sowie die Planungskosten für das Schaugelände der europäischen Wölfe. Ebenfalls bezuschusst wurden die Planungskosten für den „Adlerhorst“, 2017 eine Aussichtsplattform und Steganlage bei den europäischen Wölfen sowie die weitere Planung des „Adlerhorsts“. Außerdem wurden neue Bollerwagen und ein Scooter für mobilitätseingeschränkte Menschen angeschafft. Komplettiert werden die Fördermaßnahmen von der Unterstützung bei Zaunbaumaßnahmen, dem Kauf von Unterrichtsmaterialien für Schulen, Ruhebänken, Gerätschaften für die Pflege, Infotafeln, Planungen, Gutachten und Expertisen. Das Betätigungsfeld und der Aktionsradius des Fördervereis ist zusätzlich geprägt von Kreativität und Einfallsreichtum.

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Als ein positives Beispiel gilt das Projekt „Tierpatenschaft“, ins Leben gerufen vom langjährigen Parkleiter Albert Hernold. Die Paten unterstützen mit der Übernahme einer Tierpatenschaft aktiv den Erhalt der heimischen Fauna. Das finanzielle Engagement dient der Nachhaltigkeit und wird unter anderem mit einem extra gefertigten Werbeschild belohnt. Die Patenschaft gilt für ein Jahr. Ein Tierpate erhält eine Urkunde, zudem wird sein Engagement mit Nennung seines Namens auf einem Holzschild im Wildtierpark bekanntgemacht.
Weitere Informationen über den Verein der Freunde und Förderer des Wildparks Edersee gibt es im Eingangsbereich des Parks und im Internet: www.foerderverein-wildpark-edersee.de

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