Rahier und Kümpel: Ökonomischer Shut-Down träfe die Falschen.

Geschäftsführer Jürgen Kümpel(links) und der Vorsitzende der Vereinigung der hessischen Wirtschaft in Nordhessen, Carsten Rahier(rechts). FotoVhU

VhU Nordhessen wendet sich anMinisterpräsidenten Volker Bouffier

Kassel(pm). Mit Sorge verfolgt die nordhessische Wirtschaft die politische Diskussion über die Frage, weitere Bereiche der Wirtschaft zwangsweise zu schließen, obwohl bereits vielerorts mobiles Arbeiten erfolgreich praktiziert wird und viele Unternehmen, Arbeitsplätze bei denen Home-Office möglich ist, fürsorglich und verantwortungsvoll realisiert haben.

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In einem persönlichen Brief wandten sich daher der Vorsitzende der Vereinigung der hessischen Wirtschaft in Nordhessen, Carsten Rahier, sowie der Geschäftsführer Jürgen Kümpel, an den Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier: „Während der Pandemie hat der weit überwiegende Teil der hessischen Unternehmen die Chancen der digitalen Arbeitswelt erkannt, genutzt und praktiziert. So, wurde mobiles Arbeiten, wo immer es ging, ermöglicht. Zugleich wurden umfangreiche Hygienemaßnahmen und Arbeiten mit sozialer Distanz in nahezu allen Betrieben verantwortungsvoll ausgestaltet, sodass die betrieblichen Arbeitsplätze auch in Corona-Zeiten nachweislich ein vergleichsweise sicherer Ort sind.

Auch wenn der ein oder andere Arbeitsplatz in einigen Unternehmen noch als Home-Office temporär ausgestaltbar ist, gibt es aber eben auch hunderttausende Jobs, die eine Anwesenheit vor Ort in den Betrieben zwingend erfordern. Deshalb ist eine solche geplante Verschärfung, die bereits über die Medien publiziert wird, volkswirtschaftlich sehr bedenklich und wird in vielen weiteren Unternehmen zu massiven ökonomischen Problemen führen. Dies vor dem Hintergrund, dass diese drastischen Maßnahmen nur geringe bis gar keine Effekte auf den zusätzlichen Infektionsschutz haben werden. Die letzten Monate haben uns gezeigt, dass durch das verantwortliche Handeln und Wirken in den Unternehmen und Betrieben, dort nicht die Infektionsherde und -quellen lagen.

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Wie Sie wissen und auch selbst teilen, stoßen gesetzliche Ansprüche auf mobiles Arbeiten oder auf Arbeiten im Homeoffice in der Wirtschaft auf Ablehnung. Denn in die Unternehmen finden tagtäglich Arbeitgeber mit ihren Beschäftigten und den Betriebsräten gute einvernehmliche betriebsspezifische Regelungen. Als Vertreter der nordhessischen Wirtschaft bitten wir Sie persönlich, Ihr gewichtiges Wort in die politische Debatte entsprechend einzubringen und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen zu wahren. Ein ökonomischer Shut-Down hätte gravierende negative ökonomische Folgen für unsere Volkswirtschaft und in der Folge für viele Menschen in unserem Land.

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Die Unternehmen und Gewerbebetriebe sowie die zugehörigen Verwaltungseinheiten der Unternehmen dürfen aus unserer Sicht nicht geschlossen werden. Bei aller humanitären und gesellschaftlichen Verantwortung muss es zugleich auch unser gesamtgesellschaftliches Interesse sein, dass unsere Wirtschaft bestmöglich durch diese Corona-Krise kommt. In diesem Sinne bitten wir Sie, diese wichtigen Aspekte in der morgigen Videokonferenz mit der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten zu reflektieren.“

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