Stürme und der Borkenkäfer prägten die letzten Amtsjahre

Andreas Becker geht nach 29 Jahren als Leiter des Gemeindeforstamtsverbands Willebadessen in den Ruhestand. Foto: Forstamt Willebadessen

Andreas Becker nach 29 Jahren als Leiter des Gemeindeforstamtsverbands Willebadessen verabschiedet

Kreis Paderborn (krpb). „Schon zu Schulzeiten stand für mich fest, dass ich Förster werden wollte!“, erinnert sich Andreas Becker. Keinen reinen Büro-Job zu haben, viel draußen an der frischen Luft zu sein: Das sprach ihn schon an als Teenager an, als er mit dem lokalen Förster mitlief und ein Praktikum beim Gemeindeforstamt Willebadessen absolvierte – dem Verband bei dem er später 29 Jahre lang als Leiter vorstehen sollte. Zum 1. Januar 2021 ist Andreas Becker vom Verbandsvorsteher und Dezernenten beim Kreis Paderborn Michael Beninde in den Ruhestand verabschiedet worden.

Das Studium der Forstwissenschaften absolvierte Andreas Becker an der Universität Göttingen und die anschließende Referendarzeit beim Land Nordrhein-Westfalen endete 1985 mit dem zweiten Staatsexamen. Nach sechs Jahren in Diensten der Landesforstverwaltung NRW mit Stationen in Recklinghausen und Meschede trat Andreas Becker am 1. Mai 1991 die Stelle in Willebadessen an. 14 Kommunen aus den Kreises Paderborn und Höxter, zwölf Pfarren und eine städtische GmbH gehören dem Gemeindeforstamtsverband Willebadessen an. Aufgabe ist es, den Waldbesitz der Verbandsmitglieder gemeinschaftlich forstlich zu verwalten und zu unterhalten. „Forstdirektor Becker hat immer nach dem Motto gehandelt ‚Gemeinsam sind wir stark‘ und hat die Verbandsmitglieder auch durch für die Forst- und Holzwirtschaft schwierige Zeiten sicher geleitet“, dankt Verbandsvorsteher Beninde dem scheidenden Leiter.

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Besonders in der zweiten Hälfte seiner 29-jährigen Amtszeit stand für Andreas Becker unter dem Stern schwierigerer Zeiten. „Sturm Kyrill im Jahr 2007 und vor allem Sturm Friederike 2018 mit der anschließenden Explosion der Borkenkäferverbreitung werden mir als besondere Ereignisse im Gedächtnis bleiben“, so Becker. Bei beiden Stürmen habe es vereinter Teamarbeit gebraucht, um die große Menge an Holz am Boden der Wälder zu räumen. Das anschließende Überangebot auf dem Holzmarkt habe dem Absatz des Holzes äußerst schwierig gemacht – mit finanziellen Auswirkungen auf Kommunen und Kirchen, denen die Wälder gehören. „Hier wie auch bei der Einwerbung von Fördermittel zum Beispiel für die Wiederaufforstung hat sich immer wieder gezeigt, dass wir als Verband zusammen viel mehr erreichen können als wenn wir als einzelne kleine Waldbesitzer auftreten“, ist Andreas Becker überzeugt. Der 63-jährige Warburger freut sich nun darauf, seine Ruhestand aktiv mit Motorradfahren und Musizieren zu genießen.

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