Solidarität und Wir-Gefühl auch 2021

Vorsitzende der Schornsteinfeger überbringt Landrat die traditionellen Neujahrsgrüße

Kreis Paderborn (krpb). Stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger des Kreises Paderborn nahm Landrat Christoph Rüther die traditionellen Neujahrswünsche der Bezirksschornsteinfeger entgegen. In diesem Jahr wurden sie, bedingt durch die Corona-Schutzmaßnahmen, durch den Vorsitzenden der schwarzgewandten Glücksbringer Olaf Meiners überbracht. Mit dabei war ebenfalls Rüthers Vorgänger im Amt, Manfred Müller, der seinerzeit diese Tradition ebenfalls pflegte.

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Rückblickend war für Meiners und seine 25 Kollegen die Solidarität in der Gesellschaft das Thema des Jahres 2020. „Gerade, wenn wir bei älteren Menschen die Kamine kehren, spüren wir, wie sehr sie sich über den Besuch freuen. In den letzten Monaten, wo viele dieser Senioren sich einsam gefühlt haben, haben wir uns extra Zeit für ein nettes Gespräch genommen – natürlich mit Abstand und Maske“, berichtet Meiners. Landrat Rüther dankte den Schornsteinfegern für ihre Glückwünsche und „die Arbeit, die Sie für die Sicherheit der Bevölkerung leisten“. Für das neue Jahr haben Rüther und Meiners einen gemeinsamen Wunsch: „Wir hoffen, dass die Solidarität und das Wir-Gefühl, die im Krisenjahr 2020 deutlich zu spüren waren, auch 2021 erhalten bleiben!“

Glücksbringer sind die Bezirksschornsteinfeger im Paderborner Land nicht nur im überlieferten Volksglauben, sondern auch im realen Leben. Im Rahmen der diesjährigen Glückstour, die aufgrund von Corona digital durchgeführt wurde, konnten 260.000 Euro in 2020 an karikative Zwecke gespendet werden. Aus dem Kreis Paderborn erhielt der Kinderhospizdienst Paderborn/Höxter sowie der Verein „Hilfe für das Krebs-und schwerstkranke Kind“ jeweils 3.000 Euro.

Hintergrund:
Der Schornsteinfeger mit schwarzer Uniform, Kehrbesen und Schultereisen ist neben dem vierblättrigen Kleeblatt und dem Schwein das Glückssymbol schlechthin in Deutschland. Der Ursprung dieser Tradition liegt wahrscheinlich im Mittelalter: Bereits damals war es vorgeschrieben, dass Schornsteine mindestens zweimal im Jahr gereinigt werden mussten. Zu groß war die Gefahr, die von ungereinigten Kaminen ausging. Kam es zum Brand, breitete sich dieser rasend schnell zwischen den strohgedeckten Häusern aus. Schornsteinfeger schützten also mit ihrer Arbeit die Bürger und waren gern gesehene Handwerker.

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