Die Stadt hatte gefragt – Bürgerinnen und Bürger haben geantwortet

Frankenberg(Florian Held). Im Herbst hatte die Stadt die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, im Rahmen einer Haushaltsbefragung ihre Meinung zu drei aktuell diskutierten Themen abzugeben. Knapp 1.200 Menschen haben die Befragung mitgemacht, gut ein Drittel (35,5 Prozent) über die haushaltsdeckend verteilten Befragungsbögen und zwei Drittel (64,5 Prozent) über den Link zur Online-Befragung. „Die große Beteiligung freut mich sehr. Die Zahl entspricht etwa sechseinhalb Prozent der Frankenberger Bevölkerung“, zeigte sich Bürgermeister Heß zufrieden. Geht man davon aus, dass pro Haushalt jeweils eine Person mitgemacht hat, stehen die Ergebnisse sogar für rund 15 Prozent der Frankenberger.

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Mit rund 41 Prozent haben deutlich weniger Frauen als Männer (57 Prozent) an der Umfrage teilgenommen, je ein Prozent entfällt auf das dritte Geschlecht beziehungsweise hat keine Angabe gemacht. Das Durchschnittsalter der Befragten lag bei rund 53 Jahren – das Spektrum reichte dabei von elf bis 93 Jahre. „Wir haben bei der Befragung bewusst nur wenige persönliche Daten abgefragt, um die Anonymität der Teilnehmenden zu wahren“, so Heß. „Die Ergebnisse sind darum nicht unbedingt repräsentativ. Trotzdem geben sie ein hilfreiches Stimmungsbild für zukünftige Entscheidungen.“ Zu drei Themenschwerpunkte wurden die Frankenberger befragt: zur Landesgartenschau-Bewerbung, zur Zukunft der Straßenbeiträge und zum Fahrradverkehr in Frankenberg.

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In Bezug auf die Bewerbung der Stadt für die Landesgartenschau 2027 ergaben sich zahlreiche spannende Ergebnisse. Fast alle Befragten wussten bereits von der laufenden Frankenberger Bewerbung, lediglich knapp 11 Prozent gaben an, gar nichts davon zu wissen. Informiert fühlte sich die überwältigende Mehrheit vor allem durch die lokale Presse (71,1 Prozent).
Die Umfrageergebnisse dokumentieren die hohe Erwartungshaltung der Bürgerinnen und Bürger an eine Landesgartenschau – sollte Frankenberg im kommenden Jahr den Zuschlag aus Wiesbaden bekommen: Die deutliche Mehrheit der Befragten erwartet viele positive Effekte für die Stadt. Zwei Drittel der Befragten erwarten positive Effekte im Bereich Tourismus. Mit 49 bzw. 44 Prozent jeweils knapp die Hälfte der Teilnehmenden geht davon aus, dass die Stadt auch in den Bereichen Infrastruktur und Stadtklima von einer Landesgartenschau profitieren würde. Etwas weniger groß sind die erwarteten Effekten für Umweltschutz (35 Prozent) sowie für Wirtschaft und Arbeitsmarkt (24 Prozent). Mehrfachnennungen waren möglich.

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Darüber hinaus wurden einige hundert Anregungen und Ideen zur Landesgartenschau ausgewertet und zum Teil aufgrund der häufigen Nennung auch noch direkt mit in die Machbarkeitsstudie aufgenommen. Die Frankenberger möchten demnach mit einer möglichen Landesgartenschau unter anderem das Wir-Gefühl stärken, miteinander verbundene und ökologisch wertvolle Grünflächen in der Stadt schaffen, das Fahrradwegenetz und den ÖPNV verbessern, das Teichgelände aufwerten und unschöne Ecken/Gebäude in der Stadt verschwinden lassen. Kritische Stimmen in Bezug auf mögliche Kosten einer Landesgartenschau waren vorhanden, aber deutlich in der Minderheit. Einfallsreichtum belegen auch Ideen wie ein Campingplatz auf der Wehrweide, die Einrichtung eines Philipp-Soldan-Hauses, Biergärten im Teichgelände und an der Eder, ein Hochseil- oder Kletterpark, ein Bootsverleih und eine Hundebegegnungsstätte. Am 15. Dezember endet die Einreichungsfrist für alle hessischen Landesgartenschau-Bewerber. Im Rennen waren zuletzt neben Frankenberg noch Dillenburg, die Region Oberhessen sowie Schwalmstadt.

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