Hessischer Leseförderpreis ehrt Projekte die Lust auf Bücher machen

Auszeichnungen für Einrichtungen in Diedenbergen, Lauterbach, Frankenberg, Oberursel und Rüsselsheim

Wiesbaden(pm). Ein Bücher-Podcast zum Mitmachen, ein „Spar-Buch“ als Lesemotivation, Vorlesen im Tierheim und findige Ideen, um den Lesespaß auch in Coronazeiten nicht abklingen zu lassen: Mit solchen Projekten machen fünf Büchereien und Vereine aus Hofheim-Diedenbergen (Main-Taunus-Kreis), Lauterbach (Vogelsbergkreis), Frankenberg (Kreis Waldeck-Frankenberg), Oberursel (Hochtaunuskreis) und Rüsselsheim Kindern und Jugendlichen Lust aufs Lesen. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde in diesem Jahr unter drei Preisträgern aufgeteilt, zudem wurde ein Sonderpreis an zwei Einrichtungen verliehen. Corona-bedingt fand dieses Jahr keine Preisverleihung statt. Der Hessische Leseförderpreis wird vom Land Hessen und dem Hessischen Literaturforum e.V. vergeben.

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Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn: „Die Preisträger-Teams zeigen mit großartigen Ideen, wie man Kinder und Jugendliche ohne Druck für die Welt der Bücher begeistern kann. Ich gratuliere und danke den Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich für ihren Einsatz: Vor allem in kleinen Gemeinden engagieren sich Ehrenamtliche mit viel Herzblut dafür, Kinder und Jugendliche mit Spaß an das Lesen heranzuführen. In diesem Jahr haben wir zudem mit einem Sonderpreis auf die besonderen Herausforderungen der Corona-Pandemie reagiert: Trotz der behördlich angeordneten Schließungen hielten viele Einrichtungen mit fantasievollen Aktionen den Kontakt zu ihren jungen Leserinnen und Lesern und halfen ihnen durch diese schwere Zeit.“

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Die mit 7.000 Euro verbundene erste Auszeichnung bekommt der Kulturverein Diedenbergen für seinen Bücher-Podcast „Lesehäppchen-Show“. Die kindgerechte, kostenlose Plattform kombiniert Buchvorstellungen, Vorlesestunden, Interviews und Gewinnspiele und beteiligt Kinder als Co-Moderatorinnen und -Moderatoren. Die Stadtbücherei Lauterbach wird für ihr Projekt „Spar-Buch“ mit 4.000 Euro Preisgeld bedacht. Kinder, die dort Medien ausleihen, bekommen eine „Lesemünze“, die sie in das „Spar-Buch“ ihrer Schule oder Kita einwerfen. Die Einrichtungen, deren Kinder die meisten „Lesemünzen“ zusammentragen konnten, bekommen Sachpreise für ihre Schulbibliotheken.

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Ebenfalls 4.000 Euro Preisgeld bekommt die Stadtbücherei Frankenberg für ihr Projekt „Vor-Lesehelden“, das sie gemeinsam mit dem örtlichen Tierheim auf die Beine gestellt hat. Dabei lesen Kinder Hunden, Katzen und Kleintieren vor. Das Auftreten vor unkritischem Publikum verbessert die Lesekompetenz leserechtschreibschwacher Kinder und hilft ihnen, Vertrauen in ihre Stimmen zu gewinnen.

Einen Sonderpreis von je 2.500 Euro erhalten die Stadtbüchereien Oberursel und Rüsselsheim für ihren Umgang mit der Corona-Pandemie: Das Oberurseler Team zeichnete Vorleseaktionen auf Video auf und entwarf kreative Mitmachangebote – zum Beispiel „Buchstaben in deiner Stadt“: Dabei gingen Kinder auf eine Buchstabensuche durch die Stadt, fotografierten und verzierten sie mit zur Verfügung gestellten Tablets und präsentierten sie in einer kleinen Ausstellung. Die Stadtbücherei Rüsselsheim übertrug ihr mehrsprachiges Leseförderkonzept in den digitalen Raum – etwa mit zweisprachigen Vorlesevideos, einem Erzähltheater und Bastelangeboten.

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