Einsatz für alte und kranke Pferde: Frankenauer Ring an das Ehepaar Hellmann

Frankenau(od). Mit der letzten Stadtverordnetenversammlung im Jahr werden normalerweise Menschen mit dem Frankenauer Ring geehrt, die sich um die Stadt Frankenau verdient gemacht haben, sportliche Leistungen vollbracht haben oder sich sozial engagieren. In diesem Jahr wurde der Frankenauer Ring nicht während der Stadtverordnetenversammlung verliehen.

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Und das hatte einen besonderen Grund: Der Frankenauer Ring geht 2020 an das Ehepaar Elke und Dr. Wolfgang Hellmann. Und vor einem Jahr am 19. November wurde das Ehepaar Hellmann mit dem Hessischen Tierschutzpreis 2019 für den Pferdeschutzhof Refugium von der Ministerin Prisca Hinz ausgezeichnet. Bürgermeister Björn Brede, Stadtverordnetenvorsteher Holger Heck und Frankenaus Ortsvorsteher Claude Pilger nahmen den Jahrestag zum Anlass, den Frankenauer Ring am 19. November 2020 auf dem Anwesen der Hellmanns zu überreichen.

“Sie bekommen die Auszeichnung nicht nur für Ihr Lebenswerk, sondern auch, weil Sie ziemlich genau vor einem Jahr – am 19. November 2019 – in Wiesbaden den Hessischen Tierschutzpreis bekommen haben“, sagte Bürgermeister Björn Brede.

Der Futterplan für die Pferde. Foto:EDR/od


Elke und Dr. Walter Hellmann sind tief verwurzelt im christlichen Glauben. Für das Ehepaar sind Tiere fühlende Lebewesen, die zu respektieren sind. Deshalb wurde von Elke und Walter Hellmann vor einigen Jahren der Verein „Christen für Tiere“ ins Leben gerufen. „Der Tierschutzverein kümmert sich nicht nur um die misshandelten, verstoßenen und kranken Tiere, sondern es ist es darüber hinaus ein Anliegen, den Menschen zu zeigen, dass das Tier nicht nur Biomasse ist, über die man selbstherrlich verfügen kann“, sagen die Preisträger, „es gelte, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass alles Leben wertvoll ist und auch Tiere eine Würde haben.“

33 Jahre alt ist “Cherokee”, hier mit Bürgermeister Björn Brede. Foto: EDRE/od


So genießt auf dem Pferdeschutzhof zum Beispiel das Muli Bileam, 37 Jahre alt und blind zusammen mit dem Pony Ronja, seinen Lebensabend. Ronja ist krank Melanome und Cushing haben den Stoffwechsel durcheinander gebracht. „Auch die 33jährige Cherokee ist wieder richtig aufgeblüht“ beichten die Hellmanns. Insgesamt sind zur Zeit fünf Pferde auf dem Schutzhof. Dazu kommen noch einige Hunde und Katzen. Besonders aufwenig ist die Fütterung der alten Pferde und sehr teuer, denn Raufutter oder Gras können die Pferde wegen kaum noch vorhandener Zähne nicht mehr fressen. Mehrmals Täglich gibt so einen auf jedes Pferd abgestimmt, speziellen Brei. Seit es den Verein gibt wurde 14 Pferden ein bisschen Lebensfreunde bis zu ihrem Tod bereitet.

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