Bank Austria Kunstforum Wien setzt im Lockdown auf hybriden Kunstgenuss

Gerhard Richter, 2017 © Foto: Benjamin Katz, VG Bildkunst Bonn/Bildrecht, Wien 2020

Wien(LCG). Durch den Lockdown pausiert der Ausstellungsbetrieb in der österreichischen Bundeshauptstadt. Mit Ausnahmen. Die viel beachtete Ausstellung „Gerhard Richter: Landschaft“ im Bank Austria Kunstforum Wien, die im Anschluss im Kunsthaus Zürich zu sehen sein wird, lässt sich auch von der Couch aus im Livestream besuchen.

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„Wir sind am Weg zum digitalen Ausstellungshaus. Im virtuellen Raum öffnen wir unsere Ausstellungen zu Gerhard Richter und Herta Müller für Interessierte auf der ganzen Welt und überwinden alle Abstände, die uns Covid-19 aufzwingt“, lädt Direktorin Ingried Brugger zum digitalen Ausstellungsbesuch ein und ergänzt: „Kunst vermag zu trösten, Reflexionsräume zu bieten und Hoffnung zu spenden, was gerade jetzt besonders wichtig ist.“

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Interaktion im Livestream und intime Atmosphäre im Kunstsalon

Bei Richter werden zwei 45-minütige Ausstellungsrundgänge mit einem jeweils anderen Themenschwerpunkt, bei dem auch Fragen gestellt werden können und Interaktion wie bei einer realen Führung möglich ist, angeboten: Am 26. November 2020 und 14. Januar 2021 können Kunstinteressierte direkt aus dem Homeoffice einen Abstecher in die Ausstellung des weltweit wichtigsten Malers machen. Die Teilnahme kostet 4,99 Euro und ist nach vorheriger Anmeldung von überall aus möglich.

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Der virtuelle Salon mit der Kunstfigur Viktoria Pfefferstein mit einem interaktiv geführten Videogespräch zu Werken aus der Gerhard-Richter-Ausstellung verspricht einen etwas anderen Blick auf die Kunst und anregenden Austausch im intimen Rahmen eines Salons. Der Kunstsalon im Bank Austria Kunstforum Wien empfängt eine limitierte Teilnehmerzahl bei freiem Eintritt am 27. November 2020, 8. Januar und 5. Feber 2021. Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung auf kunstforumwien.at möglich.

Wer den Abend im Kunstsalon mit Freunden oder Kollegen genießen möchte, kann das interaktive Programm auch als geschlossene Veranstaltung für Gruppen buchen und damit beispielsweise ein kunstinniges Zusammentreffen in der Vorweihnachtszeit zu einem Pauschalpreis von 80 Euro organisieren.

Erste voll hybride Ausstellung eröffnet in Wien

Ab 9. Dezember 2020 präsentiert das Bank Austria Kunstforum Wien Werke der in Berlin lebenden Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin (2009) Herta Müller unter dem Titel „Wenn man spricht ist immer jetzt – sonst nicht“. Es ist die erste Ausstellung, die komplett hybrid geplant ist. Sobald Museen und Ausstellungshäuser in Österreich wieder geöffnet haben dürfen, wird sie auch live zu erleben sein. Parallel dazu wird die gesamte Ausstellung digital zur Verfügung gestellt. Am Eröffnungstag mit einem Film zur Ausstellung im YouTube-Channel des Bank Austria Kunstforum Wien. Er zeigt sowohl ein in Berlin aufgezeichnetes Gespräch zwischen Kuratorin Bettina M. Busse und der Künstlerin als auch einen Rundgang durch die Ausstellung im tresor im Bank Austria Kunstforum Wien. Die Kuratorinnen Bettina M. Busse und Veronika Rudorfer offenbaren darin ihre Zugänge zu Müllers Collagen.

Zudem reflektieren während der Laufzeit der Ausstellung, die bis 14. Feber 2021 in Wien zu sehen sein wird, die Schriftsteller Claudia Bitter, Andrea Grill, Sabine Gruber, Hanno Millesi, Petra Nagenkögel und Jani Oswald sowie die Schauspieler Maria Hofstätter, Naemi Latzer und Harwin Kravitz in einer von Annemarie Türk kuratierten Kurzvideo-Serie über Herta Müllers Arbeit.

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