Gemeinsam aktiv für den „Wald der Zukunft“

Naturpark Sauerland Rothaargebirge führt Baumpflanz-Aktion durch
Hallenberg(pm). Der Wald in Südwestfalen verändert sich. Vermehrte Stürme, lange Trockenperioden in den Sommern und nicht zuletzt Schädlinge wie der Borkenkäfer haben die Waldbestände geschwächt und in Mitleidenschaft gezogen. Ein Thema, mit dem sich auch die Schülerinnen und Schülern der Kath. Grundschule Hallenberg, eine von mittlerweile sieben Naturpark-Schulen des Naturparks Sauerland Rothaargebirge, in den letzten Wochen intensiv beschäftigt haben.

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Zum Abschluss stand jetzt eine gemeinsame Pflanzaktion im nahegelegenen Kommunalwald auf dem Programm, um selbst einen kleinen Beitrag zur Wiederaufforstung zu leisten. „Wir haben uns bei der Auswahl bewusst für Baumarten entschieden, die eine höhere Trockenstresstoleranz aufweisen“, betont Markus Genster, Waldpädagoge der Stadt Hallenberg. Er hat sich im Rahmen der schulischen Umweltbildung in den letzten Wochen gemeinsam mit den Kindern der Klasse 3a schrittweise dem Thema genähert und das Grundwissen vermittelt. „Die Kahlfläche soll veranschaulichen, welche Baumarten in Zukunft das Sauerland prägen könnten“, so Genster weiter. Deshalb sind gleich eine ganze Reihe verschiedenster Sorten mit im Gepäck, die an diesem Tag auf dem rund 1 Hektar großen Areal unterhalb des Heidkopfes von den Schülern eingepflanzt werden. Neben bekannten Arten wie Douglasie oder Baumhasel sind das u.a. auch Mammutbaum, Hybrid-Nuss oder Winterlinde. Aber ehe die Bäume gepflanzt werden können, gilt es erst einmal kräftig anzupacken und die notwendigen Löcher ins Erdreich zu graben. Das ist Dank der großen Begeisterung der Schülerinnen aber sehr schnell erledigt.

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„Aktionen wie diese bleiben bei den Kindern natürlich ganz besonders in Erinnerung“, erläutert Bernd Fuhrmann, Vorsitzender des Naturparks Sauerland Rothaargebirge, der im Rahmen seines Antrittsbesuches beim neuen Bürgermeister Hallenbergs, Enrico Eppner vorbeischaute und beide auch gleich Hand anlegten. „Wir sind begeistert, mit welchem Enthusiasmus die Schüler hier bei der Sache sind und sich diesem so wichtigen Thema widmen“, ergänzte Bürgermeister Eppner. Ein Konzept, das aufgeht und genau zum Leitbild des Naturparks passt, das Thema Umweltbildung mit Leben zu füllen und zu einem echten Erlebnis werden zu lassen. Nach getaner Arbeit darf zum Abschluss natürlich die obligatorische Frühstückspause inmitten der Natur nicht fehlen. „Die haben sich die Kinder aber auch redlich verdient“, betont Benno Hildebrand, Lehrer der Klasse 3a.

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Naturpark-Schulen:
In einer Naturpark-Schule werden wichtige Themen wie Natur und Landschaft, regionale Kultur und Handwerk, Land- und Forstwirtschaft regelmäßig im Alltag, auf Exkursionen oder an Projekt-tagen behandelt. Die Schüler*innen lernen auf diese Art ihre Region noch intensiver kennen und werden für sie begeistert. Im Mittelpunkt der Projekte stehen die bewusste Auseinandersetzung des Einzelnen mit der Natur sowie die Sensibilisierung für natürliche Kreisläufe im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

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