Landrat Christoph Rüther:Dankbar für die helfenden Hände der Bundeswehr

Soldatinnen und Soldaten unterstützen Kreisgesundheitsamt Paderborn
Kreis Paderborn (krpb). Zehn Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr unterstützen ab sofort bis Anfang Dezember das Paderborner Kreisgesundheitsamt bei der Kontaktverfolgung von positiv getesteten Corona-Infizierten. „Unser Ziel ist es, das Pandemiegeschehen vor Ort erfolgreich einzudämmen, indem wir Infektionsketten vor Ort aufspüren und erfolgreich durchbrechen“, erläutert Landrat Christoph Rüther. Deshalb freue er sich sehr über die helfenden Hände der Bundeswehr, „herzlich willkommen im Team“, so Rüther.

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Der Landrat betonte bei der Begrüßung im Paderborner Kreishaus, dass er auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitsamt danke, die seit Monaten bis in die späten Abendstunden, durchgehend an den Wochenenden arbeiteten, damit dieser Schlüsselbereich im Kampf gegen das Coronavirus funktioniere. „Für uns Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ist es eine Selbstverständlichkeit und Freude zugleich, das Gesundheitsamt Paderborn bei seiner wichtigen Aufgabe zu unterstützen. Auf uns ist Verlass, wir helfen solange wir gebraucht und gewünscht werden sowie die nötigen Ressourcen dazu zur Verfügung stellen können“, betont Major Sven Büsing, stellvertretender Leiter des Kreisverbindungskommandos Paderborn. Büsing selbst lebt mit seiner Familie in Salzkotten-Winkhausen, kennt den Kreis und freut sich sehr, auch persönlich einen Beitrag zur Bekämpfung des Coronavirus leisten zu können.

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Die Zahl der Neuinfektionen im Kreis Paderborn steigt seit Tagen steil an. Der Krisenstab des Kreises Paderborn hatte deshalb auch die Bundeswehr um Unterstützung gebeten. Erreicht ein positiver Befund das Kreisgesundheitsamt, beginnt eine aufwendige Telefonrecherche nach Kontaktpersonen mit erhöhtem Infektionsrisiko im Sinne der RKI-Richtlinien. In jedem Gespräch müssen viele Fragen abgeklopft und beantwortet werden. Die Strategie dahinter lautet: Infizierte isolieren, Kontaktpersonen unter Quarantäne stellen. „Das ist sehr zeitintensiv. Wir beobachten jedoch seit Wochen, dass diese Kontaktpersonen zunehmend positiv getestet werden. Deshalb hilft genau diese Arbeit, die Zahlen zu senken“, betont die Leiterin des Paderborner Kreisgesundheitsamtes, Dr. Constanze Kuhnert.

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Am ersten Tag stand eine Software-Schulung auf dem Programm für die Soldatinnen und Soldaten der ersten Kompanie des Panzerbataillons 203 der Panzerbrigade 21 in Augustdorf: Diese gesamte Fallbearbeitung im Gesundheitsamt, vom Befundeingang bis hin zur Übermittlung an das Robert-Koch-Institut, erfolgt mittlerweile komplett digital mit der Software ÄSKULAB21. Beim ersten positiven COVID-19-Befund am 7. März war noch für jeden Fall eine Papierakte, die Kontaktdaten in einer Excel-Datei angelegt worden. Das ist Geschichte, die Digitalisierung sorgt auch im Herzen der Pandemiebekämpfung für Zeitersparnis und Transparenz der Arbeitsschritte. Die Umstellung auf das papierlose Gesundheitsamt erfolgte in den Monaten März und Juni. Allerdings ist das Programm nicht intuitiv zu bedienen. Neue Mitarbeitende müssen und werden daher sorgfältig eingearbeitet.

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