Fachkräftemangel in Kitas: Ausbildung mehr bewerben

von links: Christina Wenzel, David Jakobi und Dr. Daniela Sommer. Foto:pr

Battenfeld/Wiesbaden(pm). Die heimische Abgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Dr. Daniela Sommer hat nach den Herbstferien die Kindertagesstätte in Battenfeld besucht. Der Einrichtungsleiter David Jakobi und seine Stellvertreterin Christina Wenzel haben der Sozialpolitikerin zunächst die Einrichtung vorgestellt und im anschließenden Gespräch, das Gute-KiTa-Gesetz, die Herausforderung der Betreuung während der Corona-Pandemie sowie den Fachkräftemangel besprochen.

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Das Gute-KiTa-Gesetz wird positiv gewertet, auch, dass Erzieherinnen und Erzieher durch PIA eine Ausbildungsvergütung erhalten. Doch sei diesbezüglich wichtig, dass Einrichtungen und ihre Träger in die Lage versetzt werden, diese Stellen auch finanzieren zu können. Das Land, sagt Sommer, soll sich stärker an den Betriebskosten beteiligen – so die langjährige Forderung von der Hessischen SPD mit den Trägern, Kommunen und Wohlfahrtsverbänden. Sie lobt die Einrichtung für ihr Engagement auch während der Schließung der KiTa. Jakobi und Team hatten eine „Dorfrallye“ mit Aufgaben für die Kinder mit ihren Eltern liebevoll vorbereitet, um im Alltag Aktivitäten anzubieten.


Dr. Sommer zeigt sich beeindruckt: „Ich bin begeistert, dass ein so junges Team so tatkräftig aktiv ist und sich, obwohl sie noch selber jung sind, Gedanken über den Fachkräftemangel machen.“ Gemeinsam diskutierte die Leitung der Tagesstätte mit der Abgeordneten über Zugänge und das kompetente Persönlichkeiten mit Hauptschulabschluss gefördert werden müssten, um die Ausbildung beginnen zu können. In Pflegeberufen sei dies durch die Helferberufe und ein durchlässiges System möglich. Auch die PIA-Ausbildung, fordern die Praktiker, sollen überall gleiche Standards ausweisen. Ein Problem darüber hinaus sei, dass die Schulen Praktikumsplätze, die zu weit von den Schulen entfernt sind, oftmals nicht anerkennen. Das ist für den ländlichen Raum ein großes Problem und bei den Einrichtungen vor Ort macht sich dies am drastischen Rückgang der Bewerbungen bemerkbar.

Gerade aufgrund der Altersstruktur im Gesamtportfolio der Einrichtungen in Waldeck-Frankenberg müsse die Ausbildung und die Nachwuchsakquise forciert werden: Es brauche mehr Werbung und mehr gezielte Ansprache von Erzieherschulen bei Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen.
Die Gesprächspartner sind sich einig, es lassen sich Potenziale heben: „Seit Jahren fordern wir, endlich die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Erzieherinnen und Erziehern zu verbessern, die Ausbildungskapazitäten zu erhöhen und ebenso die Bedingungen während der Ausbildung zu verbessern. All das wurde ignoriert. Wir fordern die Landesregierung auf, endlich Bedingungen zu schaffen, unter denen Fachkräfte arbeiten wollen. Denn frühkindliche Bildung braucht pädagogische Fachkräfte. Nur so können wir hessenweit gleiche Bildungschancen für alle Kinder garantieren.“, sagte Dr. Sommer abschließend und bedankt sich mit Pixi-Büchern für die Einrichtung und ihre Kinder bei gesamten Team für die Einblicke und die tolle Arbeit.

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