Novitchok im Tee? Chemische Kampfstoffe als politisches Mittel

Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., Sektion Waldeck-Frankenberg (GSP)

Frankenberg(pm). Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., Sektion Waldeck-Frankenberg (GSP) lädt zu ihrem nächsten Vortrag am Mittwoch, 04. November um 19.30 Uhr in die Kulturhalle ein. Hier können 120 Personen coronagerecht gesetzt werden.

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Zu dem Thema „Novitchok im Tee? Chemische Kampfstoffe als politisches Mittel“ konnte die GSP den Spezialisten Dr. Marc-Michael Blum, Biochemiker, ehem. Laborleiter der OPCW – Organisation für das Verbot chemischer Waffen – in Den Haag, gewinnen.

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Chemische Waffen waren schon (fast) ein Thema von gestern: Die großen Arsenale aus dem Kalten Krieg fast vernichtet, eine starke internationale Norm gegen den Einsatz dieser Waffen und ein Vertragswerk mit einem umfassenden Verifikationssystem. Der terroristische Einsatz von Chemiewaffen war selten und der Sarinanschlag auf die U-Bahn in Tokio schon fast vergessen. Was konnte da noch passieren? So hätte man noch im Jahr 2012 fragen können. Doch dann folgen die Chemiewaffeneinsätze in Syrien (und durch ISIS auch im Nordirak). Der Anschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Sergey Skripal in Salisbury mit einem Nervenkampfstoff aus der sogenannten Novitchok-Gruppe, der erfolgreiche Mordanschlag auf den Nordkoreaner Kim Yong-Nam mit dem Nervenkampfstoff VX und nun im Jahr 2020 die Vergiftung des russischen Oppositionspolitiker Alexei Nawalny wieder mit einem Gift aus der Novitchok-Gruppe.

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Warum die international Norm gegen den Einsatz von chemischen Waffen zwar gefährdet aber noch lange nicht tot ist, warum moderne analytische Methoden nicht nur in der Lage sind noch Wochen nach der Exposition eine Vergiftung nachzuweisen sondern auch Hinweise auf den Ursprung einer Chemikalie geben können, warum aber Chemiewaffen auch immer noch attraktiv sind, aber nicht mehr aus den gleichen Gründen wie im Kalten Krieg, darüber berichtet Dr. Marc-Michael Blum. Dr. Blum ist ehemaliger Leiter des Labors der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag und war 2018 Leiter des OPCW Teams bei der Untersuchung des Falls Skripal in Großbritannien.

Eine Anmeldung erleichtert den Einlass. Anmelden bitte nur bei
Stv. Sektionsleiter Manfred Weider,
E-Mail: sk-waldeck-frankenberg@gsp-sipo.de
Tel.: 06451 8814, Fax: 06451 230357
mit Angabe von Vor, Zuname, Adresse, Telefon, E-Mail

oder über https://gsp-sipo.de/frankenberg/

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