Sechs Appartements für Klienten

Symbolischer Spatenstich für den Neubau des Appartementhauses der Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste Haina; von links: Klinikmanager Sören Asboe, Geschäftsführer Matthias Müller und Erwin Gruber, therapeutischer Leiter der Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste Haina. Foto: Rouven Raatz
Vitos Haina investiert 900.000 Euro in der Dr.-Otto-Kahm-Straße

Haina (Kloster) von Rouven Raatz. Mit einem symbolischen Spatenstich hat Vitos Haina die Umsetzung des umfangreichen Bauprogrammes begonnen, das diverse Maßnahmen in den nächsten Jahren vorsieht: darunter Neubauten für die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie die Klinik für forensische Psychiatrie Haina.

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Zunächst werden die Bagger in der Dr.-Otto-Kahm-Straße gestartet. Dort entsteht ab nächster Woche ein Appartementhaus für die Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste. Es wird das neue Zuhause für sechs psychisch kranke Menschen, die einer umfangreichen Betreuung bedürfen. Der Neubau kostet 900.000 Euro und soll bis zum Jahreswechsel 2021/2022 bezugsfertig sein.

So sollen die sechs Appartements für Klienten aussehen. Grafik: Vitos Haina


In unmittelbarer Nachbarschaft zum Dorfgemeinschaftshaus und zur Grundschule ist in den vergangenen Jahren ein Campus der Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste entstanden: mit dem Kocomo-Wohnheim für seelisch behinderte Menschen mit Pflegebedürftigkeit sowie den beiden Wohngruppenhäusern für seelisch kranke Menschen, die im Rahmen der Eingliederungshilfe betreut werden. „Mit dem neuen
Appartementhaus haben wir unser Angebot bedarfsgerecht weiterentwickelt“, sagt Matthias Müller, der Geschäftsführer von Vitos Haina „Das Konzept sieht vor, die Eigenständigkeit und die Selbstverantwortung der Klienten zu stärken, ihre Teilhabe zu steigern, ihnen aber auch die erforderliche intensive Unterstützung anzubieten.“

Und dieser Unterstützungsbedarf sei sehr umfangreich, erläutert Erwin Gruber, der therapeutische Leiter der Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste Haina. „Dieser Personenkreis wird zwar während der stationären Behandlung oder Unterbringung auf ein Leben in offenen Wohnformen vorbereitet. Doch der Hilfebedarf ist weiter so groß, dass er von den existierenden Einrichtungen des stationären psychosozialen
Versorgungssystems häufig nicht sichergestellt werden kann.“

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„Aufgrund eigener Erfahrungen und der vermehrten Anfragen anderer Träger nach Betreuungsplätzen in unseren Einrichtungen haben wir uns in Abstimmung mit dem Landeswohlfahrtsverband Hessen dazu entschieden, ein passgenaues Angebot zu schaffen“, betont Müller. Das unter Beachtung des Bundesteilhabekonzeptes (BTHG) entwickelte Angebot fördert das selbstbestimmte und eigenverantwortliche Leben der Klienten. Zugleich
ist eine umfassende Unterstützung sichergestellt. Die Leistungsangebote beziehen sich auf die Lebensbereiche Wohnen, Arbeit und Freizeitgestaltung und können bei Bedarf durch Pflege ergänzt werden.

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