Azubis sind den Funklöchern auf der Spur

Handy und nicht Lupe ist das Werkzeug der Funkloch-Detektive – Auszubildende des Kreises mit (vorne in der Mitte) Landrat Manfred Müller, (links und rechts von ihm) Rahel Leifhelm und Björn Schmidt. Foto: Kreis Paderborn, Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Meike Delang

Informationen und Experten-Videos zur Mobilfunkstrategie auf der Internetseite des Kreises eingestellt

Kreis Paderborn (krpb). 82 Funklöcher im Kreis Paderborn sind schon aufgespürt worden. Dort funktioniert nicht, was für die meisten schon lange selbstverständlich geworden ist: Anrufe auf und von dem Handy. Und Funklöcher gibt es nicht nur in versteckten Ecken oder im Wald, auch Wohnsiedlungen können ein sogenannter weißer Fleck in der Mobilfunklandschaft sei. „Darüber hinaus gibt es immer noch Bereiche im Kreisgebiet, die noch nicht vermessen wurden, und wir daher schlicht und ergreifend nicht wissen, wie gut oder schlecht der Empfang dort ist“, erklären Rahel Leifhelm und Björn Schmidt von der Servicestelle Wirtschaft des Kreises Paderborn. Zu Detektiven für einen Tag wurden daher 30 Auszubildende des Kreises. Das Werkzeug ihrer Wahl: keine Lupe oder Überwachungskamera, sondern die Funkloch-App der Bundesnetzagentur.

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In zweier Teams schwärmten die Auszubildenden im Auto im ganzen Kreisgebiet aus und maßen insbesondere an Straßen und in Siedlungsflächen den Mobilfunkempfang. Bereiche ohne Vermessungsdaten gibt es im ganzen Kreisgebiet – besonders aber an den äußeren Rändern in Orten wie Kleinenberg, Bleiwäsche oder Hövelriege. „Aber selbst in der Innenstadt von Paderborn gibt es Bereiche, in denen keine Messdaten vorliegen“, erzählen Leifhelm und Schmidt. Deshalb hatte Landrat Manfred Müller vor einigen Wochen die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, sich ebenfalls die Funkloch-App der Bundesnetzagentur runterzuladen und auf ihren Alltagswegen den Mobilfunkempfang zu messen. „Je detaillierter unser Wissen über die Qualität des Mobilfunks in unserem Kreisgebiet ist, umso besser können wir planen und unserem Ziel näherkommen: flächendeckender, schneller und stabiler Mobilfunk für alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis Paderborn“, erklärt Landrat Manfred Müller.

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Etwa 60 bis 70 neue Masten werden benötigt, um dieses Ziel zu erreichen. „Genauer werden wir es erst wissen, wenn alle Funklöcher aufgespürt sind“, verdeutlichen Leifhelm und Schmidt. Hat der Kreis hier Klarheit, kann er mit der Suche nach möglichen neuen Standorten für Mobilfunkmasten beginnen.

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„Wir wissen, dass die Bürgerinnen und Bürger viele Fragen rund um den Mobilfunk und unsere Strategie zum Mobilfunk-Ausbau haben“, sagt Landrat Müller. Deshalb war eigentlich eine große Informationsveranstaltung zu dem Thema geplant, die aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen nun ausfallen muss. Auf Informationen und Antworten müssen die Bürger aber deshalb nicht verzichten. Die Experten, die als Redner für die Veranstaltung geplant waren, haben ihre Beiträge auf Video aufgenommen. Diese können nun auf der Internetseite des Kreises angesehen werden. Dort beleuchten Dr. Martin Fornefeld, Geschäftsführer der Micus Strategieberatung GmbH, und Dr. Simon Oberthür vom Software Innovation Campus Paderborn die technischen und gesundheitlichen Aspekte von Mobilfunk und 5G. In einem weiteren Video werden Fragen beantwortet, die Bürger vorher eingereicht haben, wie zum Beispiel der Unterschied zwischen 4G und 5G und ob 5G gesundheitsschädlich ist. Außerdem finden sich auf der Seite Hintergrundinformationen zur Mobilfunkstrategie des Kreises, des Landes NRW und des Bundes. Alle Informationen abrufbar unter: www.kreis-paderborn.de/mobilfunkstrategie.

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