Diskriminierung bei Blutspende muss beendet werden

Bild von sabin urcelay auf Pixabay

Homosexualität darf kein Ausschluss-Kriterium sein

Wiesbaden(pm). „Die sexuelle Orientierung darf nicht entscheidend dafür sein, ob Menschen Blut spenden dürfen oder nicht. Die Diskriminierung von homo- und bisexuellen Männern sowie transgeschlechtlichen Menschen muss auch in Bezug auf die Blutspende beendet werden“, fordert Wiebke Knell , queerpolitische Sprecherin der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, anlässlich des Internationalen Tags der Blutspende am 14. Juni. „Noch immer ist es so, dass Männer für zwölf Monate von der Blutspende ausgeschlossen sind, wenn sie mit Männern Sex hatten. Das ist absolut inakzeptabel“, sagt Knell.

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Die Freien Demokraten wollen diese homophobe Reglung abschaffen und haben daher einen Antrag in den Landtag eingebracht, mit dem die Landesregierung aufgefordert wird, sich im Bundesrat für eine Aufhebung dieser Regelung einzusetzen. „Außerdem wollen wir erreichen, dass auch Regelungen zu anderen Spenden, zum Beispiel Knochenmarkspenden, auf Diskriminierungen überprüft werden. Neuregelungen müssen auf jeden Fall diskriminierungsfrei sein.“

FDP Landtagsabgeordnete Wiebke Knell

Knell ergänzt: „In der Corona-Krise hat sich erneut gezeigt, wie wichtig Blutspenden sind. Egal ob A, B, AB oder 0 – jede Gruppe ist systemrelevant! Ob jemand Blut spenden kann oder nicht, darf allein von medizinischen Kriterien abhängen. Und deshalb darf nach unserer Überzeugung lediglich die Frage nach sexuellem Risikoverhalten gestellt werden – und zwar geschlechtsunabhängig.“

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