Auf den Spuren zweier Weltkriege: Gedenkorte und Denkmäler im Kreis Paderborn

Landrat Manfred Müller (mittig im Bild) und Hubert Böddeker, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Sparkasse Paderborn-Detmold (ganz links im Bild) überreichten die Geldpreise an die teilnehmenden Schulen. Hermann-Josef Bentler (links neben dem Landrat), Koordinator des Arbeitskreises Regionalgeschichte, dankte den teilnehmende Schulen für ihre „Beitrage für den Frieden“. Foto:Kreis Paderborn

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zeichnet Schulen aus

Kreis Paderborn(krpb). Sie erinnern daran, dass Frieden und Freiheit nicht selbstverständlich sind. Auch im Kreis Paderborn stehen zahlreiche Denkmäler, die an die Millionen von Toten zweier Weltkriege erinnern. Die meisten Menschen gehen achtlos an ihnen vorbei. Irgendwie hat man sich an die steinernen Zeitzeugen gewöhnt. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Kreisverband Paderborn, möchte die Geschichten und Schicksale dahinter wieder „zum Sprechen bringen“ und gerade für jüngere Generationen sichtbarer machen. Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 19 Jahren waren im Rahmen des Wettbewerbs „Gedenkorte und Denk (!) -mäler im Kreis Paderborn “dazu eingeladen, sich mit geöffnetem Blick auf die Spuren zweier Weltkriege zu begeben. Drei Schulen überzeugten besonders mit ihren Beiträgen: Landrat Manfred Müller als Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Kreisverband Paderborn, und Hubert Böddeker, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Sparkasse Paderborn-Detmold, überreichten die Geldpreise an das St. Michaelsgymnasium Paderborn, die Krollbachschule Hövelhof und Franz-Stock-Realschule in Hövelhof.

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Die teilnehmenden Schulen sollten auch Antworten auf die Fragen finden, inwieweit Denkmäler 75 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges und über 100 Jahre nach Ende des ersten Weltkrieges aus ihrer Sicht noch Sinn machen, welche Bedeutung der Volkstrauertag hat und mit welche Veranstaltungsformaten junge Menschen zu erreichen sind. Eingereicht werden konnten schriftliche Dokumentationen, Multimediapräsentationen, Filme, Hörspiele oder auch Fotodokumentationen. „Wir sind sehr beeindruckt von den eingereichten Beiträgen und bedanken uns sehr herzlich bei allen Teilnehmenden und ihren Lehrkräften“, betont Landrat Manfred Müller. Kriegerdenkmäler seien Lernorte und müssten gerade in diesen Tagen als Teil einer Erinnerungskultur gesehen werden, die diese Orte in ihren historischen Kontext setzt und gegen das Vergessen arbeitet. Sieger des Wettbewerbs ist die 7. Klasse des St. Michaelgymnasiums in Paderborn, die gleich mehrere Beiträge erstellte. Als herausragend bewertet wurde das Video einer Schülergruppe, die in ihrem Beitrag ein Interview mit dem Vorsteher der jüdischen Gemeinde einfügte. Diese Leistung wurde mit einem Geldpreis von 2000 Euro honoriert. Der 2. Preis in Höhe von 1.500 Euro geht an die Krollbachschule Hövelhof mit dem Beitrag „Gedenkstätten in Hövelhof“. Die Projektgruppe „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ erstellte eine Präsentation mit Hörproben und Interviews. Über den 3. Preis und 1.000 Euro freuen könne sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 der Franz-Stock-Realschule in Hövelhof. Sie setzten sich mit dem Schicksal des deutschen Soldaten Philipp Walter und dem Mannschafts-Stammlager Stalag 326 in Stukenbrock auseinander.

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Die Schüler und Schülerinnen wurden unterstützt und begleitet von den Lehrern Andreas Wurm, dem stellvertretenden Schulleiter des Gymnasiums St. Michael, Martin Rüther, Kerstin Bolte und Michael Stolpmann von der Krollbachschule Hövelhof sowie Carola Ostermann von der Franz-Stock-Realschule. Die Preise für die Prämierung des Wettbewerbs wurden von der Sparkassenstiftung Paderborn – Detmold im Kreis Paderborn zur Verfügung gestellt. Die Preisgelder dienen ausschließlich der Förderung von Klassenfahrten zu Gedenkstätten oder Fahrten zu den Jugendbegegnungsstätten des Volksbundes mit Projektwochen zur „Arbeit für den Frieden ” Der Wettbewerb wurde konzipiert vom Arbeitskreis Regionalgeschichte des Kreisverbandes Paderborn des Volksbundes, der von Hermann-Josef Bentler koordiniert wird. Ihm gehören der Historiker Norbert Ellermann, Stadt -und Kreisarchivar Wilhelm Grabe und der Pädagoge Burghardt Mütherig an.

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