Hessen unterstützt die Weidetierhaltung

Symbolbild: Thorsten Frenzel auf Pixabay

Eine Million Euro für Schäfer und Ziegenhalter – Knell(FDP) Prämie ist nur ein Anfang

Wiesbaden(pm). In der Plenardebatte zur Einführung der Weidetierprämie 2020 erklärte die agrarpolitische Sprecherin der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Lena Arnoldt: „Weidehaltung ist wichtig für unser Ökosystem und unsere Kulturlandschaft. Schäfer und Hirten machen bei Wind und Wetter mit ihren Tieren einen großartigen Job. Durch zu niedrige Preise für Wolle und Fleisch geraten sie aber dennoch unter wirtschaftlichen Druck, der durch die Rückkehr des Wolfes in unseren Gefilden noch erhöht wird. Um die jahrhundertealte Tradition der Weidetierhalter zu erhalten, unterstützt die schwarz-grüne Landesregierung die Haltung von Schafen und Ziegen mit einer eigenen Weidetierprämie in Höhe von einer Millionen Euro allein in diesem Jahr. Hessen ist eines der ersten Länder, das seine Schäfer im wahrsten Sinne des Wortes nicht im Regen stehen lässt. Wir hoffen, dass weitere Länder und schlussendlich auch der Bund unserem Beispiel folgen. Denn eine nachhaltige Bewirtschaftung von Weiden muss weiterhin möglich sein.“

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„Die geplante Weidetierprämie ist ein Anfang“, sagt Wiebke Knell, landwirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, anlässlich der Plenardebatte zur Einführung einer Weidetierprämie. Knell macht aber auch deutlich: „Es geht nicht nur um Geld. Die Weidetierhalter haben weiterhin unseren Respekt und unsere Unterstützung verdient. Ihre Sorgen und Nöte gerade auch wegen der Rückkehr des Wolfes müssen ernst genommen werden.“ Hintergrund: Hessische Weidetierhalter hatten im Januar in Wiesbaden demonstriert und auf ihre Existenznot aufmerksam gemacht, woraufhin die Freien Demokraten das Thema im Landtag zur Sprache brachten. Die schwarz-grüne Koalition stellte damals eine Weidetierprämie für 2021 in Aussicht. Aus dem Landwirtschaftsministerium hieß es, im Haushaltsjahr 2020 könne es keine Bewegung mehr geben. „Das war eine seltsame Argumentation, da doch der Haushalt erst heute beschlossen wird“, sagt Knell jetzt. „Insofern bin ich positiv überrascht, dass es einen Meinungsumschwung in der Koalition gegeben hat. Vielleicht hat auch unsere Feststellung im Januar, dass Änderungsanträge zum Haushalt 2020 noch möglich sind, dazu beigetragen“, vermutet die landwirtschaftspolitische Sprecherin.

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Die Freien Demokraten setzen sich dafür ein, dass Weidetierhaltung im Sinne des Naturschutzes und der Landschaftspflege, des Erhalts von Grünland und von Biotopen erhalten bleibt, und unterstützen die nun auf den Weg gebrachte Initiative der Landesregierung zur Unterstützung der Tierhalter. „Der Teufel liegt aber auch hier wie immer im Detail“, sagt Knell. Es komme auf die konkrete Ausgestaltung der Förderrichtlinie an. „Bei der Förderung muss bedacht werden, dass Kleinbetriebe mit nur wenigen Tieren einen erheblichen Anteil haben. Diese Kleinbetriebe sind wirtschaftlich kein Faktor für die Halter, leisten aber einen wichtigen Beitrag in bestimmten Regionen“, erklärt Knell.

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Antworten erwarten die Freien Demokraten auf die Frage nach dem Umgang mit dem Wolf, waren doch Schafe reißende Wölfe erst der Auslöser für die Demonstration der Weidetierhalter. „Wir bleiben bei unseren Forderungen nach einem Wolfsmanagement und wolfsfreien Gebieten in Deutschland. Auch die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht bleibt auf unserer Agenda“, betont Knell.

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