Die Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte verdient höchste Wertschätzung

Symbolfoto: Pete Linforth auf Pixabay

Ministerin Priska Hinz eröffnet 72. Landwirtschaftlichen Woche in Nordhessen

Baunatal(pm). „Wir müssen uns den großen Herausforderungen stellen, die der Klimawandel, der Artenschwund und die zunehmende Belastung von Wasser und Boden mit sich bringen. Wir müssen schnell, besonnen und wirksam handeln. Gerade die Landwirtschaft ist vom Klimawandel stark betroffen und muss sich gleichzeitig der Herausforderung stellen, die landwirtschaftliche Produktion neu auszurichten. Die Landwirtinnen und Landwirte haben dafür unsere höchste Anerkennung verdient“, sagte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz zum heutigen Auftakt der 72. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen in Baunatal.

In diesem Jahr wird mit der Erarbeitung einer Strategie für eine nachhaltige Landwirtschaft begonnen. „Diese Strategie wollen wir im Dialog mit den Bäuerinnen und Bauern erarbeiten. Wir werden alle Bäuerinnen und Bauern direkt nach ihrer Meinung fragen. Unser Ziel ist eine Landwirtschaft, die Böden, das Klima und unsere Gewässer schont und die Artenvielfalt erhält. Gleichzeitig sollen auch kleine familiengeführte Betriebe eine langfristige Perspektive erhalten. Hierfür möchte ich gemeinsam mit der Landwirtschaft nach zukunftsfähigen Lösungen suchen“, erklärte Ministerin Hinz.

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„Als Landesregierung haben wir zahlreiche Maßnahmen und Förderprogramme auf den Weg gebracht, die die Landwirtinnen und Landwirte bei der Weiterentwicklung zu einer nachhaltigen Landwirtschaft unterstützen“, erklärte Hinz. Dazu gehört zum Bespiel das wiedereingeführte Programm „Vielfältige Ackerkulturen“. Damit fördert Hessen Landwirtinnen und Landwirte, die mindestens fünf Kulturen – davon eine Eiweißpflanze – anbauen. Eiweißpflanzen wie zum Beispiel Erbsen und Soja reichern viel Stickstoff an. Dadurch entsteht mehr Humus, der wiederum CO2 im Boden bindet. Für das Programm werden bis Ende dieser Wahlperiode zusätzlich 25 Millionen Euro neu eingestellt. Das Programm wird von der Praxis sehr gut angenommen: Es beteiligen sich ab diesem Jahr fast 1.000 Landwirte mit rund 85.000 Hektar.

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Auch für die Förderung des ökologischen Landbaus werden zusätzliche Mittel bereitgestellt. Bis zum Ende der Legislaturperiode sind es insgesamt 30 Millionen Euro. Außerdem wird der Ökoaktionsplan neu aufgelegt. Dafür sind bis 2023 insgesamt 18 Millionen Euro vorgesehen. Für Investitionen in Stallumbauten die dem Tierwohl Rechnung tragen sowie emissionsarme Lagerung von Wirtschaftsdünger ermöglichen sind für das Haushaltsjahr 2020 rund 13,6 Millionen Euro für Neubewilligungen vorgesehen. „Mit unseren Förderprogrammen unterstützen wir die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft, aber auch ausdrücklich konventionell wirtschaftende Betriebe. Denn die landwirtschaftliche Erzeugung muss insgesamt umweltverträglicher werden,“ erklärte Hinz abschließend.

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