Weniger LKW-Verkehr in den Innenstädten

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Landrat Müller unterschreibt Kooperationsvereinbarung für Landesprojekt

Kreis Paderborn(krpb). Gehörte früher ein Straßenatlas in jedes Auto und sorgte für manchen Streit zwischen Ehepaaren über das richtige Lesen der Karten, folgen Autofahrer heute der Stimme aus dem Navigationsgerät. Diese technische Hilfe ist natürlich auch längst in die Fahrerkabinen der Lkw eingezogen. Was Logistikunternehmen freut, sorgt für viel Missmut in den Städten und Dörfern. Lkws verstopfen die Ortsdurchfahrten und Innenstädte, fahren sich auf engen Landstraßen fest, führen aufwendige Wendemanöver durch und verursachen Lärm- und Geruchsbelästigung. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat Landrat Manfred Müller nun eine Kooperationsvereinbarung für das Projekt „Effiziente und stadtverträgliche Lkw-Navigation für NRW“ unterzeichnet.

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Das Projekt des NRW-Verkehrsministeriums und des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg hat zum Ziel, mit Hilfe der Städte und Gemeinden eine für Lkw geeignete Navigation aufzubauen. Für die künftige Routenwahl erfasst jede Kommune Vorrangrouten sowie Restriktionen wie Gewichts-, Höhen-, Längen- und Breitenbegrenzungen oder Lkw-Durchfahrtsverbote. „Für viele Bürgerinnen und Bürger wird es eine große Erleichterung sein, wenn nicht mehr täglich die schweren Transporter vor ihrem Haus vorbeiziehen“, freut sich Landrat Manfred Müller. Nicht nur die Bürger werden entlastet, auch die Straßen und Brücken im Kreisgebiet werden weniger unter den schweren Fahrzeugen leiden, Lkw-Unfälle werden zurückgehen und Schadstoffbelastungen können gleichmäßiger verteilt und Strecken mit einer besseren Durchlüftung vorrangig ausgewählt werden. „Bessere Luft in unseren Innenstädten und Ortszentren wird die Lebensqualität in unserem schönen Kreis positiv beeinflussen und trägt auch zum Umwelt- und Klimaschutz bei“, so der Landrat. Nicht zuletzt profitiert auch die Wirtschaft von dem Projekt. Flüssiger Lkw-Verkehr ist ein wichtiger Faktor für die heimischen Unternehmen, da so Zeit und Kosten gespart werden.

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Der Kreis unterstützt die Städte und Gemeinden in koordinierender Funktion. Diese erfassen die geeignetsten Streckenführungen und Verkehrsrestriktionen auf einer vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg entwickelten Online-Plattform. Dieser bereitet die Daten auf und stellt sie den Anbietern von Navigationsdiensten zur Verfügung. Die Teilnahme an dem Projekt ist für Kreis und die kreisangehörigen Kommunen kostenlos. Neben den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden wird auch die Industrie- und Handelskammer beteiligt. Sie übernimmt als Vertreter der Wirtschaft die Aufgabe, die Interessen ihrer Mitglieder zu bündeln und gegenüber den Kommunen zu vertreten, um die kommunale Abstimmung zu erleichtern.

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„Für unseren modernen Wirtschaftsstandort ist der Waren- und Güterverkehr auf der Straße unverzichtbar. Dass wir nun neue, digitale Wege gehen, um diesen für unsere Bürger und unsere Umwelt verträglicher zu gestalten, freut mich persönlich sehr und zeigt, wie Digitalisierung unser Leben verbessern und erleichtern kann“, betont Landrat Manfred Müller.

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