Rolle der ehemaligen Kolonialmächte in Afrika heute

Frankenberg(Manfred Weider). Zu ihrer nächsten Veranstaltung lädt die Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., Sektion Waldeck-Frankenberg (GSP) am Dienstag, 19. November um 19.30 Uhr in das Burgwaldkasino ein, Thema: Rolle der ehemaligen Kolonialmächte heute in Afrika.
Als Referenten konnte die GSP Michael Hellerforth, ein deutsch-französischer Experte für Sicherheitspolitik, gewinnen, der Afrika selbst bereist hat eine langjährige Afrikaerfahrung hat.

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Der beständig krisengeschüttelte Kontinent Afrika steht seit Jahren im Zentrum der Aufmerksamkeit. Themen wie innere Konflikte, zwischenstaatliche Spannungen, Entwicklungsprobleme, Hungersnöte, Migration und Kriminalität lassen den dunklen Kontinent den meisten Betrachtern als einen gordischen Knoten aus zahlreichen, eng verwobenen Problemen erscheinen. Gleichzeitig erlebt Afrika einen nur wenig wahrgenommenen wirtschaftlichen und politischen Aufschwung, der den Erdteil in erstaunlicher Geschwindigkeit von Grund auf umwandelt. Sechs Jahrzehnte nach dem „Afrikanischen Jahr 1960“ suchen 54 Staaten heute nach einer eigenen Rolle zwischen alten Kolonialbeziehungen, wirtschaftlichem Einfluss ausländischer Konzerne und den Interessen der Supermächte USA, China und Russland. Die Zukunft birgt viele Fragen: Bleibt Afrika das fremdbeherrschte Stiefkind unter den Weltregionen oder wird es einen eigenen, selbstbestimmten Weg finden? Welche Rolle spielen die ehemaligen Kolonialmächte heute und in der Zukunft? Welche Rolle wird Europa insgesamt einnehmen? Und wird China sich als neokoloniale Macht etablieren und Afrika zu seiner exklusiven Rohstoffquelle, Kornkammer und Absatzmarkt machen?

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Zu all diesen Fragen nimmt Michael Hellerforth Stellung. Nach dem Vortrag steht der Referent für eine Aussprache zur Verfügung. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.

Kurzbiografie
Michael Hellerforth ist ein deutsch-französischer Experte für Sicherheitspolitik mit den
Tätigkeitsschwerpunkten Europäische Sicherheit & Verteidigung, Mittlerer Osten und Nordafrika. Er verfügt über langjähriger Erfahrung als Berater und Projektmanager für die NATO und die EU, für die er mehrere Jahre in Mali, Afghanistan und Bosnien im Einsatz war. Michael Hellerforth ist Absolvent des frz. Nationalinstituts für sicherheitspolitische Studien (IHEDN), der Offizierschule der deutschen Luftwaffe, sowie der Stabsoffizierschule des frz. Heeres. Neben zwei juristischen Staatsexamen in Deutschland, hat er einen Masterabschluss in Politikwissenschaften der Universität Paris Pantheon Assas und in Wirtschaftswissenschaften der Universität Cergy. Er veröffentlicht regelmäßig zu sicherheitspolitischen Themen; hinzu kommen Auftritte als Experte im deutschen und französischen Fernsehen.

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